Sollte es jemand geben, der gelegentlich den rechten Rand dieses Blogs studiert, ist dieser Person möglicherweise aufgefallen, dass mein let...

Neues von der Lauf-Front

Sollte es jemand geben, der gelegentlich den rechten Rand dieses Blogs studiert, ist dieser Person möglicherweise aufgefallen, dass mein letzter dort vermerkter Lauf Anfang Juli war, also vor fast zwei Monaten. Vielleicht hat sich diese interessierte (und höchstwahrscheinlich nicht existierende) Person dann gedacht, dass ich das Laufen klammheimlich wieder aufgegeben habe.

Stimmt nicht, liebe/r Phantasieperson! Tatsächlich bin ich nach dem Halbmarathon etwas kürzer getreten, und diverse Reisen haben zusätzlich dazu geführt, dass mein jetziger Trainingszustand alles andere als brilliant ist. Meinen ursprünglichen Plan, dieses Jahr noch einen weiteren Halbmarathon zu probieren, werde ich definitiv nicht umsetzen können, denn dafür bräuchte ich sicherlich drei Monate Training - und das wird bald schwierig, wenn es im Herbst und Winter sowohl vor als auch nach meinen Bürozeiten dunkel sein wird.

Aber: Ich laufe noch. Regelmäßig. Ich habe lediglich Anfang Juli den Empfänger verloren, den man auf den iPod stecken muss, um die Laufdaten vom Schuh zu empfangen. Seitdem konnte ich keine Laufdaten mehr mit der Nikeplus-Webseite synchronisieren. Und das ärgert mich, denn das Verfolgen meiner Trainingsläufeund -daten am Computer war für mich immer ein großer Motivationsfaktor.

Natürlich hätte ich mir einfach einen neuen Empfänger kaufen können. Wenn ich statt meinem iPod nano mit meinem iPhone laufen gehen würde, ginge es sogar ohne weiteres Geldausgeben, denn das iPhone kann auch so mit dem Chip kommunizieren. Aber: So richtig glücklich war ich mit dem Nike+-System nicht mehr. Und ich wollte etwas Neues ausprobieren.



Wenn man schon mal in Erwägung zieht, mit dem eher sperrigen iPhone joggen zu gehen, kann man sich dafür etliche Apps herunter laden, die die eingebaute GPS-Funktion des Telefons nutzen und so die Laufdaten per Satellit überwachen. Ich verwende in Moment RunKeeper und bekomme mit diesem Umsonstprogramm beinahe alles, was mir auch das Nike-System bot: Die Läufe werden gespeichtert, man kann sie analysieren und dank GPS kann man sich, anders als bei Nike, auch halbwegs darauf verlassen, dass die gepsicherte Laufdistanz akkurat ist.

Völlig perfekt ist RunKeeper aber nun auch nicht: Bei einem Lauf am letzten Wochenende bekam ich unterwegs eine E-Mail aufs iPhone, um die ich mich nicht weiter kümmerte. Nach dem Lauf musste ich aber feststellen, dass RunKeeper mit dem Erhalt der E-Mail seine Tätigkeit eingestellt hatte - ich war angeblich nur drei Kilometer gelaufen.

Und dazu kommt die allgemeine "Laufen mit dem iPhone"-Problematik: Nicht nur hat Laufkleidung fast immer nur winzige Taschen, sondern das iPhone verfügt auch über extrem empfindliche Flüssigkeitssensoren, die bei ein paar Schweißtröpfchen rot anlaufen und dadurch sicher stellen, dass man von Apple keine Garantieleistungen mehr erhält. Man braucht alsi in jedem Fall eine wasserdichte Hülle. Also muss ich letztendlich doch schon wieder etwas kaufen ...

0 Kommentare:

Eines hab' ich noch: Das Café Central ist sicherlich sowohl das bekannteste als auch das schönste von uns in Wien besuchte Kaffeehaus. ...

Neulich im Kaffeehaus (5): Café Central

Eines hab' ich noch: Das Café Central ist sicherlich sowohl das bekannteste als auch das schönste von uns in Wien besuchte Kaffeehaus. In einem prächtigen Gewölbe gibt es ebensolche Torten, und die auf dem Thekenbildern sichtbaren "Schwarzwälder Kirschen" haben mich besonders schwer beeindruckt.

Das Central war aber auch das touristischste der von uns besuchten Kaffeehäuser - um in Ruhe ein Buch zu lesen, oder gar eines zu schreiben, würde ich sicherlich woanders hingehen.





2 Kommentare:

Momentan interessiere ich mich im hohen Alter von 37 Jahren erstmalig für Nagellack. Gut, im Sommer an den Füßen habe ich schon ein paar Ja...

Ein Nagellack-Insiderwitz

Momentan interessiere ich mich im hohen Alter von 37 Jahren erstmalig für Nagellack. Gut, im Sommer an den Füßen habe ich schon ein paar Jahre welchen, aber an den Fingern? Erst seit allerneuestem, und das kann man an der "Kunstfertigkeit" meiner Bemalungen auch gut erkennen. Aber Übung macht ja - hoffentlich - auch hier den Meister.

Als ich also neulich mal wieder in einem Drogeriemarkt das Nagellack-Sortiment durchstöberte, musste ich angesichts eines Farbnamens ziemlich lachen. Es gibt nämlich auch im Nagellackbereich Mythen, und einer davon ist die Farbe 407 von Chanel: Letztes Jahr schickte Karl Lagerfeld für die Präsentation seiner Herbst-Winter-Kollektion Models mit eben diesem Nagellack, einem Jadegrün, auf den Laufsteg. Und plötzlich wollten alle Modeinteressierten vor allem diesen Lack haben.

Chanel brachte ihn dann auch für kurze Zeit auf den Markt, allerdings war er in Europa in ganzen zwei Geschäften erhältlich und dort auch beinahe sofort ausverkauft. Man konnte sich nur über Ebay ein Fläschchen für mehr als 100 US Dollar kaufen oder auf ein Imitat ausweichen.

Zurück zum Drogeriemarkt: Dort sah ich einen jadegrünen Nagellack der Billigmarke Catrice. Und wie hieß der? Seht selbst ...

2 Kommentare:

Nicht nur die Bands hatten dieses Jahr in Haldern strikte Richtlinien (Blasinstrumente, Schnurrbärte, Akkordeons), auch die Gäste folgten ei...

Haldern 2010 (2): Das Jahr der Seifenblasen

Nicht nur die Bands hatten dieses Jahr in Haldern strikte Richtlinien (Blasinstrumente, Schnurrbärte, Akkordeons), auch die Gäste folgten einheitlichen Maßgaben. Die wichtigste: Jeder Bandauftritt wurde aus dem Publikum mit Seifenblasen begleitet, was ich vorher auch bereits bei unseren Konzertbesuchen in Wien gesehen hatte.

Nach meiner Berichterstattung über den Freitag muss ich nun natürlich noch erzählen, wie der Samstag in Haldern so verlaufen ist. Nach einer bequemen Nacht im Hotel (man gönnt sich ja sonst nichts) hatten wir beim dortigen Frühstücksbuffet das Vergnügen gehabt, etliche verschlafene, meist tätowierte und häufig schnurrbärtige Bandmitglieder zu betrachten. Die Zuordnung, wohin sie im einzelnen genau gehörten, gelang uns im Laufe des Tages kaum, dabei haben wir doch so einige Konzerte gesehen. Nämlich:

Fanfarlo

Auch Fanfarlo hatten das diesjährige Haldern-Memo gelesen und arbeiteten mit Bläsern. Die englische Band mit schwedischem Sänger gab ihre Musik um halb vier offenbar für viele zu früh zum besten, denn der Andrang vor der Hauptbühne war eher gering. Ursprünglich war der Auftritt auch fürs Spiegelzelt vorgesehen gewesen, das man sicherlich leichter voll bekommen hätte.

Zur schönen, fröhlichen Musik gesellte sich ein seltsamer Anblick, denn die Bandmitglieder sehen, nun, komisch aus, insbesondere der Bassist. Aber seht selbst (wobei die Tattoos des Bassisten hier schlecht zu sehen sind) ...




Frightened Rabbit

Die Schotten entpuppten sich live als Enttäuschung und klangen wie eine beliebige US-Rockband. Und wo war nur der bescheuerte, hackedichte Typ im Hasenkostüm, der mich am Vorabend bei Mumford and Sons vertrieben hatte? Hier hätte er outfittechnisch mal zum Thema gepasst und auch nicht wirklich gestört. Reuemütig brachen wir zum Zelt auf, wo wir Helgi Jonsson bereits verpasst hatten.

The Villagers

Der unheimlich jung aussehende Sänger Conor O'Brian (wer hätte es bei dem Namen gedacht: Er ist Ire) erzählte während des Konzertes, dass die Band den Abend in Haldern verbringen und trinken wolle, denn man habe am nächsten Tag frei. Man kann nur hoffen, dass der Kleine seinen Ausweis dabei hatte, sonst ist das mit dem Alkohol kaufen möglicherweise nichts geworden.



Verdient hat er sich sein Feierabendbier aber in jedem Fall; im dicht gefüllten Zelt lieferte die Band, die vom großen Publikumsandrang sichtlich begeistert war, ein sehr beeindruckendes Set ab. Den ersten Song "The Meaning Of The Ritual" trug Brian solo zur akustischen Gitarre vor, dann kamen die anderen Musiker dazu; später, bei "I saw the Dead" wechselte er dann ans Piano. Die sehr gefühlvollen Lieder des Debütalbums "Becoming A Jackall", das nahezu komplett vorgetragen wurde, kamen großartig an, und auch die Band war voll dabei: Am Ende von "Pieces" warf sich Brian gar auf den Boden, und am nächsten Tag postete er bei Twitter: "In a rare occurence, we're all in agreement that last night was one of our favourite shows ever. So thankyou for that Haldern people x".




Efterklang

Bei unserer Rückkehr zur Hauptbühne war der Auftritt von Efterklang aus Dänemark bereits in vollem Gang. Die Band mit der sicherlich besten Laune des Festivals trat vor eher wenig Zuschauern auf, aber das schien gerade dem Sänger Casper Clausen wenig auszumachen. Besonders beeindruckend war, dass sich auf dem Rücken seines gewagten Outfits aus Hemd, Bermudas und Sandalen langsam aber sicher ein riesiger Schweißfleck in Herzform bildete!

Diese sympathische Band mit fröhlichen Liedern hätten wir gerne länger gesehen, aber so ist es nun einmal bei Festivals: Man muss Entscheidungen treffen und weiß erst hinterher, ob sie richtig waren.

Am Sonntagmorgen trafen wir übrigens alles Bandmitglieder außer dem Sänger im Frühstücksraum des erwähnten Hotels wieder, dabei hätten wir so gerne  gesehen, was für Outfits er noch dabei hatte ...

Setliste (Internetrecherche):

  1. Full Moon
  2. Alike
  3. I Was Playing Drums
  4. Mirador
  5. Harmonics
  6. Raincoats
  7. Modern Drift
  8. Cutting Ice To Snow
  9. The Soft Beating


The National


Stichwort gute Laune: Auch The National, deren Sänger sonst eher für autistische Tendenzen bekannt ist, hatten am Freitag einen Clown gefrühstückt: Die Band schwärmte vor dem ersten Song über das schöne Festival und den tollen See, wo man nachmittags bereits einen akustischen Song gespielt hatte. Matt Berninger brach den ersten Song gar kichernd wegen eines Tonproblems ab. Leider blieb es aber nicht bei dieser einen Unterbrechung: Irgendein Equipmentteil war offenbar kaputt (Aarons an die vorausgehende Band gerichteter Kommentar "Damn you, Yeasayer" stellte immerhin die Schuldfrage klar)  und die emsige, aber lange Zeit erfolglose Arbeit an einer Lösung führte zu langen Pausen zwischen den einzelnen Songs und immer schlechterer Stimmung der Band.

Matt bewahrte hier noch am ehesten seinen Sinn für Humor, als er etwa "Conversation 16" mit "maybe today it's only Conversation 14" ankündigte oder den Song "Sorrow" spontan seinem von der Situation besonders genervten Kollegen Aaron widmete.


Da wir vor dem Auftritt bereits einen Blick auf die Setliste hatten erhaschen können, bekamen wir auch mit, dass ein Lied weniger gespielt wurde als ursprünglich geplant. Mir hat das Konzert dennoch sehr gut gefallen, und ich teile auch nicht die Meinung vieler anderer, dass The Nationals Konzert vor zwei Jahren (als sie ebenfalls in Haldern auftraten) viel besser gewesen sei. Mir ist mit einem entspannten Sänger einfach wohler zumute als mit einem, der jede Minute wegrennen oder wild die Bühne zerstören könnte ...



Das Konzert endete mit drei Zugaben und der Einladung, noch gemeinsam mit der Band nackt im See zu baden. Ob dort wohl jemand erschienen ist? In jedem Fall ein schöner Abschluss fürs Haldern 2010, der allein durch das Geplapper des seltsamen moderierenden Holländers gestört wurde, der uns nochmals mitteilte, wie toll doch alles dieses Jahr war. Aber der gehört eben auch zu diesen Traditionen.

Setliste (Internetrecherche):

  1. Afraid Of Everyone
  2. Mistaken For Strangers
  3. Anyone's Ghost
  4. Blood Buzz Ohio
  5. Slow Show
  6. Squalor Victoria
  7. Conversation 16
  8. Vanderlyle Cry Baby Geeks
  9. Abel
  10. Apartment Story
  11. Sorrow
  12. England
  13. Fake Empire
  14. Mr. November
  15. Runaway
  16. Terrible Love
  17. About Today

0 Kommentare:

Letztes Wochenende habe ich zum 2. Mal in meinem Leben das Haldern-Festival am Niederrhein besucht, und erstmalig bei gutem Wetter. Einiges...

Haldern 2010 (1): Das Jahr der Blasmusik

Letztes Wochenende habe ich zum 2. Mal in meinem Leben das Haldern-Festival am Niederrhein besucht, und erstmalig bei gutem Wetter. Einiges ist bei diesem kleinen Indie-Festival mit treuen Zuschauern traditionell jedes Jahr gleich: Um den Teil der Konzerte, die im intimen Spiegelzelt stattfinden, besuchen zu können, muss man als zahlender Gast Schlange stehen und hat dennoch keine Einlassgarantie. Es gibt eine überschaubare Anzahl der immer gleichen Fressstände, und einige von ihnen sind nicht sonderlich gut. Dafür aber sind 98 % der Gäste, Bedienungen, Einlasser und Securityleute sehr freundlich, die Umgebung ist schön, es herrscht allgemein gute Laune und man kann unter den größtenteils eher unbekannten Bands neue musikalische Entdeckungen machen.

Wir waren erst am Freitag angereist und hatten folglich die Donnerstagabend-Bands bereits verpasst. Das entpuppte sich als kein großer Verlust, denn wir erfuhren, dass die Schlange vor dem besagten Zelt so unermesslich lang gewesen sein muss, dass ein Hereinkommen ziemlich aussichtslos war. Auch wir mussten am Freitag erst einmal anstehen, um überhaupt aufs Gelände zu gelangen, doch anschließend kamen wir überraschend problemlos ins Zelt und konnten dort und auf der Hauptbühne unsere Konzertauswahl besuchen. Die da war:

Fyfe Dangerfield

Der Sänger, der 2008 mit den Guillemots gekommen war (und von diesen im Laufe des Auftritts "Made Up Love Song #43" zum Besten gab) , versuchte es dieses Mal alleine. Er setzte seine gute Singstimme überraschend laut ein und spielte dazu Gitarre (elektrisch bei "Faster Than The Setting Sun", akustisch bei "Livewire") oder Keyboard ("When You Walk In The Room"). Dafür, dass er sich extra Streicherinnen mitgebrcht hatte, hatten diese erstaunlich wenig zu tun und fanden nur bei zwei Stücken Beschäftigung. Das Billy Joel-Cover "Just Like a Woman" (in Großbritannien ein Riesen-Werbehit, der nachträglich ins Soloalbum aufgenommen wurde) schien mir auf das hinzudeuten, was Fyfe gerne wäre: Ein klassischer Popstar, der umjubelt  bei "Wetten, dass..." auftritt, und niemand, der nachmittags auf einer Pferdeweide spielt.


Laura Marling

Nach Fyfe kam Laura Marling, die in England mit ihrem zweiten Album "I Speak Because I Can" Platz 4 der Album-Charts erreichte, in Deutschland aber noch nachmittags in Festzelten auftritt - deren Enge und Intimität aber gut zu ihrer Folkmusik passt. Laura erschien mit blondem Dutt (der allgemeinen Festival-Lieblingsfrisur), was ihren Kopf seltsam einfarbig wirken ließ. Zuerst spielte sie die neuen Songs "Devil’s Spoke" und "Rambling Man" und ich dachte mir, dass das alles etwas belanglos sei. Sobald sie zu Songs vom ersten Album "Alas, I Cannot Swim" überging, wurde aber alles plötzlich viel besser - sowohl das alte Album als auch die frühere Haarfarbe waren nämlich einfach einen Tick interessanter.



Zur Unterstützung hatte die Künstlerin eine Liveband dabei, deren prominentestes Mitglied Marcus Mumford von Mumford and Sons an der Mandoline war. Dieser spielte voll Inbrunst und sang, wenn er gerade nicht gebraucht wurde, vom Bühnenrand aus enthusiastisch mit - besonders auffällig war das bei "Hope in the Air". Das Publikum wurde ebenfalls involviert und in einem nun folgenden Akustikset, das einen neuen Song und "Goodbye England (Covered in Snow) umfasste, bei "Night Terror" gebeten, statt eines eigentlich erforderlichen Geigensolos mitzupfeifen und damit die bislang talentiertesten Publikumspfeifer aus Sydney zu übertrumpfen, doch wir versagten kläglich. Trotzdem ein schönes und auch unterhaltsames Konzert.



Delphic

Zugegeben, Haldern war dieses Jahr sehr folkig. Jede zweite Band schien ein Akkordeon dabei zu haben, und annähernd jede verfügte über Bläser. Aus diesem Brei stachen die elektrisch klingenden Delphic extrem heraus.



Die Band löste das Problem "neuer" Musiker, das darin besteht, dass nicht sonderlich Material zum Performen vorhanden ist, man aber natürlich sein Konzert zeitlich füllen möchte, auf eine für mich neue Art: Die Lieder des Debutalbums waren allesamt live länger  und gingen wie bei einem DJ-Set ohne Pausen ineinander über, wobei die Hits " Doubt", "This Momentary" und "Counterpoint" allesamt vorkamen. Der sehr motivierte Sänger forderte immer wieder zum Tanzen auf und stellte sich zur Motivation selbst auf eine aufgerichtete Monitorbox, und viele kamen dem Wunsch nach - während ich persönlich die Tageszeit für Elektronik noch etwas früh fand und Dunkelheit als passender empfunden hätte. Das Set endete mit "Acolyte", das auch im Original fast neun Minuten dauert.

Setliste (Internetrecherche):
  1. Intro
  2. Clarion Call
  3. Doubt
  4. Red Lights
  5. This Momentary
  6. Submission
  7. Halcyon
  8. Counterpoint
  9. Acolyte




Mumford and Sons

Weiter ging es mit Laura Marlings Kumpels, dieses Mal vor großem Publikum auf der Hauptbühne: Marcus Mumford arbeitete an diesem Tag eine Doppelschicht. Auch die eigenen Lieder trug er äußerst inbrünstig vor, und das vor überaus großen Zuschauerandrang - offenbar hatte der letztjährige Auftritt im Spiegelzelt bei vielen einen guten Eindruck hinterlassen - und endlich gab's auch wieder Blechbläser ...

Mumford and Sons spielten ihr Album "Sigh No More" nahezu komplett und probierten auch einige neue Lieder aus. Bei "White Blank Page" sang das Publikum so begeistert mit, dass der Song auch nach seinem Ende noch eine Weile lang angestimmt wurde.

Leider war auch der Idiotenfaktor bei diesem Auftritt besonders hoch, und ich musste vor idiotischen Mittänzern und einem besoffenen Hasen an den Rand fliehen. Schade.

Setliste (Internetrecherche):
  1. Sigh No More
  2. Awake My Soul
  3. Winter Winds
  4. Roll Away Your Stone
  5. Nothing Is Written
  6. White Blank Page
  7. Little Lion Man
  8. Lover Of The Light
  9. Thistle & Weeds
  10. Timshel
  11. The Cave
  12. Dust Bowl Dance


Beirut

Für uns endete der Freitag mit der amerikanischen Balkan-Folk-Popband Beirut, die dem inoffiziellen Motto des Festivals folgte wie keine andere und  instrumentalisch mit Trompete, Tuba und Horn aufwartete (und natürlich auch einem Akkordeon).



Die Setliste enthielt einige alte Hits wie "Postcards from Italy", aber auch etliche obskurere Lieder, wobei sich diese im Aufbau allesamt sehr ähnelten - für mich zu sehr. Die Begeisterung anderer Zuschauer war aber größer, und so begannen einige Fans, von backstage auf die Bühne zu klettern und dort neben der Band zu tanzen. Eine Weile lang ließ man sie gewähren, und sie versuchten vergeblich, den Tourmanager zum Mitmachen zu bewegen, aber irgendwann wurden sie dann doch von der Bühne verjagt. Vielleicht waren diese Fans ja beim Beirut-Konzert in der Kölner Philharmonie gewesen, das ebenfalls mit Bühnentanzen endete - aber atmosphärisch um einiges toller gewesen sein muss.

Setliste (Internetrecherche):

  1. Nantes
  2. The Shrew
  3. Elephant Gun
  4. Mimizan
  5. Postcards From Italy
  6. Cocek
  7. Scenic World
  8. East Harlem
  9. Cherbourg
  10. The Akara
  11. A Sunday Smile
  12. Closing Song
  13. The Penalty
  14. La Fete (Folks And Knives)
  15. The Gulag Orkestar

0 Kommentare:

Das Café Goldegg liegt nicht direkt abseits sämtlicher Touristenpfade in Laufnähe zu den Belverdere-Schlössern. Dennoch, und trotz empfehle...

Neulich im Kaffeehaus (4): Café Goldegg

Das Café Goldegg liegt nicht direkt abseits sämtlicher Touristenpfade in Laufnähe zu den Belverdere-Schlössern. Dennoch, und trotz empfehlender Erwähnung im Reiseführer, hat man, wenn man sich dort aufhält, eher das Gefühl, in einem Nachbarschaftscafé zu sein.



Das ist durchaus positiv gemeint, denn im recht stillen Gastraum kann man nicht nur sehr gut essen, sondern auch per Umsonst-WLAN seine E-Mails bearbeiten und sich vor der nächsten langen Besichtigungsetappe gemütlich ausruhen. Und all das, ohne sich als Tourist zu fühlen.

Die Einrichtung ist ein wenig schlichter als in anderen Wiener Kaffeehäusern, dabei aber immer noch weitaus glamouröser als alles, was man von Deutschland her gewöhnt ist. Ein ganz tolles Café, finde ich. So eines sollte es in jeder Nachbarschaft geben.



1 Kommentare: