Bücher 5. Mark Frost – The List of Seven Ja ja, auch 2008 war wieder sehr englischsprachig orientiert bei mir... auf Platz 5 The List of...

My Year in Lists (4)

Bücher

5. Mark Frost – The List of Seven

Ja ja, auch 2008 war wieder sehr englischsprachig orientiert bei mir... auf Platz 5 The List of Seven, ein Roman mit dem "echten" Arthur Conan Doyle als Protagonist, der durch Zufall einer schrecklichen Verschwörung auf die Spur kommt und dabei einen Freund findet, der sowohl ihm selbst als auch Sherlock Holmes ähnelt ... Ein spannenderes Buch kann ich mir kaum vorstellen, allerdings ist es hier wie so oft bei solchen Büchern - wenn's nach dem Mitfiebern endlich durchgelesen ist, ist's in Retrospektive irgendwie deutlich weniger interessant.


4. Jeff Lindsay – Darkly Dreaming Dexter

Es kam in anderen Beiträgen schon heraus: Ich mag den Dexter. Also musste auch die Romanvorlage her. Und das Buch ist ebenfalls toll, wenn auch von der Charakterzeichnung her anders - Dexter im Buch ist ein um einiges weniger leichtes Identifikationsobjekt als Michael C. Hall in der Serienversion, von den Nebenfiguren, die Dexter als Psychopathen naturgemäß wenig interessieren, will ich gar nicht anfangen. Ich bin gespannt, wie es in den anderen vier Bänden weiter geht.


3. Matt Ruff – Set this House in Order

Dieses Jahr erschien Ruffs Bad Monkeys, und als der Autor anlässlich der deutschen Veröffentlichung in Frankfurt auch aus dem Vorgängerbuch vorlas (und außerdem erwähnte, dass es ihm das liebste seiner Bücher sei), konnte ich mich endlich aufraffen, es mal zu lesen. Die Tatsache, dass die Hauptfigur Dutzende von Charakteren beherbergt, macht den Anfang etwas schwierig, aber ebenso wie Andrew gewöhnt man sich schnell an diesen Zustand und erlebt einen Roman, der wirklich völlig anders ist als alles bisher Gelesene. Anscheinend gibt es das Phänomen der multiplen Persönlichkeit außerhalb der Film- und Romanwelt gar nicht, aber wer dieses Buch gelesen hat, weiß zumindest ganz genau, wie er es sich vorstellen muss.


2. Jonathan Stroud – Bartimaeus Trilogy

Eine Kinderbuchreihe für Erwachsene, die in England spielt und in der die Welt in Magier und Nichtmagier eingeteilt wird. Die Hauptfigur ist ein junger Zauberer ohne Eltern, anhand dessen Aufwachsens der Leser die Realität der Romane langsam kennen lernt und der in jedem Band trotz seiner Unerfahrenheit mit einer beinahe tödlichen Aufgabe konfrontiert wird. Na, klingt das etwa irgendwie nach Harry Potter?

Oberflächlich klingt die Romanreihe tatsächlich wie eine platte Kopie, doch beim Lesen ist die einzige Verbindung zu Rowlings Romanen, dass man sich gelegentlich überrascht überlegt, wie es nur möglich war, sich eine Realität mit Zauberern auszudenken, die so dermaßen überhaupt nichts mit Harry Potter zu tun hat. Strouds Magier sind finstere Egoisten, die hauptsächlich damit beschäftigt sind, sich zum persönlichen Machtgewinn gegenseitig hereinzulegen, magische Wesen zu tyrannisieren (denn nur so ist "Zauberei" überhaupt möglich) und die nicht zaubernde und von ihnen unterdrückte Bevölkerung in sinnlose Kriege zu hetzen. Ach ja, und der Titelheld ist ein Dämon.


1. David Mitchell – Black Swan Green

Und noch eine Geschichte, die einem zunächst irgendwie bekannt vorkommt: Ein Junge verbringt im Jahr 1982 sein 13. Lebensjahr in einem englischen Kaff und erlebt dort unter anderem die Reaktionen der Bevölkerung auf den Falklandkrieg. Ansonsten leider er unter seinem niedrigen sozialen Status bei den anderen Kindern, ist unglücklich verliebt und wird Zeuge immer ernsthafterer Konflikte zwischen seinen Eltern.

Wiederum sind die Parallelen zum anderen Buch (Adrian Mole) verschwunden, sobald man zu lesen beginnt. Black Swan Green ist anders als Sue Townsends Bücher Erwachsenenliteratur, was nicht zuletzt daran liegt, dass der Protagonist Jason hochintelligent ist und die Welt aus einer "literarischen" Perspektive wahr nimmt. Und so erlebt man eine Kindheitswelt, die alles andere als niedlich-verklärend ist und in der man die eigenen Erinnerungen und hier vor allem damals unüberwindbar erscheinende Probleme wieder findet.

Ein weibliches Äquivalent zu diesem Roman ist aus meiner Sicht das ebenfalls sehr packende Cat's Eye von Margaret Atwood. Mitchell und Atwood haben außerdem die Gemeinsamkeit, dass ich noch keinen Roman von ihnen gelesen habe, der weniger als großartig war.

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Singles 5. Ladytron – Ghosts 4. PeterLicht – Alles was du siehst gehört dir 3. Morrissey – That’s How People Grow Up 2. Polarkreis 18 –...

My Year in Lists (3)

Singles

5. Ladytron – Ghosts
4. PeterLicht – Alles was du siehst gehört dir
3. Morrissey – That’s How People Grow Up
2. Polarkreis 18 – Allein allein
1. Goldfrapp – Happiness

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Filme 5. Sweeney Todd 4. James Bond - Quantum of Solace 3. The Dark Knight 2. I am Legend 1. Juno (Ich muss entschuldigend hinzufüge...

My Year in Lists (2)

Filme

5. Sweeney Todd
4. James Bond - Quantum of Solace
3. The Dark Knight
2. I am Legend
1. Juno

(Ich muss entschuldigend hinzufügen, dass ich letztes Jahr verdammt selten im Kino war.)

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Konzerte 5. Editors, 21.03.08, Darmstadt Centralstation 4. The National, 09.08.08, Haldern-Festival 3. Get Well Soon, 06.12.08, Mannhe...

My Year in Lists (1)

Konzerte

5. Editors, 21.03.08, Darmstadt Centralstation


4. The National, 09.08.08, Haldern-Festival


3. Get Well Soon, 06.12.08, Mannheim Alte Feuerwache


2. PeterLicht, 05.10.08, Frankfurt Mousonturm


1. Goldfrapp, 25.06.08, London Royal Albert Hall

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Es gibt zwei Themen, die manche amerikanischen Serien/Filme für mich schwer verdaulich machen: Positive oder zumindest akzeptierende Darstel...

Mörder mit Herz

Es gibt zwei Themen, die manche amerikanischen Serien/Filme für mich schwer verdaulich machen: Positive oder zumindest akzeptierende Darstellungen der Todesstrafe und ebensolche von Selbstjustiz. Zum erstgenannten Thema fällt mir der zugegebenermaßen ohnehin grottige Murder by Numbers / Mord nach Plan (eine Art Remake von Rope / Cocktail für eine Leiche mit Sandra Bullock) ein, in dem die Kommissarin irgendwann zu einem der jugendlichen Mörder sinngemäß sagt "Ich werde herausbekommen, wer von Euch beiden der Haupttäter war, und derjenige kommt auf den elektrischen Stuhl!" In diesem Moment fiel das bisschen Interesse, das ich an dem Film hatte, in sich zusammen, denn statt mich auf die Handlung zu konzentrieren musste ich mich fragen, ob in den USA tatsächlich Siebzehnjährige hingerichtet werden.

Ein Beispiel für die Behandlung des Selbstjustizthemas ist 8mm, in dem Nicholas Cage als Protagonist auf der Jagd nach einer Art Mafia, die Snuff-Filme produziert, ziemlich schnell zum blind wütenden Rächer wird, der sich mit Polizei und Gesetzen nicht mehr aufhält. Und nichts an der Machart oder "Moral" des Films lässt den Zuschauer denken, dass Herr Cage sich eventuell nicht ganz richtig verhält und nun ebenfalls gewisse Grenzen überschritten hat. Nach getaner Arbeit kehrt er einfach in sein altes Leben zurück, die Toten waren schließlich alle böse, Ende.

Angesichts solcher Beispiele war ich einigermaßen skeptisch, als ich von der Serie Dexter erfuhr. Die titelgebende Hauptfigur arbeitet tagsüber in der Spurensicherung der Polizei von Miami und hilft nicht zuletzt dadurch, dass er sich gut in die Gedankengänge von Mördern hinein versetzen kann, bei der Aufklärung von Mordfällen. Nachts jedoch befriedigt Dexter seine eigenen Mordgelüste, denn er muss sich in Wirklichkeit in gar nichts hinein versetzen, sondern ist selbst ein zwanghafter Serienkiller.


Dexters Stiefvater, der selbst Polizist war, erkannte die Eigenarten seines Stiefsohns schon, als dieser noch ein Kind war, und half ihm dabei, seinen Zwang in einer aus seiner Sicht produktive Richtung zu lenken: Dexter darf nach Anordnung des mittlerweile verstorbenen Harry ausschließlich Mörder töten, denen die Polizei nicht auf die Schliche gekommen ist, und er hält sich daran.

Hier hätten wir also wieder beide Themen, denn man darf sich nicht täuschen: Dexter ist zwar ein Serienkiller, der Selbstjustiz übt, aber er ist auch die Identifikationfigur für den Zuschauer, der alle Ereignisse aus seiner Sicht erlebt und auch nicht anders kann, als ihn zu mögen.

Eines ist aber anders als bei den eingangs genannten Filmen: Dexter ist toll. Natürlich wird es dem Zuschauer zu leicht gemacht, einen Mörder zu mögen, in dem man die widerwärtigeren Dinge, die Dexter tut, kaum zu Gesicht bekommt, dafür aber sehr detailliert miterlebt, wie böse seine Opfer sind. Dennoch ist sich zumindest Dexter selbst ohne jeden Zweifel bewusst, was er ist: ein Monster. Bereits in der ersten Folge wird gezeigt, dass Dexter von seinem Kollegen Sergeant Doakes abgrundtief gehasst wird, und die natürliche Zuschauerreaktion ist zunächst ein empörtes "armer Dexter, der ist ja wirklich fies" - aber Dexter selbst sagt:

"The only real question I have is why in a building full of cops, all supposedly with a keen insight to the human soul, is Doakes the only one who gets the creep from me."

Und natürlich, Doakes hat Recht. Als einziger, denn selbst der um ein Vielfaches besser informierte Zuschauer ist schon völlig eingewickelt.

Ähnliche Gefühle kommen auf, wenn Dexters eigentlich als reine Tarnung gedachte Beziehung (Serienkiller sind schließlich immer allein stehend) zu seiner Freundin Rita gezeigt wird. Während Dexter behauptet, dass er grundsätzlich keinerlei Gefühle hat, wird beim Zusehen schnell deutlich, dass dem nicht so ist. Rita, ihre beiden Kinder und seine Schwester Deb bedeuten ihm durchaus etwas. Und auch hier wünscht man sich als Zuschauer gegen jede Vernunft nicht etwa, dass Rita irgendwann kapiert, mit wem sie es zu tun hat, und die Flucht ergreift, sondern dass alles so bleibt, wie es ist, und die Kinder ihren tollen Fast-Papa behalten dürfen.


Kurz gesagt: Nachdem ich in der ersten Staffel mitgefiebert hatte, wie Dexter einen anderen Serienkiller verfolgt, der mit ihm vieles gemeinsam zu haben scheint, und dabei einiges über seine Kindheit erfährt (und damit auch letztendlich, wieso er so ist, wie er ist), musste sofort die zweite DVD-Box her. Dieses Mal ist Dexter selbst der Gejagte, denn durch einen Zufall werden alle seine im Meer versenkten Leichenteile entdeckt und er wird als "Bay Harbour Butcher" von einer großen Sonderkommission, der seine direkten Kollegen und auch seine Schwester angehören, verfolgt.

Mittlerweile habe ich mir sogar den Roman Darkly Dreaming Dexter von Jeff Lindsay besorgt, auf dem die Serie basiert (die Übereinstimmung zwischen den weiteren Bänden der Buchserie und den weiteren Serienstaffeln nimmt aber anscheinend immer mehr ab). Tatsächlich ist die Handlung annähernd identisch, aber Dexter im Roman um einiges unheimlicher, denn hier werden dem Leser weniger Grausamkeiten erspart. Allzu weit bin ich noch nicht, insofern bin ich momentan noch gespannt, ob sich beim Lesen doch noch irgendwann diese "oooh, der arme Dexter!"-Gefühle einstellen. Und das dann schon wieder sehenden Auges...

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Na mindestens zwei!

Wie viele Katzen passen in einen Schuhkarton?


Na mindestens zwei!

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... nämlich der pragmatischste Adventskalender der Welt!

Mal was Weihnachtliches


... nämlich der pragmatischste Adventskalender der Welt!

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