Das Hafen 2 in Offenbach ist eigentlich ausgesprochen nett -- und das sage sogar ich als gebürtige Frankfurterin. Man kann im Sommer auf de...

Flughafen im Bootshafen: Francis International Airport in Offenbach

Das Hafen 2 in Offenbach ist eigentlich ausgesprochen nett -- und das sage sogar ich als gebürtige Frankfurterin. Man kann im Sommer auf der Wiese liegen, Industrieromantik genießen und in den Main schauen, Kuchen essen, Bier trinken und hinterher die eine oder andere Indieband ansehen - und das alles, nachdem man sein Auto direkt vor dem Gelände geparkt hat. Wie Christoph und sein Kommentator Roland allerdings bereits feststellten, leidet das Hafen 2 an einem Problem sicherlich nicht: Überfüllung.


Als wir gestern Abend vorfuhren, um uns die junge österreichische Band Francis International Airport anzusehen, war also bereits klar, dass keine Menschenmassen auflaufen würden. Dennoch bangten wir im kleinen Konzertsaal ein wenig, ob die Zuschauerzahl noch die Dreißigermarke knacken würde. Sie tat es nicht. Dafür haben Francis International Airport als rein männliche Band aber einen anderen Vorteil: Gut 80 % des Publikums bestanden nämlich aus jungen Frauen, die auch nach dem Konzert noch lange blieben, um sich Poster signieren zu lassen und mit der Band zu sprechen.


Aber zurück zum Konzert: Etwas enttäuscht war die Band wohl schon über die geringe Zahl der Besucher, begrüßt wurden wir nämlich - durchaus freundlich - mit "Hallo, wie schön, dass es einige von euch hierher geschafft haben!". Einige Lieder später gab Sänger Markus Zahradnicek dann allerdings zu, dass die Band vor einiger Zeit bereits in Frankfurt aufgetreten sei, "es war aber keiner da!" -- dagegen mag dann Offenbach ein regelrechtes Erfolgserlebnis gewesen sein.


Leider gab es keine sichtbaren Setlisten, und so kann ich zur Songauswahl nur sagen, dass die Band Verschiedenes aus den beiden Alben "We Are Jealous. We Are Glass." und "In The Woods" spielte, und dass die besten Lieder - live wie auf CD - "Amnesiacs" und "Words On Logs" waren. Die Frage, ob denn jemand die Band schon kenne, beantwortete das Publikum mit verlegenem Schweigen, ich bin aber recht sicher, dass außer uns und der sehr begeisterten Dame vor uns sicherlich auch sonst vielen der Gäste das Songmaterial bereits bekannt war.


Und auch, wenn das Publikum erstens klein und zweitens (aus erstens bedingt) nicht sonderlich laut war, hätte man sich durchaus über seine zweite Zugabe gefreut - oder über eine erste, die mehr als ein Lied umfasst hätte. Aber dazu hatte die Band dann leider keine Lust mehr. Vielleicht spielen sie beim nächsten Besuch im Rhein Main Gebiet ja wieder woanders, es gibt ja noch zahlreiche weitere Städte, und dorthin kommen dann doppelt so viele Leute ... zu wünschen wäre es den Österreichern.

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Der Sommer 2010 war in mancherlei Hinsicht eine Enttäuschung: Sicher, es war ein paar Wochen lang warm (sogar so heiß, dass in meiner Wohnun...

Der große Brotaufstrich-Test: Sanfte Pistazie

Der Sommer 2010 war in mancherlei Hinsicht eine Enttäuschung: Sicher, es war ein paar Wochen lang warm (sogar so heiß, dass in meiner Wohnung eine Schmeißfliege brütete, aber das ist eine andere, wenig appetitliche Geschichte), aber lange dauerte diese Phase nicht, und so blieb, wie in so vielen Jahren, ein Großteil der Sommerkleidung ungetragen im Schrank.

Ein weiterer Makel war, dass meine Lieblingseisdiele plötzlich aufhörte, meine Lieblingseissorte Pistazie anzubieten. Ein paar Besuche lang sah ich mir das an, dann überwand ich mich, fragte nach und erhielt Antwort: Die Ernte der Pistaziensorte, die man bei Dulce zur Eisherstellung benutzt, sei 2009 recht schlecht gewesen, und deshalb habe man sich entschlossen, kein minderwertiges Produkt anzubieten, sondern ein Jahr lang mit der Pistazieneisherstellung auszusetzen.



Diese schlimme Phase ist nun zum Glück vorbei, und mein erstes Dulce-Pistazieneis 2011 wurde bereits verspeist.  In der Wartezeit konnte ich aber immerhin den Brotaufstrich "Sanfte Pistazie" kennenlernen.

Verblüfft war ich zunächst, auch angesichts der von Dulce geschilderten Pistazienkrise, von der Zutatenliste, denn der Aufstrich enthält zum einen 30 % Pistazien und zum anderen keine anderen, billigeren Nussprodukte zur Streckung (bei Eis werden hierfür sehr gerne Mandeln verwendet). Für die grüne Farbe wurde mit Farbstoff nachgeholfen, aber zumindest Aromen sind nicht enthalten.


Und wie schmeckt die grüne Creme? Ziemlich gut! Es ist zunächst ungewöhnlich, sich etwas Grünes aufs Frühstückscroissant zu schmieren, aber der Pistaziengeschmack ist lecker und hat dazu geführt, dass die Sanfte Pistazie als bislang erster Rewe-Aufstrich dieser Serie nachgekauft wurde. Komischerweise setzte sich übrigens beim ersten Glas oben etwas grünes Öl ab, während das beim zweiten nicht passiert.

Wer gerne Pistaziengeschmack mag und sich grundsätzlich vorstellen kann, ein Pistazienbrot zu essen, wird von dem Aufstrich sicher nicht enttäuscht werden.

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Wieder eine Geschichte aus meiner Oberstufenzeit: Als nach einem Jahr mit dem unmotiviertesten Lehrer der Welt die Mitglieder meines Grun...

Bücherfragebogen (21): Das blödeste Buch, das du während der Schulzeit als Lektüre gelesen hast



Wieder eine Geschichte aus meiner Oberstufenzeit: Als nach einem Jahr mit dem unmotiviertesten Lehrer der Welt die Mitglieder meines Grundkurses zwar nicht ihren Lebenswillen, aber zumindest ihr Restinteresse an der englischen Sprache und Kultur erfolgreich verloren hatten und den Kurs folglich abwählten, blieb ich alleine übrig: Als einzige Abiturkandidatin des Kurses wechselte ich in den Parallelkurs, und siehe da, die neue Lehrerin war ganz nett.

Nur bei der Auswahl ihrer Unterrichtslektüren hatte die Frau kein gutes Händchen, wir lasen nämlich einen grässlichen Kitschroman namens Daddy Long-Legs. Das Buch aus dem Jahr 1912 enthält die fiktiven Briefe eines Waisenmädchens an ihren ihr unbekannten Gönner, der ihr ein Literaturstudium finanziert. Sie muss ihm als Bedingung ihres "Stipendiums" monatlich schreiben, kennt aber weder seine Identität, noch bekommt sie Antwortbriefe. Dennoch erfüllt sie die Briefaufgabe mit großer Begeisterung und erzählt dem anonymen Wohltäter alles aus ihrem Leben. Dann verliebt sie sich in einen wohlhabenden jungen Mann, von dem sie dem Gönner in ihren Briefen erzählt, und - Überraschung! - der junge Mann ist gleichzeitig die Person, der sie all die Briefe geschrieben hat.

Zugegebenermaßen fehlte mir als 18jähriger möglicherweise das Verständnis dafür, dass die Ich-Erzählerin für das Jahr 1912 extrem emanzipiert ist und auch jede Menge für ihre Generation ungewöhnliche Dinge tut. Ich empfand die Geschichte als erzählerisch misslungen, vor Kitsch triefend und absolut vorhersehbar.

Mit meinem vernichtenden Urteil stehe ich allerdings recht allein da, denn der Roman wurde mehrfach verfilmt und als Pastiche in andere Kulturkreise übertragen. Ich kann ihn trotzdem nicht leiden, so.

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Erinnert sich jemand an M. Walking on the Water? Zum Ende meiner Schulzeit hatte diese deutsche Indieband eine gewisse Berühmtheit, mir war ...

U. bei M. in W.: M. Walking on the Water in Weinheim

Erinnert sich jemand an M. Walking on the Water? Zum Ende meiner Schulzeit hatte diese deutsche Indieband eine gewisse Berühmtheit, mir war allerdings nicht bekannt, dass es die Krefelder Band immer noch beziehungsweise wieder gibt – dieses Jahr erschien sogar nach 14 Jahren Unterbrechung ein neues Album, Flowers for the Departed.



Mein Freund ist aber ein Kenner und Fan der Band, weshalb wir uns gestern Abend von Frankfurt aus auf den Weg nach Weinheim machten, einem kleinen Ort im Odenwald, der relativ nahe an Heidelberg und Mannheim liegt und als Hauptattraktion über zwei Burgen verfügt. Plakate vor Ort verwiesen auf die beiden Hauptattraktionen im April: Das M. Walking on the Water-Konzert und eine Auto-Stuntshow.



Bei unserer Ankunft am Veranstaltungsort Café Central waren wir zunächst besorgt: Die Kneipe mit angrenzendem Konzertraum war recht leer, und bei den 20 Minuten vor Konzertbeginn Anwesenden musste man sich fragen, ob sie überhaupt wegen des Konzertes gekommen waren oder vielleicht nur einfach ein Bier trinken wollten.



Immerhin, in den folgenden Minuten füllte sich der kleine Konzertsaal dann doch noch merklich, aber als M. Walking on the Water, allesamt in heller Kleidung (und im Fall von Sänger Markus Maria Jansen in einem handbeschriebenen Anzug) die mit rotem Samtvorhang und Lichterkette ausgestattete und mit vier „Metronomglühbirnen“, einem Markenzeichen der Band, dekorierte Bühne betraten, erklang keinerlei Applaus. Seltsam, diese Weinheimer.

Die Band eröffnete das Konzert mit zwei neuen Titeln, bevor sie mit „Adventures and Narrations“ und „Linda Lee“ die ersten „Klassiker“ einstreuten. Spätestens bei Erklingen der alten Single „Holy Night of Rosemarie“ zeigte sich jedoch, dass wir uns in unseren Mitgästen gründlich geirrt hatten, diese konnten nämlich zu einem Großteil mitsingen und zeigten auch bei den anderen älteren Liedern im Gegensatz zu mir beeindruckende Textsicherheit.



Die größte Begeisterung im Hauptteil, der acht Lieder vom neuen Album enthielt, lösten allerdings ältere Titel, wie das instrumentale „Melitaah“ vom 1988er Debütalbum aus, bei dem auch erstmalig die schwingenden Glühlampen ihren Einsatz fanden und ein einzelner Fan einen Pogo versuchte.

Die Band war angesichts der Begeisterung des kleinen Publikums sichtlich gerührt, allerdings auch relativ wortkarg. Während Jansen zum Baden-Württembergischen Wahlergebnis gratulierte und anbot, für alle übers Mikrophon an der Bar Getränke zu bestellen, blieb Mike Pelzer, der zweite Sänger, der zwischen Gitarre, Mundharmonika, Keyboard und Akkordeon wechselte, ziemlich wortkarg. Ansonsten ging die Kommunikation nicht weit über Liedansagen hinaus („Jetzt kommt ein Song von unserer letzten Platte – also der von vor 14 Jahren...“).



Nach dem Hauptteil folgten noch drei Zugaben mit jeweils zwei Liedern, wobei die fürs Publikum gut sichtbar angebrachten Setlisten nicht allzu streng befolgt wurden. So begann die erste Zugabe aus Zuschauerruf hin spontan mit „Necessary“ („Mal sehen, ob wir das hinbekommen...“), dann folgte „Soldier of Love“. Im Rahmen des zweiten „Zugabenblocks“ gab es nach dem lautstark geforderten „Poison“ während „Party in the Cemetery“, als Jansen und Pelzer bereits die Bühne verlassen hatten, auch noch Instrumentalsoli von Schlagzeuger Martell Beigang, der ein wenig mit der Reaktion des Publikums haderte („Ich spiel’ mir hier den Arsch ab...“), Bassist Konrad Mathieu, der „Popcorn“ in sein Solo einstreute, und Violinist Axel Ruhland.



Nach 2 Stunden Konzert folgte noch „Love is on your Side“, vielleicht das Highlight vom neuen Album, das viele Fans während vorheriger Konzerte noch vermissten. Absoluter Höhepunkt, zumindest für meinen Freund, war jedoch der letzte Song: Markus Maria Jensen erzählte, er sei auf der Toilette Fans, die extra aus Brilon angereist seien, begegnet, und widme ihnen und einigen anderen und eigentlich allen nun den nächsten, wiederentdeckten Song. Es folgte der alte Publikumsfavorit „Willy“, den die Band viele Jahre lang auch nicht auf lautstarken Wunsch gespielt hatte und der auch auf keinem Album zu finden ist.

Setliste:

Sundownraft
Dust in the Suitcase
Adventures and Narrations
Linda Lee
Questionmark
Glitter
The holy night of Rosemarie
Sing Sally
Melitaah
Twist your head
Fis
Keep a file on
Misery
Candleblue
Anymore
Soulmouth
Bury me upright
Pink pinks

Necessary
Soldier of Love

Poison
Party in the Cemetery

Love is on your side
Willy

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Testobjekt Nummer zwei in dieser hochspannenden Aufstrich-Testreihe ist eine weiße Creme, die nach weißer Schokolade schmecken soll. "S...

Der große Brotaufstrich-Test: Cremige Erfüllung

Testobjekt Nummer zwei in dieser hochspannenden Aufstrich-Testreihe ist eine weiße Creme, die nach weißer Schokolade schmecken soll. "Schmecken soll" schreibe ich, denn wenn man sich die Zutatenliste durchliest, fällt auf, dass keine Schokolade und auch keine Kakaobutter enthalten ist. Der Geschmack entstammt also allein der Zutat "Aroma", was mich von Anfang an skeptisch stimmte.



Im Test erwies sich die Creme als angenehm streichfähig, ihr Geschmack führte aber nicht zu Begeisterungsstürmen - weiße Schokolade schmeckt nun einmal im Wesentlichen süß, und so ist das mit diesem Aufstrich eben auch. Für Fans von Milchcremes wie "Schoko Mac" zu empfehlen, für alle anderen gibt es Besseres.



Die Rewe-Kunden scheinen das allerdings anders zu sehen, im Websiteranking der "Rewe Feine Welt"-Produkte landet Cremige Erfüllung nämlich auf Rang 4. Das entspricht dem Platz, den sie bei uns erreicht, das aber bei der Gesamtzahl von vier getesteten Produkten ...

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Der Frankfurter Stadtteil Hausen hat seit dem kürzlichen Wegzug der Deutschen Börse nun noch weniger zu bieten, lediglich die Brotfabrik sch...

Die Band wird nach Unterzeichnung Ware ihrer Show!! - Stornoway in der Frankfurter Brotfabrik

Der Frankfurter Stadtteil Hausen hat seit dem kürzlichen Wegzug der Deutschen Börse nun noch weniger zu bieten, lediglich die Brotfabrik schafft es noch, Menschen aus anderen Vierteln und gar Städten anzuziehen. Und diese strömten gestern zur Abwechslung einmal reichlich: Stornoway aus Oxford spielten auf und waren offensichtlich vielen bekannt - da ergaben sich so ganz andere Eindrücke als beim deprimierend leeren Konzertsaal, den Gruff Rhys kürzlich hatte bespielen müssen.

Die junge Band hat erst ein Album, und nachdem auch keine zusätzliche Vorband angekündigt war, sah alles nach einem kurzen Abend aus. Die Zeit bis zum nicht allzu pünktlichen Konzertbeginn konnten wir uns am Merchandise-Stand vertreiben, denn dort gab es zwar noch keine Waren, aber ein höchst amüsantes Schild auf Deutsch.



Dann betrat die Band die Bühne und spielte zuerst "I saw you blink". Sänger Brian Briggs erklärte uns danach, wie er sich den Rest des gemeinsamen Abends vorstellte: Zunächst würde die Band einige Lieder spielen, dann werde man für etwa 15 Minuten unterbrechen, um anschließend in einem "unplugged" Teil weitere Songs zum Besten zu geben. Wobei diese Erklärung so behutsam abgegeben wurde, dass man als Publikumsmitglied tatsächlich den Eindruck hatte, man könne bei Missgefallen dieses Plans jederzeit widersprechen.



Wir widersprachen aber natürlich nicht und lauschten zunächst dem "normalen" Set, das auch immer wieder von Liederklärungen und auch Frankfurt-freundlichen Kommentaren Brians unterbrochen wurde. Er lobte Sachsenhausen, den Main, Apfelwein, gar Grüne Soße, all dies klang aber einfach nur freundlich und keineswegs tourneemäßig anbiedernd. Er zog auch komplexe Vergleiche zwischen dem bei einer früheren Tournee besuchten Wiesbadener "Schlachthof" und der nun aufgesuchten "Brotfabrik" und denkt nun offenbar, dass alle deutschen Veranstaltungsorte irgendetwas mit Nahrungsproduktion zu tun haben müssen.

Neben der Freundlichkeit beeindruckte die Intrumentevielfalt: Neben den klassischen Bandinstrumenten Gitarre, Schlagzeug, Bass, Keyboards beherrschte jeder noch etwas anderes (im ersten Teil des Konzerts fanden auch nicht weniger als zwei Sägen musikalischen Einsatz), und so wurden im nun folgenden Akustikteil auch ein Cello, ein Kontrabass, ein Triangel und zuletzt ein Banjo eingesetzt, ebenso nutzte die Band ein bereits auf der Bühne vorhandenes Klavier. Viele dieser Instrumente spielte Jon Ouin, aber bei nur einem Instrument blieb auch sonst niemand.



Als auch der Unplugged-Teil vorbei war, riefen die Frankfurter ungewohnt begeistert nach Zugaben, das viele Lob (auch unser stilles Zuhören wurde gepriesen) hatte sich also gelohnt. Und so bekamen wir noch die Zugaben "The end of the movie" und "We are the battery human" und hätten auch noch nach mehr verlangt - die Band kehrte aber nun nicht mehr zurück, möglicherweise war ihr Songmaterial nun  einfach endgültig aufgebraucht.



Setliste (via Burgherr):

* I Saw You Blink
* When You Touch Down From Outer Space
* Beachcomber's Windowsill
* On The Rocks
* Long Distance Lullaby
* Here Comes the Blackout
* Watching Birds
* November Song (Akustisch)
* The Coldharbour Road (Akustisch)
* Fuel Up (Akustisch)
* Boats And Trains (Akustisch)
* Zorbing (Akustisch)
* The end of the movie (Akustisch, Zugabe)
* We Are the Battery Human (Akustisch, Zugabe)

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Die Supermarktkette Rewe hat nicht nur das Rhein-Main-Gebiet fest im Griff, sie versucht sich mit der Marke "Rewe Feine Welt" auch...

Der große Brotaufstrich-Test: Spekulatius Glück

Die Supermarktkette Rewe hat nicht nur das Rhein-Main-Gebiet fest im Griff, sie versucht sich mit der Marke "Rewe Feine Welt" auch als Delikatessenhändler. Die Produkte variieren zwischen "überteuert und überflüssig" (Fertigtortellini) und "wirklich gut" (Kürbissuppe), teuer sind sie aber alle.



Bei einem kürzlichen Einkauf stach mir im Nutellaregal eine ganze Palette neue Brotaufstriche ins Auge. Hinter blumigen Namen wie "Dunkles Geheimnis" und "Cremige Erfüllung" verbergen sich Aufstriche in den Geschmackrichtungen Karamell, weiße Schokolade, dunkle Schokolade, Spekulatius, Pistazie und Kokosnuss, alle in einem Preisrahmen von € 1,49 bis 1,99 für ein 200-Gramm-Glas. Schnell wanderten alle Sorten außer Kokosnuss und Dunkle Schokolade (beide meinem Mittester nicht vermittelbar) in den Einkaufskorb.



Zuerst haben wir die Sorte "Spekulatius Glück" probiert. Die fast allen Rewe Feine Welt-Produkten beigefügte Minibroschüre erklärte, dass Spekulatius und der darin enthaltene Zimt lediglich in Deutschland eine Weihnachts-Konnotation hat und in anderen Ländern das ganze Jahr über genossen wird. So wohl auch in Holland, denn daher stammt dieser Aufstrich, angeblich aus einem kleinen Familienbetrieb.


Zu dem als Unterlage gewählten Croissant passte die hellbraune Spekulatiuscreme sehr gut, da sie allerdings deutlich fester als Nutella war, ließ sie sich auf diesem weichen Grund nicht sonderlich gut verstreichen. Das Geschmackserlebnis war aber exzellent und harmonisch. Da hat Rewe etwas Gutes eingekauft, und vor allem ein Produkt das man so sicherlich nirgendwo anders erwerben kann. Ich habe eine neue Option für ein süßes Frühstück gefunden - auch außerhalb der Weihnachtszeit.

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Ich kann mir ja eigentlich nicht so richtig vorstellen, dass irgendjemand in Europa die Lindt-Osterprodukte noch nicht kennt - an den Hasen ...

Kunst am Hasen

Ich kann mir ja eigentlich nicht so richtig vorstellen, dass irgendjemand in Europa die Lindt-Osterprodukte noch nicht kennt - an den Hasen kommt man ja im Frühjahr wirklich nicht vorbei, und ich kenne sie auch schon aus meiner Kindheit.

Dennoch hat Lindt wohl Angst, dass einige von uns überhaupt nicht aufgepasst haben könnten, und diese Installation im Frankfurter Hauptbahnhof aufgehängt. Der Riesenhase ist 6 Meter hoch, besteht aus fast 6000 an der Decke aufgehängten Glöckchen und gefällt mir ausnehmend gut. Auch wenn ich Schokolade so ziemlich auf jede Art lieber esse als in Hohlkörperform.

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Letztes Jahr gab es ja bereits meine beiden gnadenlosen Produkttests von Tiefkühlpizza und der Welt Kompakt . Seitdem kamen nur noch wenig ...

Wir testen wieder

Letztes Jahr gab es ja bereits meine beiden gnadenlosen Produkttests von Tiefkühlpizza und der Welt Kompakt. Seitdem kamen nur noch wenig Angebote, und die interessierten mich dann nicht sonderlich - oder aber, ich bekam das Projekt nicht. Vor einigen Wochen rief trnd aber dazu auf, sich für einen Katzenfuttertest zu melden, und da konnte ich natürlich nicht nein sagen - und hatte mit meiner Bewerbung auch prompt Erfolg.

Knusper knusper

Nun besitze ich einen großen Karton mit Trockenfutterproben der Marke Perfect Fit - das Futter kommt aus dem Hause Waltham / Mars, was bedeutet, das es letztlich aus derselben Fabrik stammt wie Whiskas, Sheba, Kitekat, Royal Canin und sicherlich noch einiges anderes. Perfect Fit hat dabei das Konzept, für jeden Katzentyp eine eigene Sorte anzubieten, also Futter für Wohnungskatzen, Katzenkinder, kastrierte Katzen, Katzensenioren ... und von all diesen Sorten habe ich jetzt kleine 50g-Tütchen.

Elmo und Kami bekommen im Alltag hauptsächlich Nassfutter, was ich auch für wichtig halte, und viele ihrer Futtersorten stammen aus der Tierhandlung, nicht aus dem Supermarkt. Insbesondere das wenige Trockenfutter, das die beiden bekommen, kaufe ich eigentlich immer im Fachhandel - jahrelange Internetforenlektüre hat mich davon überzeugt, dass Trockenfutter a) nicht sonderlich gut für Katzen ist und b) wenn schon, dann von allerbester Qualität sein sollte. Und so gibt es bei U.s als Trockenware zurzeit normalerweise ein eher obskures Produkt namens Acana - angeblich besonders fleischhaltig und getreidearm.

Das weckt sogar die Schwester ...

Ob Supermarkttrockenfutter nun wirklich schlechter für die Katz' ist, weiß ich natürlich nicht - die Stiftung Warentest zumindest hat nichts dagegen. Für den Zeitraum eines Tests bin ich in jedem Fall bereit, den beiden Perfect Fit zu geben. Und was soll ich sagen? Gerade fühle ich mich wie eine Mutter, die ihren Kindern bislang stets Dinkelstangen als "Süßigkeit" angeboten hatte - und deren Kinder nun nach Besuch ihres ersten Kindergeburtstags nun einige Fragen dazu haben, wieso es daheim denn eigentlich nie die leckere Capri Sonne gibt.

... die erst beim nächsten Beutel wieder gestört werden möchte ...

Elmo und Kami finden Perfect Fit nämlich richtig klasse. Päckchen Nummer 1 für normale Katzen haben sie auf eineinhalb Tage weggeputzt und dafür das Nassfutter stehen lassen. Und als ich vorhin Päckchen Nummer 2 (kastrierte Katzen) öffnete und als Nachmittagssnack anbot, wurde sofort eifrig geknuspert und nichts (freiwillig) übrig gelassen.

Danach konnte man sich wieder dem extra unterbrochenen Nachmittagsdämmern widmen, aber eines ist nun klar: Kami und Elmo würden Perfect Fit kaufen, und nicht diese doofen Dinkelstang...  Acana.

Verdauungsnickerchen

Mag noch jemand mittesten? Ich habe noch einen Haufen Proben, und soo viele Katzenbesitzer kenne ich gar nicht. Man muss nur einen sehr kurzen Fragebogen ausfüllen.

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Das waren noch Zeiten, als ich die Leserschaft nur mit Nagellack-Überlegungen langweilte! Nehmt das, heute geht es um Katzenklos! Diese ma...

Das iKatzenklo

Das waren noch Zeiten, als ich die Leserschaft nur mit Nagellack-Überlegungen langweilte! Nehmt das, heute geht es um Katzenklos!

Diese machen ja angeblich die Katze froh, in Wirklichkeit stehen zumindest meine beiden diesem Thema äußerst gleichgültig gegenüber (wenn auch zum Glück seit vielen Jahren stubenrein). Ich dagegen habe nun seit etlichen Jahren zwei von den Dingern in der Wohnung, eines ganz klassisch im Bad, das andere im Arbeits-/Gästezimmer. Eine Verschönerung stellen beide nicht dar, und es kommt hinzu, dass Katz' bei jedem Sprung aus der Plastikschale eine kleine Menge Streu davor verteilt, was dann im Laufe einer Woche zu einem gewissen Strandeffekt in der ganzen Wohnung führt. Das ist weder angenehm noch appetitlich, noch lässt es sich leider ganz vermeiden.

Kürzlich warb der Tier-Onlineshop meines Vertrauens aber mit einer Neuheit im Toilettenbereich, die zum einen besser aussieht als man das gewöhnt ist und zum anderen dafür sorgen soll, dass die Streu dort bleibt, wo sie sein soll. Die Firma Modkat bietet ein Modell, das einerseits recht schlicht-schick aussieht und zum anderen die Miez' dazu zwingt, von oben einzusteigen - was dazu führt, dass sie beim Verlassen des "Eimers" wenig Streu mitnehmen kann. Da der "Deckel" außerdem ein Sieb ist, streift sie sogar die Pfoten ein wenig ab.

Schade, dass die modern cats nicht lesen können.


Mich reizte allerdings vor allem die Optik - gerade im Gästezimmer finde ich eine Katzentoilette, die designtechnisch geradezu von Apple sein könnte, um einiges attraktiver als mein bisheriges Modell vom Penny-Markt. Leider fällt allerdings auch der Preis in die Apple-Kategorie - und das für etwas, wo die Katze im wahrsten Sinne des Wortes drauf kackt. Dennoch, mein Ästhetikempfinden siegte, und ich bestellte das Teil.

Lustiger Aufkleber als Gratisbeigabe

Beim Auspacken zeigte sich das Produkt weiterhin Apple-affin stylish, und die Handhabung, mit deren Details ich Nicht-Katzenbesitzer nicht langweilen will, ist auch recht gut durchdacht. Blieb die Frage: Was sagen die zukünftigen Nutzerinnen dazu?

Elmo und Kami fanden zunächst (natürlich) den Karton am besten, aber auch die neue Höhle wurde recht zügig erforscht - und dann letztendlich auch benutzt. Bislang ist das teure Teil also ein voller Erfolg und kann als die etwas augenfreundlichere Katzenklo-Lösung für Wohnräume empfohlen werden.

Am Bildrand eine skeptische Katze

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