Ich bin unter meinen Echtlebenbekannten nicht gerade für große Spontaneität bekannt, aber als ich heute erschöpft und genervt meinen Arbeits...

Oops I did it again

Ich bin unter meinen Echtlebenbekannten nicht gerade für große Spontaneität bekannt, aber als ich heute erschöpft und genervt meinen Arbeitsplatz verließ und eigentlich möglichst schnell heim wollte, kam ich an H&M vorbei und bekam plötzlich Lust, nochmal nach den faszinierenden 80er-Jahre-Kleidungsstücken zu schauen. Und, was soll ich sagen, es muss eine neue Lieferung gegeben haben, und ich konnte nicht widerstehen.

Ich hatte übrigens glatt vergessen, dass einem diese Karottenhosen praktisch bis zum Hals gehen ...




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Heute ist Bundestagswahl, aber ich habe meine Bürgerpflicht schon vor zwei Wochen getan: Statt mir Briefwahlunterlagen zu bestellen, ging ic...

Dürfen Tote auch wählen?

Heute ist Bundestagswahl, aber ich habe meine Bürgerpflicht schon vor zwei Wochen getan: Statt mir Briefwahlunterlagen zu bestellen, ging ich dieses Mal persönlich ins nahe an meinem Arbeitsplatz gelegene Wahlamt und konnte dort in einer Art permanentem Wahllokal auch gleich meine Stimme abgeben.

Diese Möglichkeit scheinen viele Menschen zu nutzen, denn es war recht voll. Und auf dem Rückweg beschlich mich plötzlich folgender morbider Gedanke: Was ist, wenn ich oder ein anderer Frühwähler auf dem Rückweg ins Büro unter einen Bus kommt oder an einem Herzinfarkt verscheidet? Die Stimme ist abgegeben, und ob man am Wahltag noch lebt, kann niemand überprüfen.

Noch weiter gedacht dürfte sich dieses Problem insbesondere bei Alters- und Pflegeheimen stellen: Meines Wissens führt dort das Pflegepersonal standardmäßig für alle Heiminsassen die Briefwahl durch - mit etwas Glück werden die Leute dabei immerhin gefragt, für wen sie ihre Stimme eigentlich abgeben möchten. Aber einige von ihnen erleben mit Sicherheit den eigentlichen Wahltag nicht. Gezählt werden ihre Stimmen sicherlich dennoch, denn man kann ja nicht jeden einzelnen Briefwähler am Wahltag anrufen und auf einer Liste als noch lebendig abhaken.

Also, nach meinen Überlegungen wählen bei jeder Wahl einige Tote mit. Interessant wäre dabei natürlich, ob sie eine Wahl in die eine oder andere Richtung beeinflussen können.

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Ich bin wieder da! Nach Urlaub und Faulheit ist nun wieder Bloggen angesagt, und als Entschädigung für die lange Pause war ich heute investi...

Summer (and Autumn. And Winter!) of the Eighties

Ich bin wieder da! Nach Urlaub und Faulheit ist nun wieder Bloggen angesagt, und als Entschädigung für die lange Pause war ich heute investigativ unterwegs.

Letzte Woche war eine liebe Freundin zu Besuch, und gemeinsam suchten wir unter anderem einen H&M auf. Dort durchforschten wir vor allem die mysteriöse "Trend"-Abteilung: Diese ist nur in wenigen Läden überhaupt vorhanden und ist in dort auch nicht als Abteilung gekennzeichnet; stattdessen können Kennerinnen die Trend-Teile, die jeweils das neueste vom neuesten an Mode darstellen, allein an hellila Einnähschildern identifizieren ...

... oder aber man sucht einfach nach den scheußlichsten Teilen im Laden! Nachdem wir uns letzte Woche zwar im Wechsel über die modischen Katastrophen kaputtlachten und ungläubig unsere Augen rieben, aber nicht unseren eigentlichen Plan umsetzten, der darin bestand, uns gegenseitig in den Teilen zu fotografieren, war ich heute allein unterwegs und habe mich heldenhaft und im Interesse des Journalismus in einige der besonders interessanten Kleidungsstücke gehüllt.

Wenn die Trend-Artikel tatsächlich die modische Zukunft der Allgemeinheit repräsentieren, und daran kann man eigentlich kaum zweifeln, dann stehen uns nach der längst verdauten Rückkehr von Röhrenjeans, weiten Stiefeletten und Leggings nun geballt die echten Achtziger bevor: Schulterpolster, Karottenjeans in Breitcord, Stretchkleider, seltsame Riesenblazer mit Strassapplikationen, spießig anmutende Samtteile: Wenn man wie ich die echten modischen Achtziger durchlebt hat, hofft man angesichts der zahlreichen Horror-Déja-Vus immer wieder, man hätte sich in einem Second Hand-Shop für Rentnerinnen verirrt, aber der beliebte Gemeinplatz zum Thema Mode ist wohl wahr: Alles, aber auch alles kommt wieder.

Und letztendlich zeigt mein Entsetzen angesichts der Rückkehr von Kleidungsstücken, an die ich mich genauso von peinlichen Jugendfotos erinnere, wohl nur eines: Dass ich zu alt für Mode werde. Für alle, denen es genauso geht, hier die Parade der Scheußlichkeiten - stilecht als schlechte Handyfotos.


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