My Year In Lists (4)

U.
Schuhe

2011 war für mich im Grunde kein großes Schuhkauf-Jahr. Bis in den November hinein dachte ich, ich würde überhaupt keine Top 5 zusammen bekommen, aber dann hat es doch noch geklappt. Die wenigen gekauften Paare waren allerdings alle eher auf der teuren Seite - dabei waren sie allesamt reduziert.

5. Stiefeletten von Halston Heritage. Mein erster Kauf bei The Outnet, einem Onlineshop, der sage und schreibe vier meiner Top 5-Paare verantwortet. Eher ein Hosenschuh - und einer, bei dem man ein Ersatzpaar dabei haben sollte.




4. Pumps von Buffalo. Die Erkenntnis, dass ich in etwas weniger hohen Pumps ohne größere Probleme einen ganzen Tag bestehen kann, führte zu dieser Anschaffung. Hat sich bewährt.



3. Pumps von Calvin Klein Collection. Der Erfolg von Platz 4 führte zu diesem sehr ähnlichen, aber spitzen Paar. Fast wegreduziert.



2. Stiefeletten von Tory Burch. So weit zu vernünftigen Absatzhöhen - diese Dinger sind wirklich ziemlich hoch, und der Keilabsatz macht sie auch nur marginal bequemer. Aber so hübsch!



1. Pumps von Giuseppe Zanotti. Tja, gewissermaßen mein Bally-Kauf 2011. Und auch, wenn diese Pumps "Anlass-Schuhe" sind, mit denen man schlecht mal eben ins Büro marschieren kann, und selbst reduziert eher kein Schnäppchen waren, mag ich sie wirklich sehr gerne. Und die Büro-Weihnachtsfeier überstand ich in ihnen überraschend gut. Jetzt muss ich nur noch mehr Anlässe finden, sie zu tragen.

My Year In Lists (3)

U.
Alben

5. Apparat - The Devil's Walk



4. Danger Mouse & Daniele Luppi - Rome



3. Chapel Club - Palace



2. Kasabian - Velociraptor!



1. The Vaccines - What did you expect from The Vaccines?

My Year In Lists (2)

U.
Fernsehserien

Skandal! Eigentlich kämen heute die Filme dran - so war das letztes Jahr und auch vorletztes. Leider habe ich dieses Jahr aber unheimlich viel im Kino verpasst und versuche immer noch, mittels DVDs aufzuholen. Jeder Extratag könnte also meine Top 5 in dieser Kategorie verändern. Bei den Serien dagegen steht alles: Hier besteht lediglich das "Problem", dass die Top 3 allesamt so toll waren, dass ich den ersten Platz auch dreimal vergeben könnte.

5. The Big Bang Theory



Klar, was Sheldon, Leonard und Co. so verzapfen, ist irgendwie ziemlich schematisch. Dennoch sind die Figuren so liebevoll gezeichnet und ihre Alltagskatastrophen so lustig, dass mich auch die vierte Staffel wieder fesselte und meine Dienstage versüßte.

4. True Blood



Im deutschen Fernsehen lief dieses Jahr zuletzt Staffel 3, ich sah aber bereits die vierte. Für True Blood-Verhältnisse ist ein vierter Platz in meinen Jahrescharts geradezu ein Absturz, dabei gefiel mir diese Staffel wieder deutlich besser als die vorherige. Das liegt aber nicht an der Qualität der Geschichten aus Bon Temps, sondern an der Güte der diesjährigen Konkurrenten. Ich bin schon gespannt auf die nächste Staffel, und darauf, ob xy wirklich tot bleibt.

3. Mad Men



Dieses Jahr drang ich bis einschließlich Staffel drei vor (auf DVD, hierzulande kommt die Serie ja unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf ZDFneo) und bin auch hier bereits gespannt, wie es weiter geht. Faszinierend ist und bleibt, dass im Grunde genommen keiner der Angestellten von Sterling Cooper sonderlich sympathisch ist, und dennoch fühlt und leidet man mit ihnen.

2. Sherlock



Die Neuumsetzung der Sherlock Holmes-Romane in der Gegenwart begeisterte mich so, dass ich hier bereits darüber schrieb. 2012 kommt endlich die neue Staffel, die aber leider wieder ganze drei Folgen haben wird.

1. Game of Thrones



Eine echte Überraschung auf Platz 1: Als ich erstmalig darüber las, dass der US-Sender HBO eine Fantasy-Buchserie verfilmt, deren verwobene Geschichten komplex und deren Charakterfülle beachtlich sei, dazu noch angesiedelt in einem Phantasiemittelalter mit Drachen, schüttelte ich nur den Kopf: All das ist in meiner Vorstellung nun wirklich ganz und gar nicht mit einer Serie vereinbar, die mich faszinieren könnte. Dann sah ich die erste Szene der ersten Folge und war süchtig. Ups.



Außer Konkurrenz, da nicht abgeschlossen:


In den USA gibt es seit diesem Jahr wieder eine Fernsehserie mit Sarah Michelle Gellar: Ringer erzählt von zwei ungleichen Zwillingsschwestern, bei denen die eine auf der Flucht ist und als Tarnung die Rolle - und das Leben - ihrer vermeintlich toten Schwester übernimmt. Wobei sich natürlich herausstellt, dass das neue Leben keineswegs weniger gefährlich ist als das zurück gelassene alte. Die Serie ist insgesamt schlechter als meine hier aufgelisteten Top 5, weil die Geschichte in meinen Augen häufig unlogisch verläuft. Immerhin ist das Ganze aber spannend genug, um mich bei der Stange zu halten.

My Year In Lists (1)

U.
Konzerte

Ich dachte früher, dass es bei den meisten Bands reicht, sie einmal im Leben gesehen zu haben. Häufig stimmt das ja, aber ähnlich wie bei Fernsehsendungen gilt auch: "What's worth sitting through once is worth sitting through twice." Dieses Jahr sah ich aber Hundreds zweimal (beim Maifeld Derby Festival und später im Jahr in der Brotfabrik) und Noel Gallagher sogar zweimal am selben Tag.

Auch 2011 habe ich von allen genannten Konzerten berichtet - die Blogeinträge sind jeweils verlinkt.

5. The Pains Of Being Pure At Heart, 9. Juli 2011, Luxor Köln



4. Coldplay, 20. Dezember 2011, Festhalle Frankfurt



3. Hundreds, 14. November 2011, Brotfabrik Frankfurt



2. Noel Gallagher's High Flying Birds (Soundcheck), 4. Dezember 2011, Palladium Köln



1. Morrissey, 30. Juli 2011, Vicar Street Dublin





Sonderplatz für den skurrilsten Konzertabend des Jahres und möglicherweise meines Lebens (und bei manchen Bands reicht ein einziges Konzert eben doch völlig aus):

Whipping Boy, 29. Juli 2011, Hillgrove Hotel Dingle

Hör mal, DHL!

U.
Manchmal glaube ich, Du quälst mich bewusst, damit ich mal wieder einen dieser jammerigen Blogeinträge verfasse. Und weißt du was? Kannst Du haben.

August 2011:


Ich schicke ein Geburtstagspäckchen an meine Nichte in Berlin. Die Packstation, an der ich es aufgebe, funktioniert nicht so richtig, wenig später bestätigen sich meine Befürchtungen, als nichts ankommt. Immerhin erklärst Du Dich bereit, mir die Sendungsnummer mitzuteilen und führst, obwohl Päckchen nicht versichert sind, einen Nachforschungsauftrag durch. Ergebnis: Päckchen definitiv verschwunden. Wochen später bedankt sich meine Schwester für das neue Päckchen. Ich habe aber noch kein neues losgeschickt. Mein altes ist nach sechs Wochen Reise und offiziellem Verschwundensein doch noch, wenn auch leicht lädiert, angekommen.

November 2011:


Mein Freund schickt mir einen Adventskalender inklusive Nikolauspräsent als Päckchen. Ich bekomme nichts. Anfang Dezember warte ich erst gespannt, dann resigniert und später überhaupt nicht mehr. Es wäre ja auch irgendwie überflüssig für Dich, Dein neues Produkt "Päckchen mit Sendungsverfolgung" anzubieten, wenn die regulären Päckchen ankämen, denke ich mir. Aber am 17. Dezember erhalte ich einen "holen Sie Ihre Paket bitte in der Filiale ab"-Zettel, was ich am 19. Dezember auch tue. Es ist der Adventskalender, den ich so fünf Tage vor Ende des Advents erhalten habe. Drei Wochen Laufzeit von Koblenz nach Frankfurt. Respekt, DHL!

Auch diesem Päckchen kann man ansehen, dass es im Laufe seiner Reise so einiges erlebt hat. Die Absenderadresse wurde von irgendjemand energisch durchgestrichen, die Postleitzahl von richtig in falsch und dann wieder in richtig geändert, außerdem ein großes "Oberursel" dazu gekrakelt. Die Schachtel sieht auch aus, als hätte jemand darauf gesessen, ein bisschen offen ist sie ebenfalls. Immerhin kann ich aber am 19. Dezember die Adventskalendernummern 1 bis 19 auf einmal essen und somit meine Weihnachts-Süßigkeitenaufnahme zeitlich optimieren.



Dezember 2011:


Ich bekomme eine E-Mail von Dir, weil in der Packstation eine Sendung für mich eingegangen sei. Die in der Mail genannte Packstation befindet sich in Kaarst. Selbiges liegt bei Neuss und ca. 250 km von meinem Wohnort entfernt. Ich nehme stark an, dass es sich einfach um einen Fehler von Dir handelt. Denn sollte es tatsächlich um ein an mich gerichtetes Paket gehen, könnte hier von "Zustellung" ja wohl nur sehr entfernt die Rede sein. Das wäre nicht einmal das richtige Bundesland!

Eines muss man aber sagen: Es bleibt immer aufregend mit Dir. Ich bin schon gespannt, was wir 2012 so miteinander erleben werden.

Alles so schön bunt hier: Coldplay in der Frankfurter Festhalle

U.
Coldplay und ich haben eine etwas holprige gemeinsame Vergangenheit. Erstmals aufmerksam wurde ich auf Band zu "Yellow"-Zeiten, und damals hatte ich den Eindruck, dass man versuchte, die Lücke zu schließen, die Radiohead mit ihrer Abkehr von "einfacher" Musik hinterlassen hatten. Die ersten beiden Alben gefielen mir sehr gut, dann wurde ich mit dem dritten vergrault und legte die Band irgendwo unter "belangloser Stadionpop" ab. In den letzten Jahren kamen dann aber wieder ein gutes Album, außerdem überzeugte mich Chris Martins schmerzfreier Gastauftritt in der britischen Serie Extras davon, dass er wahrscheinlich ein Netter ist. Doch dann kam das aktuelle Album, mit dem ich ganz und gar nicht warm werden kann. Die im Fernsehen übertragene diesjährigen Glastonbury- und Rock-am-Ring-Auftritte war dann wiederum ganz schön.


Was konnte man also von einem Konzertbesuch erwarten? Ich war gespannt und suchte zum ersten Mal seit mindestens fünf Jahren die Frankfurter Festhalle auf. Dass sie an diesem Abend ausverkauft war, machte den Unterschied zu sonstigen Konzerten in diesem Jahr, die doch meistens in sehr kleinem Rahmen stattfanden, noch riesiger. Wann war ich überhaupt das letzte Mal bei etwas derart Überfülltem gewesen? Bei der Depeche Mode-Tournee 2001?

Bei der Festival-artigen Einlass- und Taschenkontrolle wurde mir ein Armband übergeben und lediglich gesagt, ich solle es anziehen. Ich sah, dass es verschiedene Farben gab, und vermutete, dass die Armbänder weitere Einlassstufen beschleunigen würden (also eine Farbe für den Innenraum, eine für den ersten Rang und so weiter). Erst etwas später sah ich mir das Ding etwas genauer an, stellte fest, dass es eine Batterie enthalten musste, und befand es für zu hochwertig, um ein einfaches Einlassbändchen zu sein. Das ganze Thema beschäftigte mich aber nicht weiter, denn zunächst galt es, unter 13499 Personen die drei zu finden, mit denen ich verabredet war (und die dank Parkplatzsuche über eine Stunde nach mir eintrafen). Während der Warterei verpasste ich den größten Teil von Emili Sandes Auftritt, aber die letzten drei Lieder machten nicht den Eindruck, als hätte man viel versäumt.


Dadurch, dass wir erst relativ spät in den Innenraum der Halle kamen, konnten wir leider nicht mehr allzu weit nach vorne. Immerhin fanden wir Seitenstehplätze, von denen aus wir, bevor Coldplay auf die Bühne kamen, noch das Szenario beobachten konnten: Auf der Bühne selbst befanden sich eine Art bunte Fahrrad-Traumfänger-Hybride vor einem Graffiti-besprühten Hintergrund, von ihr weg führte ein langer Steg auf eine "Nebenbühne" mitten im Zuschauerraum. Hinter der Bühne und in der Mitte der Halle waren insgesamt drei riesige, runde Projektionsflächen angebracht, so dass zumindest so jeder einen Blick auf die Band erhaschen konnte. Zudem waren die restlichen Bühnenaufbauten und Instrumente - bis hin zu Chris Martins Klavier! - mit neonfarbenen Anstrichen versehen.


Zum Intrumental-Opener "Mylo Xyloto" betrat die Band die Bühne, und beim nachfolgenden Lied "Hurts Like Heaven" wurde der Sinn der verteilten Armbändchen klar: Diese blinkten nun ferngesteuert, rhythmisch und in verschiedenen Farben in der ganzen Halle! Der Effekt war ebenso überraschend wie schön, zumal man als Zuschauer ja gewissermaßen aktiv an ihm teilhatte.*

Und kaum hatte man diesen einmaligen Eindruck verarbeitet, ging es sofort mit dem alten Hit "Yellow" weiter, und dieses Mal wurden vom Bühnenrand riesige bunte Luftballons von beiden Seiten ins Publikum geworfen. Während ich noch überlegte, was wohl nach dem Lied mit den Ballons passieren würde (man kann sie ja schlecht wieder einsammeln), begann schon als nächstes "In My Place", und nun wurden bei jedem Refrain, während Chris erstmalig den Steg Richtung Publikum ausprobierte, aus Kanonen Tausende und Abertausende Papierschmetterlingen in die Luft geschossen - und ich werde so nie erfahren, was mit den Ballons passiert ist.**


Während dieses gigantischen und auch wirklich schönen Special Effect-Feuerwerks dachte ich noch, dass man hier für den exorbitant teuren Kartenpreis von 75 Euro ja immerhin einiges geboten bekam. Aber leider schien es danach fast so, als sei das Pulver nun verschossen. Das klingt überaus gemein, denn ich denke, jedes weitere Lied hatte eine spezielle Lichtchoreographie, der Steg und die "Alternativbühne" im Publikum wurden ausgiebig genutzt und es wurde weiterhin kaum ein Aufwand gescheut - aber an die Effekte der ersten drei Lieder kam das alles leider nicht heran. Und das nur, weil man uns vorher so geflashed hatte.

Das Set setzte sich aus den Highlights der fünf veröffentlichten Alben zusammen, berücksichtigte "Parachutes" und "X and Y" aber nur mit jeweils einem Titel. Auf Single-Hits wie "Shiver", "Trouble" und "Speed of Sound" und Konzert-Standards wie "Everything's not lost" musste man dieses Mal verzichten. Die Songs des aktuellen Albums "Mylo Xyloto" klangen live gar nicht übel, was vielleicht daran lag, dass auf "Princess of China" und vier weitere verzichtet wurde.


"Up in Flames" und "Us against the World" waren die Lieder, die komplett auf der "Nebenbühne" im Publikum - die ich leider praktisch überhaupt nicht sehen konnte - annährend akustisch dargeboten wurden. Auch sonst war Chris viel läuferisch an den Bühnenrändern unterwegs, für langes Reden fehlte ihm dann wohl der Atem.

Grundsätzlich galt für dieses Konzert, wie schon für Noel Gallagher vor einigen Wochen, dass die genaue Planung wohl keinen Raum für Spontaneität ließ - schließlich muss die Konfettikanone ja zum richtigen Zeitpunkt losgehen, und so ist die Setliste auf dieser Tournee stets gleich. Wenn man der Band hier etwas vorwerfen kann, dann die kurze Spieldauer: Coldplay-Auftritte dauern wohl nie mehr als 90 Minuten, diesmal war es sogar etwas weniger. Was uns zusätzlich störte, war der sehr echo-haltige Klang in der Halle (zumindest an zwei von uns getesteten Standorten), der einem den Spaß ein wenig vermieste.


Zum letzten Titel des Hauptteils, "Paradise", blinkten noch einmal die Armbändchen, dann kamen nach kurzer Pause die Zugaben. Nach "Clocks" floss das aus meiner Sicht unnötige Cover von "White Christmas" in "Fix you" über, "Every Teardrop is a Waterfall" schloss das Konzert endgültig ab. Das Publikum griff das Konzert-Highlight "Viva la Vida" anschließend nochmals gesanglich auf, die Band ließ sich davon aber wohl nicht beeindrucken.


Eigentlich hatte ich damit gerechnet, dass beim Herausgehen die LED-Armbänder (ähnlich wie die 3-D-Brillen im Kino) wieder eingesammelt werden würden - schließlich enthalten die Dinger Knopfbatterien und stellen somit eine gewisse Umweltbelastung dar. Zumindest an dem von mit benutzten Ausgang war das aber nicht der Fall. Und so habe ich nun mein höchsteigenes Coldplay-LED-Bändchen. Gerade steht die Band in Berlin auf der Bühne, aber mein Bändchen blinkt nicht mit. Ob es vielleicht an Heiligabend angeht, wenn Chris und Gwyneth daheim den Weihnachtsbaum einschalten?



Setliste:

Mylo Xyloto
Hurts Like Heaven
Yellow
In My Place
Major Minus
Lost!
The Scientist
Violet Hill
God Put A Smile Upon Your Face
Up in Flames
Us Against the World
Politik
Viva La Vida
Charlie Brown
Paradise

Clocks
White Christmas
Fix You
Every Teardrop is a Waterfall


* Hier noch etwas zu Coldplays Interesse am LED-Bändchen-Hersteller
** Einen Riesenballon sah ich allerdings später auf dem Heimweg in den Händen einer glücklichen Konzertbesucherin.

Dickes Fest

U.
Falls es jemand noch nicht bemerkt hat: Heute wird die vierte Adventskranzkerze angezündet, somit steht das Christkind vor der Tür. Höchste Eisenbahn, noch die letzten Geschenke zu besorgen und die zahlreichen weihnachtlichen Mahlzeiten zu planen. Und Anfang Januar könnnen dann alle jammern, dass sie viel zu viel gegessen und getrunken haben und erst einmal eine Diät anfangen.

Dickmann, Hersteller der klassischen Schokoküsse, scheint dieses Jahr wohl keine Lust gehabt zu haben, diese immer gleichen Tatsachen zu verschleiern. Die weihnachtliche Schokokuss-Sonderkollektion heißt deshalb auch nicht "Festtagsküsse" oder so ähnlich, sondern eben "Dickes Fest". Mahlzeit.


Die Küsse unterscheiden sich vom normalen Produkt durch eine leichte Zimtnote und bunte Dekosterne. Die roten wurden, wie das bei Lebensmitteln häufig der Fall ist, mit zermatschten Schildläusen gefärbt. Was aber immer noch appetitlicher ist als die nicht verwendete Laborvariante, die gilt nämlich als krebserregend. Hat noch jemand Hunger?


Damit sind diese Schokoküsse im strengen Sinne auch nicht vegetariergeeignet. Warum steht so etwas ("vegetarisch" bzw. "vegan") in Deutschland nicht einfach grundsätzlich auf Essensverpackungen? In Großbritannien funktioniert so etwas schließlich auch, so dass mir schon lange klar ist, dass Chips mit "Fleischgeschmack" meistens vegetarisch sind, die Sorte "Cheese & Onion" aber häufig nicht. Erst kürzlich las ich aber, dass meine langjährige deutsche Lieblingschipssorte "funny frisch ungarisch" dank einem aus Wild gewonnenen Aromastoff nicht vegetarisch ist.

Ich wünsche mir zu Weihnachten ein hübsches V-Symbol auf deutschen Lebensmitteln, das dem Käufer ohne lange Recherche anzeigt, dass ein Produkt vegetarisch ist. Veganer bekommen eine andere Farbe. Kann doch nicht so schwer sein.

Neulich als ich wieder auf der Gästeliste stand: Noel Gallagher im Kölner Palladium

U.
Vom Soundcheck des Herrn Gallagher am Sonntagnachmittag hatte ich ja bereits berichtet. Als wir am Abend zum Palladium zurück kehrten, um den zweiten Teil meines Gewinns (nämlich das eigentliche Konzert) in Anspruch zu nehmen, war der Einlass bereits weit fortgeschritten. Gegenüber kamen wir am E-Werk vorbei, wo wir im März Beady Eye, die neue Band des anderen Gallagher-Bruders Liam mit dem Rest von Oasis, gesehen hatten.

In der Halle fanden wir noch ein Plätzchen recht von der Bühne, von dem aus man die Musiker gut, die LCD-Effekte hinter ihnen aber weniger gut sehen konnte. Gut, dass wir diese bereits nachmittags bewundert hatten. Zunächst gab es aber natürlich eine Vorband, in diesem Fall Electric Soft Parade. Wie Oasis wurde diese englische Band von einem Brüderpaar gegründet - offenbar verstehen sich aber immerhin Alex und Thomas White noch ganz gut. Sie eröffneten ihren recht unterhaltsamen Auftritt mit "Start again" und spielten auch ihren bisher größten Hit "Silent To The Dark".


Anschließend konnten wir auf einer auf dem Bühnenrand aufgestellten Digitaluhr den Fortschritt der Zeit beobachten und bemerkten deshalb, dass Noel Gallagher samt Band die Bühne um Punkt 21 Uhr betrat. Seit dem Nachmittag hatte er sich umgezogen und trug nun keine Lederjacke mehr, sondern einfach nur Jeans und Hemd - was im heißen Palladium mehr als genug war.

Die Setliste bot einige Überraschungen - aber nur für diejenigen, die sich nicht vorab im Internet informiert hatten, denn auch wenn die Songauswahl im Rahmen einer ersten Solotournee ungewöhnlich erschien, so entsprach sie doch exakt und selbst in der Reihenfolge dem, was auf den bisherigen Auftritten gespielt worden war.


Ob das erste Lied  "(It's Good) To Be Free" nun als Anspielung auf Oasis gemeint war oder nicht, es handelt sich in jedem Fall um eine B-Seite dieser Band. Die Botschaft schien klar zu sein: Ich habe diese Lieder geschrieben, sie sind gut, also spiele ich sie. Das neue Soloalbum wurde bis auf "Stop The Clocks" komplett und chronologisch durchgespielt, zwischendurch baute Noel mit "The Good Rebel" eine Single B-Seite und mit "Freaky Teeth" einen neuen Song ein.


Songs wie "Everybody's On The Run" oder "Dream On" werden sicherlich noch in Jahren zum Programm gehören, brauchen sich vor den Oasis-Songs nicht zu verstecken und wurden vom Publikum ebenso gefeiert. Einen kleinen qualitativen Hänger gab es später bei "Soldier Boys And Jesus Freaks" und dem folgenden "AKA... Broken Arrow". Ansonsten wurden immer wieder Oasis-Klassiker eingebaut, dabei setzte er aber nicht nur auf Single-Hits (wie "The Importance of being Idle"), sondern spielte die Songs, auf die er Lust hatte und dazu gehörten auch B-Seiten ("Talk Tonight") und Album-Tracks ("Mucky Fingers").


Damit hatte Noel gegenüber Beady Eye einen klaren Vorteil, da diese live nur auf ihr Album hatten setzen können und damit nicht überzeugen konnten. Er dagegen spielte "Wonderwall" und (sehr überraschend) "Supersonic" mit der akustischen Gitarre, begleitet nur von Keyboard und dem Tamburin des Schlagzeugers.  Nach 73 Minuten verließ Noel die Bühne, ließ sich zurück jubeln und bot mit drei Oasis Songs einen tollen Abschluss. Zuletzt, bei "Don't Look Back In Anger", sang das Publikum den Refrain, was Noels bis dahin strapazierten Stimmbändern sicherlich gut getan hat. Dann, nach exakt 90 Minuten, war Schluss.


Dieses exakte Einhalten der (momentan) immer gleichen Setliste und des Zeitplans und seine offensichtliche Genervtheit gegenüber Hardcore-Oasis-Fans (vor einem Lied zeigte er in die Menge und sagte "This song is ... not for you!", bei einem anderen "I apologise in advance for these cunts!") hat sicherlich nicht allen gefallen. Mich überzeugt diese leicht "beamtige" Hälfte von Oasis ehrlich gesagt mehr als Beady Eye - wenn diese die nervigsten Fans übernehmen, können sie den Frontmann wegen mir behalten. Vielleicht ist es ganz gut, dass man "Beady Eye, Beady Eye, Beady Fucking Eye" so viel leichter grölen kann als "Noel! Noel! Noel!"

Setliste:


01: (It's Good) To Be Free
02: Mucky Fingers
03: Everybody's On The Run
04: Dream On
05: If I Had A Gun...
06: The Good Rebel
07: The Death Of You And Me
08: Freaky Teeth
09: Wonderwall
10: Supersonic
11: (I Wanna Live In A Dream In My) Record Machine
12: AKA... What A Life!
13: Talk Tonight
14: Soldier Boys And Jesus Freaks
15: AKA... Broken Arrow
16: Half The World Away
17: (Stranded On) The Wrong Beach

18: Little By Little
19: The Importance Of Being Idle
20: Don't Look Back In Anger

Neulich als ich etwas gewann: Noel Gallaghers Soundcheck im Kölner Palladium

U.
Es begann mit der Aufforderung meines Freundes, doch bitte bei einem Gewinnspiel der Musikdatenbank Simfy mitzumachen. Der Preis: Zwei Karten für das ausverkaufte Konzert von Noel Gallagher in Köln, mit zusätzlichem Besuch des Soundchecks. Warum er sich als riesiger Oasis-Fan nicht einfach selbst angemeldet hat, weiß ich nicht (ich bin nämlich anders als er Simfy-Nutzerin, doch eine Registrierung dort ist nicht gerade kompliziert), aber ich erfüllte meinen Auftrag, stellte die wahrscheinlich langweiligste denkbare Oasis-Top-10-Liste zusammen und nahm so am Gewinnspiel teil. Und bekam wenige Wochen später eine Mail mit der Gewinnnachricht!

So ganz fair erschien es mir ja nicht, dass ausgerechnet ich, die Oasis ganz nett fand, aber mehr auch nicht, diesen Preis gewonnen hatte. Ich habe aber eine Theorie dazu: Richtige Fans, am besten noch solche aus der High Fidelity-Liga, hatten sicherlich furchtbare Schwierigkeiten damit, ihre Top 10 auszuwählen. Viele Listen wurden wahrscheinlich niemals eingesandt, oder sie enthielten die Top 2000, oder Simfy erhielt Beschwerdemails der potenziellen Teilnehmer, warum diese oder jene B-Seite nicht in der Datenbank verfügbar sei ... und so blieb dann eben nur ich Absahnerin übrig.


Im Vorfeld bekam ich einige E-Mails von der Eventmanagerin, die den genaueren Ablauf erklärten, doch viele Fragen blieben für mich offen. Vor allem diese: So richtig spannend ist so ein Soundcheck ja normalerweise nicht. Hatte ich etwa gewonnen, dabei zuzusehen, wie Herr Gallagher seine Gitarre stimmt, kurz "one two one two" sagt und dann wieder abhaut?

Gespannt fanden wir uns dann am Sonntagnachmittag vor dem Kölner Palladium ein und waren bei weitem nicht die ersten: Eine ganze Schar Oasis-Ultras mit Bannern, Fotoalben, dekorierten Autos, Klappstühlen und einem Kasten Kölsch hatten es sich in der Einlass-Schlange schon einmal wohnlich eingerichtet. Nachdem ich auch nicht wusste, wie exklusiv diese Soundchecksache nun eigentlich sein sollte, nahm ich zunächst an, dass wir nun alle in die Halle gehen würden, in der man Noel schon "Mucky Fingers" spielen hören konnte.


Aber weit gefehlt: Die Eventmanagerin traf ein und nahm neben uns nur noch vier weitere Personen (ebenfalls Gewinnspielteilnehmer anderer Medien) mit ins Palladium - die Ultras mussten auf das "richtige" Konzert am Abend warten. Unser Preis war also tatsächlich ziemlich exklusiv: Sowohl auf dem Weg in die Halle als auch später wurden wir ständig von Bediensteten angesprochen und gefragt, wo wir denn hin wollten. Offensichtlich ist die Anwesenheit Außenstehender bei Soundchecks im Team Gallagher definitiv kein alltägliches Ereignis.

Man hatte uns auch vorab nicht weniger als dreimal eingeschärft, dass wir a) keinesfalls klatschen dürften, um die Konzentration des Sängers nicht zu stören, und b) mit dem Handy Fotos machen dürften, aber keineswegs mit einer Kamera. Der unserem Grüppchen zugewiesene Stehbereich im riesigen Palladium befand sich neben dem mit einem Manchester City-Trikot dekorierten Mischpult und war ein ganzes Stück von der Bühne entfernt.  Da auf dieser außerdem ziemliche Dunkelheit herrschte (die Lampen wurden erst etwas später getestet), griff ich eher lustlos zum Handy, um ein Bild von Herr Gallagher zu machen, auf dem man sicher so oder so nichts erkennen können würde. Aber sobald ich den Auslöser drückte, erschien aus dem Nichts ein Bühnenhelfer neben mir und erklärte streng, Handyfotos seien verboten. Hä? Es stellte sich heraus, dass uns die Regelung falsch herum mitgeteilt worden war: Kameras waren erlaubt, Handys aber nicht. Was mag wohl der Sinn dieser komischen Vorschrift sein? Egal, mit der Kamera konnte man immerhin zoomen (bekam aber, sobald man sie auspackte, eingeschärft, dass nicht gefilmt werden dürfe).


Der Aufenthalt in der Halle entpuppte sich somit als ziemlich stressig: Ständig machte man etwas falsch oder bekam finstere Blicke ab. Langsam gelang es uns aber dennoch, uns auf das Musikgeschehen zu konzentrieren, denn Herr Gallagher und seine Band hatten ja bereits auf der Bühne gestanden, als wir herein kamen. Und was dort stattfand, war ziemlich gut. Es gab kein "check check one two three", sondern es wurden einfach komplette Lieder gespielt. Und zwar:

  • Mucky Fingers (von draußen gehört)
  • Freaky Teeth
  • If I had a Gun ...
  • (Stranded on) The Wrong Beach
  • Don't look Back in Anger
  • It's Good to be Free
  • Don't think twice it's all right (Bob Dylan Cover)
  • Wonderwall
  • Supersonic


Und ich muss sagen, ich war überraschend angetan. Das Noel Gallagher-Soloalbum ist sowieso ziemlich gut, aber gerade die alten, im Grunde totgespielten und -gehörten Oasis-Songs erhielten in ihren zum Teil akustischen Versionen in der leeren Halle wieder ihren alten Zauber. Dass er vor einem praktisch leeren Raum auftrat, schien auf Gallaghers Motivation als Performer keinen Einfluss zu haben - immerhin spielte er mit dem Bob Dylan-Cover sogar ein Lied, das im abendlichen Set gar nicht auftauchte. Und so war es geradezu schwierig, sich zu beherrschen und am Ende nicht doch ein wenig zu klatschen - oder gar bei "Don't look back in anger" mitzusingen, was, obwohl nicht verboten, sicherlich einen sofortigen Rausschmiss bedeutet hätte.

Der ganze Spaß dauerte nur eine halbe Stunde, dann verließ Noel die Bühne und wir mussten wieder nach draußen. Ein etwas bizarres, aber in jedem Fall einmaliges und auch schönes Erlebnis.

Neulich als ich auf der Gästeliste stand: Erdmöbel im Frankfurter Nachtleben

U.
Die Bands, die ich am häufigsten live gesehen habe, sind mit jeweils vier Konzerten die Editors und Get Well Soon. Mein Freund muss da etwas länger zählen, unser Erdmöbel-Konzert am Samstag war nämlich sein dreizehntes! Gleichzeitig war es immerhin mein zweites nach dem letztjährigen Auftritt im Schauspiel Frankfurt. Wenn ich weiterhin immer mitkomme, wird Erdmöbel wohl über kurz oder lang auch meine live meistgesehene Band werden ... zumal wir dieses Mal Gästelistenplätze erhalten hatten.


Andere Frankfurter waren wohl nicht ganz so erpicht auf diesen Konzertbesuch, die Band wurde nämlich von dem Schicksal ereilt, das diejenigen trifft, die bei einem Batschkapp-Konzert im Vorverkauf nicht ausreichend Karten absetzen: einer Verlegung ins viel kleinere Nachtleben. Wir hatten von der Änderung im Internet gelesen, fanden aber auch bei unserer Ankunft im Nachtleben vor Ort diesen Aushang vor:


Ich hoffe doch sehr, dass dieser Zettel nicht ausschließlich am neuen Konzertort aufgehängt worden war ...

Die Verlegung des Konzertabends hatte neben der Verkleinerung noch eine Konsequenz: Im Nachtleben fand am Samstagabend ab 23 Uhr der Clubabend „Britpop strikes again“ statt, und die Betreiber hatten gegenüber der Band (wie wir hinterher erfuhren) nachdrücklich erklärt, dass nicht nur das Konzert, sondern auch das Abbauen bis zu dieser Uhrzeit erledigt zu sein hätte. Das führte dazu, dass die Ein-Mann-Vorband Friedemann Weise bereits kurz nach dem Einlass die Bühne betrat und somit früh anfing und schnell fertig war – meinen Freund freute es, denn ihn hatte der Sänger schon in Hachenburg leicht genervt. Ich fand seine Lieder eigentlich ganz witzig, was aber auch an der Kürze des Auftritts gelegen haben kann.


Etwa fünf Minuten nach Friedemanns Abschied standen dann noch weit vor 21 Uhr – und damit vor der angekündigten Anfangszeit - bereits Erdmöbel (plus Henning Beckmann an der Posaune) auf der Bühne. Wohl wegen des Zeitmangels hatte Ekki nicht einmal wie sonst seine Schuhe ausgezogen – wenn man es eilig hat, kommt eben keine Gemütlichkeit auf.

Die aktuelle Tournee blickt unter dem Titel „Retrospektive“ auf 17 Jahre Erdmöbel zurück, entsprechend bot die Setliste einen Blick auf die größten Hits aus dem Gesamtwerk. Auch im Alter der Zuschauer spiegelten sich diese 17 Jahre: Wie schon neulich bei PeterLicht sah man viel weißes Haar, aber auch die jüngsten Zuschauer Stella und Linus, die wohl nicht einmal gemeinsam auf 17 Jahre kamen. Ein Konzertabend für die ganze Familie, sozusagen.


Erdmöbel betraten die Bühne in der Art Anzüge, wie man sie in englischen Wohltätigkeitsläden kaufen kann, während hinter ihnen ein Poster die riesigen Köpfe der vier Bandmitglieder zeigte. Der Auftritt begann mit zwei Liedern vom ersten Album („Dreierbahn“, „Lang schon tot“), und wir erfuhren, dass Katja Epstein das darauf folgende Lied „Au Pair Girl“ nicht habe singen wollen, weil darin niemand stirbt. Wenig später folgte ein aus vier Liedern bestehendes „Akustikset“ auf selbst mitgebrachten Stühlen. Eines der darin enthaltenen Lieder, „Busfahrt“, war laut Markus bereits bei zwei vorherigen Nachtleben-Auftritten laut eingefordert worden und wurde nun endlich einmal gespielt. Manchmal muss man im Leben einfach Geduld haben.


Anschließend kam, wieder ohne Stühle, eine Reihe Lieder vom letzten Album „Krokus“, das verglichen mit „Altes Gasthaus Love“ und „No. 1 Hits“ stark repräsentiert war. Von letzterer Platte behauptete Ekki, man habe eigentlich „Up & Down“ (Cover der Vengaboys!) spielen wollen, da Christian Wübben aber nur Opamusik möge, habe man stattdessen auf „Wieder allein, natürlich“ von Gilbert O’Sullivan umdisponiert. Tatsächlich war die Setliste wohl spontan variabel, denn „Snoopy T-Shirt“ wurde dem Anschein nach einfach von Wolfgang Proppe am Keyboard angespielt, der Rest machte dann eben bereitwillig mit, Ekki initiierte anscheinend spontan „Nah bei dir“, und vor der allerletzten Zugabe „Die Devise der Sterne“ sagte Markus zu Ekki „Ich hoffe, Du spielst jetzt dasselbe wie ich“. Nur der Schlagzeuger war in diesen Plan noch nicht eingeweiht und musste sein Handwerkszeug wechseln.


Insgesamt wurde eine Maximalzahl von Liedern in den begrenzten Zeitraum gequetscht, aber auch die Kommunikation mit dem Publikum kam nicht zu kurz. So behauptete Markus Berges, er habe 1000 Mark (!) darauf gewettet, dass es in Frankfurt nicht, wie in so vielen anderen Städten, einen Oktoberfest-Klon gebe. Wir hätten doch „Apfelwein und Heinz Schenk“. Stimmt, aber auch ein Oktoberfest ... Die Band war übrigens vor ihrem Auftritt in einer Apfelweinkneipe gewesen, was möglicherweise die gegen Ende des Konzerts recht reibeisenartig werdende Stimme von Markus erklärt.


Wenn man unbedingt meckern wollte, könnte man sagen, dass die doch recht langwierige Bandvorstellung am Ende des Hauptteils – für jedes Bandmitglied wurde das Licht ausgemacht und musste im Rahmen des Songs „In den Schuhen von Audrey Hepburn“ mit der Textzeile „Das Licht geht an...“ dann vom Publikum wieder „angesungen“ werden – durchaus ein wenig Potenzial zum Sparen der knappen Konzertzeit geboten hätte. Aber man muss auch zugeben, dass die Zuschauer, die zumindest das kleine Nachtleben prall füllen konnten, begeistert mitklatschten und –sangen.


Nach dem blitzschnellen Abbauen stand die Band dann noch am Merchandisestand für Unterschriften und Gespräche zur Verfügung, wodurch wir auch vom engen Zeitplan erfuhren. Mein Freund wurde als alter Bekannter in Empfang genommen und freut sich nun sicherlich auf sein vierzehntes Erdmöbel-Konzert, das aber im Rahmen der aktuellen Tournee nicht mehr stattfinden wird – diese endet nämlich diesen Freitag in Köln. Außer natürlich, er fährt hin und hat es bislang verschwiegen.



Setliste:

01: Dreierbahn
02: Lang schon tot
03: Au Pair Girl
04: Wurzelseliger
05: Der blaue Himmel (akustisch)
06: Lied über gar nichts (akustisch)
07: Busfahrt (akustisch)
08: Dawai Dawai (akustisch)
09: Ausstellung über das Glück
10: Wort ist das falsche Wort
11: Wieder allein, natürlich
12: Für die nicht wissen wie
13: Fremdes
14: Erster Erster
15: Snoopy T-Shirt
16: Das Leben ist schön
17: In den Schuhen von Audrey Hepburn

18: Anfangs Schwester heißt Ende
19: Wette unter Models
20: Nah bei Dir
21: Die Devise der Sterne

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