Meine erste große Anschaffung mit meinen Ersparnissen machte ich im Alter von sechzehn Jahren: Ich kaufte meine erste Stereo-Anlage. Um die ...

Das Klang-Upgrade

Meine erste große Anschaffung mit meinen Ersparnissen machte ich im Alter von sechzehn Jahren: Ich kaufte meine erste Stereo-Anlage. Um die 2000 DM gab ich damals aus und erwarb damit einen Receiver, einen Plattenspieler, ein schickes Doppel-Kassettendeck von Yamaha sowie Lautsprecher von "Sonobull". Letztere Marke war ein 80er-Jahre-Seitenprojekt des heute noch existierenden Herstellers Magnat und etwas günstiger als das entsprechende Magnat-Produkt.



Enttäuscht war ich, als nur Monate nach meinem Kauf die Stiftung Warentest sich mit Lautsprechern beschäftigte und meinen Sonobull-Boxen ein "mangelhaft" verlieh. Angeblich waren die Tester so überrascht über die miese Qualität der angeblich zu den ebenfalls getesteten Magnat-Boxen baugleichen Lautsprecher, dass sie mehrere neue Ersatzlautsprecher ankauften, doch sie blieben bei ihrem Ergebnis.

Dennoch, mit meiner Anlage war ich nun zwanzig Jahre lang ganz zufrieden, und erst vor einem Jahr habe ich den Receiver durch einen neuen ersetzt. In den letzten Monaten haben die Boxen dann allerdings damit begonnen, seltsam zu knacken, und somit musste nun ein weiterer Teil neu gekauft werden. Dieses Mal habe ich gleich im Vorfeld nachgesehen, was die Tester zu sagen haben, und laut ihnen ist zurzeit Teufel das Produkt der Wahl. Diese Boxen wollen nun allerdings alle Test-Leser kaufen, was zu Lieferengpässen führte, und ich beschloss, dass mir der Testzweite auch gut genug ist.


Im Saturn hörte ich mir die Boxen an, bekam einen spontanen Preisnachlass von 100 EUR (der auch über das Entsetzen angesichts der Tatsache, dass Lautsprecher einzeln und nicht als Paar ausgepreist werden, hinweg half) und erfuhr, dass auch der Lautsprecherkabelkauf eine Wissenschaft für sich darstellt: Man kann Kupfer und Silber in den Drähten vermischen, um eine optimale Höhen- und Tiefenübertragung zu gewährleisten. Angeblich. Mal ganz zu schweigen von der beim Anschluss zu beachtenden korrekten Fließrichtung.



Seit gestern zieren nun, nach einem gewagten Cabrio-Transport im Februar, die riesigen Canton GLE 490-Boxen mein Wohnzimmer, wo sie in der Ausführung Mocca-Weiß sowohl mit der Einrichtung als auch mit den Katzen perfekt harmonieren. Letztgenannte wissen auch die Höhe der neuen Boxen zu schätzen und thronen gerne darauf. Ganz nebenbei kann ich nun auch wieder Musik hören, ohne dass es knackt oder auch mal einseitig schweigt, und der Klang ist exzellent.

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Nicht zuletzt, um diesen Blog mit Leben zu füllen, habe ich mich auf der Seite trnd.com angemeldet. Die User dort können sich als Tester ...

Neulich als ich Pizzatesterin wurde

Nicht zuletzt, um diesen Blog mit Leben zu füllen, habe ich mich auf der Seite trnd.com angemeldet. Die User dort können sich als Tester für verschiedene neue Produkte bewerben - meistens gibt es bei einer erfolgreichen Bewerbung das Produkt geschenkt und verschiedene andere Materialien zum Verschenken and Freunde. Als Tester teilt man trnd seine eigene Meinung zum Produkt mit und erhebt darüber hinaus die Eindrücke im Freundeskreis. Geld gibt es dafür keines, nur die Produkte und die Freude des Ausprobierens.



Seit meiner Anmeldung hatte ich zunächst nur Einladungen für Tests erhalten, die mich nicht sonderlich interessierten, aber kürzlich kam eine neue Bewerbungsaufforderung, der ich einfach nachgehen musste: Pizza! Und netterweise wurde ich, wie auch 5.999 andere, auch prompt aufgenommen.

Genauer gesagt geht es um eine neue Dr. Oetker-Tiefkühl-Pizza namens Tradizionale, die es seit Januar in den Läden gibt. Mein "Auftrag" besteht darin, die Pizzen (von denen mir maximal zehn erstattet werden) selbst zu essen und mit Freunden zu teilen, dabei soll ich sowohl meine eigene Meinung als auch die anderer festhalten. Dann bekomme ich noch Kühlschrankmagnetblöcke und Servietten zum Verteilen.

Viele meiner Mittester, das entnehme ich zumindest den Kommentaren im trnd-Portal, scheinen sich dafür entschieden zu haben, im Rahmen einer Pizzaparty alle zehn Pizzen auf einmal "zu verbraten". Ich dagegen werde wohl einige im kleinen Kreis selbst essen und andere Freunden geben, denn zehn Pizzen brauchen schließlich einige Testesser, und an furchtlosen Freiwilligen herrscht kein Mangel.



Übrigens gab es vor einiger Zeit schon einmal so einen Test, und zwar für die "Ofenfrische". Wenn man danach googlet, findet man noch etliche Berichte und Blogbeiträge von damals, was mich vermuten lässt, dass solche Werbeaktionen für Dr. Oetker äußerst gewinnbringend sind - auch wenn erst einmal 60.000 (!!!) Pizzen verschenkt werden.

Sobald ich meine erste Tradizionale gegessen habe, werde ich natürlich berichten, ob sie geschmeckt hat ... ich will hier schließlich keine unreflektierte Umsonst-Werbung betreiben, sondern (zumindest psdeudowissenschaftliche) Marktforschung!

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2010 scheint für mich zu einem Kinojahr zu werden, denn ich habe schon wieder einen Film gesehen: Sherlock Holmes .   Wie bereits bericht...

Adé, Karomütze!

2010 scheint für mich zu einem Kinojahr zu werden, denn ich habe schon wieder einen Film gesehen: Sherlock Holmes.

 

Wie bereits berichtet, kenne ich die Doyle-Romane nicht, folglich kann ich zu den in einigen Besprechungen erhobenen Vorwürfen, der Film sei zu actionreich, um der Buchvorlage gerecht zu werden, nichts sagen. Aber das hier schon: Mir hat er sehr gut gefallen. Die Handlung war spannend (und keineswegs so verworren, wie die Cinema meint), die Dialoge lustig, und es kam keine einzige Karomütze vor. Die Holmes-Watson-Zickereien geraten nicht ins allzu Lächerliche, und wie man den beiden angesichts dieses Films ohne großes Suchen schwule Untertöne attestieren kann, ist mir ein Rätsel. Die beiden mögen sich eben auf eine etwas zickigere Art.

Sehr beeindruckend ist auch das ausführlich gezeigte viktorianische London, etwa mit der noch nicht fertig gebauten Tower Bridge oder dem nur am Brunnen erkennbaren Piccadilly Circus. Ich ertappte mich das eine oder andere Mal bei dem Gedanken "So sah das also alles früher aus!", was natürlich großer Quatsch ist, aber doch sehr für die Qualität von Kulissen und CGI spricht. Das Ende des Films zielt extrem auf eine Fortsetzung ab: Die Figur Moriarty wird als neuer Gegenspieler sehr ähnlich eingeführt, wie der Joker am Ende von Batman Begins. Nun denn, ich zumindest möchte den zweiten Teil auch gerne sehen.



Immerhin eine literarische Parallele, wenn auch nicht zum Original, kann ich bieten: Der Roman The List of Seven (Sieben) von Mark Frost aus dem Jahr 1993 schildert die gruseligen Abenteuer des Arztes Arthur Conan Doyle bei der Aufklärung verschiedener mysteriöser Verbrechen. Die Parallelen zum Film sind zahlreich: Scheinbare Geistertaten haben eine meist weltliche Erklärung, wobei die Atmosphäre durchgehend mysteriös und spannend bleibt.

So vergleiche ich hier also Pastiche mit Verfilmung. Mir wird wohl doch nichts anderes übrig zu bleiben, als endlich mal einen der Originalromane zu lesen.

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Bei Platten vor Gericht wurde neulich dazu aufgerufen, seine Top 50 Platten des letzten Jahrzehnts zu wählen . Ziel der Sache ist es, durch...

Die 50 besten CDs des letzten Jahrzehnts

Bei Platten vor Gericht wurde neulich dazu aufgerufen, seine Top 50 Platten des letzten Jahrzehnts zu wählen. Ziel der Sache ist es, durch Abstimmung eine ultimative Liste zu erhalten. Natürlich hätte ich als generell Listen-Uninteressierte da nicht mitgemacht, auf den ausdrücklichen Wunsch eines einzelnen Herren hin musste ich aber trotzdem. Und nachdem ich mir nun schon unter Schmerzen meine Top 50 abgerungen habe, poste ich sie eben auch hier.

Falls jemand das hier liest und noch mitmachen möchte: Bei Platten vor Gericht freut man sich über weitere Listen!

  1. 2raumwohnung - Kommt Zusammen
  2. Kasabian - West Ryder Pauper Lunatic Asylum
  3. Evan Dando - Baby I'm Bored
  4. Sugababes - Angels With Dirty Faces
  5. Olli Schulz - Brichst Du mir das Herz dann brech ich Dir die Beine
  6. Slut - Nothing Will Go Wrong
  7. Maxïmo Park - Our Earthly Pleasures
  8. Ladytron - Witching Hour
  9. Nick Cave - No More Shall We Part
  10. The Mary Onettes - The Mary Onettes
  11. The Streets - A Grand Don't Come For Free
  12. Goldfrapp - Seventh Tree
  13. Interpol - Our Love To Admire
  14. Arctic Monkey - Whatever People Say I Am, That's What I'm Not
  15. The Pains Of Being Pure At Heart - The Pains Of Being Pure At Heart
  16. The Killers - Hot Fuss
  17. MGMT - Oracular Spectacular
  18. The Kooks - Inside In Inside Out
  19. Franz Ferdinand - Tonight: Franz Ferdinand
  20. Coldplay - A Rush Of Blood To The Head
  21. Kaiser Chiefs - Employment
  22. Amy Winehouse - Back To Black
  23. Art Brut - Bang Bang Rock And Roll
  24. The Organ - Grab That Gun
  25. Coldplay - Parachutes
  26. Get Well Soon - Rest Now Weary Head You Will Get Well Soon
  27. Arcade Fire - Funeral
  28. Placebo - Sleeping With Ghosts
  29. Goldfrapp - Felt Mountain
  30. The Notwist - Neon Golden
  31. Fischerspooner - #1
  32. The National - Boxer
  33. Ladytron - 604
  34. Polarkreis 18 - The Colour Of Snow
  35. Hello Saferide - Introducing ...
  36. Interpol - Turn On The Bright Lights
  37. Franz Ferdinand - You Could Have It So Much Better
  38. The Strokes - Is This It?
  39. Stars - In Our Bedroom After The War
  40. Morrissey - Ringleader Of The Tormentors
  41. Maxïmo Park - A Certain Trigger
  42. PeterLicht - Lieder Vom Ende Des Kapitalismus
  43. Tomte - Buchstaben Über Der Stadt
  44. Bloc Party - Silent Alarm
  45. Morrissey - You Are The Quarry
  46. Editors - An End Has A Start
  47. Franz Ferdinand - Franz Ferdinand
  48. Bloc Party - A Weekend In The City
  49. New Order - Get Ready
  50. Editors - The Back Room

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Schon wieder gibt es einen guten Grund ins Kino zu gehen - und wieder in 3D - zumindest nach dem 4. März, denn da läuft Tim Burtons neuestes...

Alice im Wunderland

Schon wieder gibt es einen guten Grund ins Kino zu gehen - und wieder in 3D - zumindest nach dem 4. März, denn da läuft Tim Burtons neuestes Werk an: Alice im Wunderland.

Die Geschichte des Films entspricht nicht der aus den Kinderbüchern von Lewis Carroll, sondern ist vielmehr eine Art Forsetzung: Burtons Alice ist mittlerweile 19 Jahre alt und besucht das "Wunderland" nicht zum ersten Mal - auch wenn sie sich an die vergangenen Besuche nicht erinnern kann. Nachdem es sich um einen Burton-Film handelt, spielen natürlich sowohl Johnny Depp als auch Helena Bonham-Carter mit. Mich persönlich freut darüber hinaus besonders die Rolle von Stephen Fry als die Grinsekatze, selbst wenn man ihn nicht sehen kann. Die Kombination von Echtfilm und CGI in Burton-Ästhetik passt in meinen Augen sehr gut zur Alice-Tradition. Und ich bin gespannt, wie echte, wenn auch verfremdete Schauspieler in der neuen 3D-Technik aussehen.

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Schon im vergangenen Jahr erklärte ich meine Absicht , den Film Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen zu sehen, und letztes Wochenende w...

Köttbullar - der Film

Schon im vergangenen Jahr erklärte ich meine Absicht, den Film Wolkig mit Aussicht auf Fleischbällchen zu sehen, und letztes Wochenende war es dann endlich so weit: Ich machte meinen 3D-Ausflug ins Schlaraffenland.



Leider hatten wir uns beim Kinobesuch für die Nachmittagsvorstellung entschieden, denn wer hätte es gedacht: In einem Kinderfilm befinden sich in der Kindervorstellung viele ... genau, Kinder! So konnten wir zwar ohne Sichtbehinderungen zur Leinwand sehen, hatten aber dafür einen durchgehenden, glockenhellen Voiceover-Kommentar aus der Reihe hinter uns.

Dabei zeigte sich interessanterweise, dass der Film gewissermaßen eine Erwachsenen- und eine Kinderhandlung hat, die jeweils mit ihren eigenen Witzen bestückt sind. Für Kinder ist das regnende Essen, insbesondere eine ganze Landschaft aus Speiseeis, besonders unterhaltsam und geradezu faszinierend, von der reichhaltig vorhandenen Slapstickszenen ganz zu schweigen. Aus Erwachsenenperspektive freute ich mich insbesondere am vermeintlichen Hightech-Labor des "Wissenschaftlers" Flint, von dem im Laufe des Films immer deutlicher wird, dass es größtenteils aus Spielzeug zusammengeschustert ist. Geradezu rührend fand ich auch eine Szene, in der Flint in Lebensgefahr schwebt und seinen Vater bittet, ihm schnell eine wichtige Datei vom Desktop seines Computers aufs Handy zu mailen. Der Vater müht sich verzweifelt ab, die ihm völlig rätselhaften Anweisungen umzusetzen und mailt schließlich triumphierend... ein Kätzchenvideo.


Wolkig... ist kein Meisterwerk wie Shrek, die Incredibles oder Oben, aber - Achtung, jetzt kommt eine grässliche Phrase - ein sehr unterhaltsamer Film für die ganze Familie. Und das im besten Sinne.

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Es gibt viele Gründe, die gegen die Anschaffung eines iPhones sprechen, und ich kenne sie alle: 1. Die Kosten. Ob man sich nun für einen ...

Konsum!

Es gibt viele Gründe, die gegen die Anschaffung eines iPhones sprechen, und ich kenne sie alle:

1. Die Kosten. Ob man sich nun für einen T-Mobile-Knebelvertrag entscheidet oder sein Gerät übers Ausland beschafft: Zahlen wird man in jedem Fall ein Vielfaches dessen, was ein in China gefertigtes Elektrospielzeug wert ist. Telefone mit denselben technischen Fähigkeiten bekommt man auch für die Hälfte des Geldes, und auch an denen verdienen ihre Hersteller sicher ganz gut.

2. Der Hype. Dann stellt sich noch die Frage, ob man bei diesem Apple-Hype-Quatsch mitmachen will. Steve Jobs erfindet den längst existierenden Tablet Computer, und plötzlich ist er neu? Wird er auch irgendwann die Gabel erfinden, und dann tun alle so, als hätten sie vorher mit den Händen gegessen? Gut, Steves Gabel wird natürlich besser aussehen, einige lustige Gimmicks haben und ein Vielfaches kosten.



3. Der Nutzen. Es mag Leute im Außendienst geben, die ihr Handy tatsächlich als Computer verwenden müssen. Ich dagegen sitze täglich acht Stunden vor einem Rechner mit Internetverbindung, und daheim erwartet mich dann mein Laptop mit WLAN. Muss man da unterwegs in der U-Bahn auch noch im Netz surfen können?

4. Die Gefahr. Wie unter "Kosten" bereits erwähnt wurde, sind iPhones sehr teure Spielsachen. Wenn man wie ich bereits ein Handy an eine Waschmaschine und ein weiteres "einfach so" verloren hat, sollte man sich nicht unbedingt dem Risiko aussetzen, bei Diebstahl oder Beschädigung des Minirechners verzweifelt Harakiri begehen zu müssen, weil man dermaßen viel Geld in den Sand gesetzt hat. Mal davon abgesehen, dass so ein iPhone für U-Bahn-Schläger irgendwie interessanter ist als ein antikes Nokia 3210.

Die Liste der Pro-Argumente existiert in meinem Kopf ebenfalls, aber sie ist recht kurz, wenig überzeugend und hat dennoch gewonnen, also kommen wir zum Wesentlichen: Ich hab's getan!

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