Nur, damit die Wartezeit bis zum nächsten "richtigen" Beitrag etwas verkürzt wird: Kunst gibt es nun auch im Automaten. Und zwar h...

Nüsschen, Kaugummi,... Kunst??

Nur, damit die Wartezeit bis zum nächsten "richtigen" Beitrag etwas verkürzt wird: Kunst gibt es nun auch im Automaten. Und zwar hier.


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Vor ein paar Wochen, als man noch befürchten musste, dass John McCain US-Präsident und vor allem diese unsägliche Sarah Palin (die angebl...

I've been rickrolled

Vor ein paar Wochen, als man noch befürchten musste, dass John McCain US-Präsident und vor allem diese unsägliche Sarah Palin (die angeblich Afrika für ein Land hält) Vizepräsidentin werden könnte, wollte ich mir auf Youtube einen der in der Presse erwähnten Saturday Night Live-Sketche auf ihre Kosten ansehen. Ich klickte ein wenig herum, um den längsten Ausschnitt zu finden, und plötzlich lief unerklärlicherweise "Never gonna give you up" von Rick Astley. Den wütenden Kommentaren nach hatten die anderen Zuschauer auch nicht mit dem Musikvideo gerechnet. Ich suchte mir ein anderes Video aus, das dann auch den gesuchten Sketch enthielt, und vergaß die Sache sofort wieder.

Bis gestern abend. Durch Zufall zappte ich mich in den Teil der MTV European Music Awards, in dem der Preis für den "Best Act Ever" vergeben werden sollte. Und wer gewann den? Hmm? Erstaunlicherweise Rick Astley! Bei dem wenigen Aufheben, das die Moderatoren um diesen eher unerwarteten Sieger machten (der auch gar nicht erst erschienen war), dachte ich mir gleich, dass die Abstimmung wohl etwas anders als erwartet gelaufen war. Und in der Tat: Schon seit letztem Jahr gibt ein von mir bislang unbemerktes Internetphänomen namens Rickrolling, bei dem ahnungslose Internetnutzer durch falsche Links zur Youtube-Version von Ricks größtem Hit gelockt werden. Und nun beeinflusst man im nächsten Schritt des Scherzes wohl alle Internetabstimmungen, bei denen die Nominierungen nicht vorgegeben sind.

Anscheinend hat sich MTV die Entscheidung, ob man den Preis tatsächlich an den Spaßnominierten vergeben sollte, nicht leicht gemacht. Aber wie die Kommentatoren der Debatte durchaus richtig anmerken, war Rick seinen Konkurrenten ja durchaus ebenbürtig: Ob man diesen einigermaßen überambitioniert betitelten Preis nun Tokio Hotel, Britney Spears oder Rick Astley überreicht, vermittelt doch in jedem Fall etwa die gleiche Ernsthaftigkeit.

Nachdem MTV in Deutschland ja nun beinahe alle seine moderierten Sendungen abgeschafft hat und schon seit Jahren sowieso kaum noch Musikvideos zeigt, sind die Tage solcher komischer Preisverleihungen ja sicherlich so oder so gezählt. Da ist es dann doch auch ziemlich egal, wen man in den letzten paar Jahren gewinnen lässt.

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