Fleischeslust: Soja-Hackfleisch

U.
Es gibt bekanntlich viele Gründe, die dagegen sprechen, Fleisch zu essen. Es gibt aber auch einen, der für viele dafür spricht, nämlich der Geschmack. Mir geht es da nicht anders, und ich freue mich stets, wenn ich ein wohlschmeckendes "Ersatzprodukt" finde - und wundere mich, wenn "echte" Fleischesser das kritisieren und sagen, wenn man schon kein Fleisch essen wolle, solle man gefälligst auch auf Nachahmungsprodukte verzichten. Verstehe ich nicht. Nur weil die erste Wurst aus Fleisch war, darf man nichts anderes hinein tun?

Zugegeben, bei den Fleischersatzprodukten auf Soja- oder Seitanbasis gibt es einige, die sicherlich niemand freiwillig zweimal kauft, weil sie nach gar nichts oder unangenehm schmecken - andere dagegen sind richtig lecker. Ich werde demnächst in loser Reihenfolge einige gute Produkte vorstellen. Beginnen wir mit dem Klassiker:  

Sojaschnetzel als Hackfleischersatz



Sojaschnetzel gibt es von vielen Marken und in etlichen Konsistenzen. Ich bevorzuge die "Soja Schnetzel fein" von Alnatura (erhältlich in dm-Märkten). 150 Gramm kosten 1,25 EUR und ergeben aufgequollen etwa die dreifache Menge, also 450 g "Hackfleisch". Ich mag sie, weil sie angenehm neutral schmecken, leicht erhältlich sind und sich auch gut verarbeiten lassen.

Aber zu was? Eigentlich kann man mit den Sojastückchen alles machen, in das man sonst Hackfleisch getan hätte. Ich nehme sie für Lasagne, Bolognesesauce, indische Hackfleischgerichte, Chili ... das einzige, das ich noch nicht ausprobiert habe, sind Rezepte, bei denen die Brösel als Buletten zusammenhalten müssten. Aber vielleicht geht das ja auch.

Letzte Woche habe ich Gnocchi mit Sojahack gemacht. Hier das einigermaßen simple Rezept:

  • Sojaflocken mit kochendem Wasser und Gemüsebrühe anrühren und 10 Minuten quellen lassen.
  • In der Zwischenzeit eine Zwiebel, etwas Knoblauch und zwei rote Paprika klein schneiden. 
  • Die gequollenen Sojaschnetzel abgießen .



  • Zwiebeln und Knoblauch in Olivenöl anbraten, das "Hackfleisch" und nach kurzem Anbraten auch die Paprikastücke dazu geben.
  • Mit Salz, Pfeffer, Rosmarin und Thymian abschmecken, etwas Tomatenmark und Rotweinessig (Rotwein ginge sicher auch gut) unterrühren.
  • Eine Packung fertige Gnocchi aus dem Kühregal untermischen und alles warm werden lassen.
  • Zum Servieren mit gerösteten Pinienkernen und gehobeltem Parmesan bestreuen.

Sicher kein weltveränderndes Rezept, aber eines, das den meisten Fleischfreunden mit Sicherheit schmecken würde.

1 Kommentare:

  1. OMG Ich liebe deinen BLOG *0*
    von liveitrosy.blogspot.co.at ♥♥♥

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