Schon wieder Ostern! Letztes Jahr war ich am Karsamstag in Regensburg beim hervorragenden  Konzert von Pete Fij & Terry Bickers. Her...

Sendeschluss: The House of Love - A Baby Got Back On Its Feet


Schon wieder Ostern! Letztes Jahr war ich am Karsamstag in Regensburg beim hervorragenden Konzert von Pete Fij & Terry Bickers. Herr Bickers musiziert nun auch wieder mit seiner ursprünglichen Band, The House of Love. Das Comeback-Album vor mittlerweile acht Jahren konnte nicht so recht überzeugen, das bevorstehende neue Werk "She Paint The Words In Red" soll aber beeindruckender sein.

Im Video zur an die guten alten Zeiten von "Shine On" erinnernden Single "A Baby Got Back On Its Feet" sieht man Bickers (47) und Chadwick (57) viel im split screen musizieren, wobei vor allem Chadwick mittlerweile ganz schön alt wirkt. Aber wem sage ich das, ich fand letzte Woche ein zehn Jahre altes Bild von mir selbst und fand mich darauf im Vergleich zu heute regelrecht kindlich ...

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Koblenz hatte dieses Jahr eine originelle Methode, die " Earth Hour ", anlässlich derer man eigentlich aufgefordert wir...

Neulich beim Festungsleuchten


Koblenz hatte dieses Jahr eine originelle Methode, die "Earth Hour", anlässlich derer man eigentlich aufgefordert wird, durch symbolisches Lichtausschalten zum Stromsparen beizutragen, zu begehen: Just am Tag der Earth Hour, am 23. März, eröffnete auf der Festung Ehrenbreitstein nämlich das Festungsleuchten, ein "Lichtkunstspektakel", mit dem die Festung in allen Farben angestrahlt wird und Sky-Beams weithin sichtbar in den Himmel leuchten.


Tatsächlich wurde dieser Widerspruch noch erkannt, und auch beim Festungsleuchten wurde am Eröffnungsabend für eine Stunde das Licht mehr oder weniger ausgeschaltet. Gestern Abend gab es dagegen keine derartigen Restriktionen und ich beschloss, mir das Leuchten anzusehen.


Sowohl die anlässlich der Bundesgartenschau 2011 gebaute Seilbahn über den Rhein als auch der bereits etwas ältere Aufzug zur Festung sind für die Ausstellungsbesucher ausnahmsweise bis Mitternacht in Betrieb, so dass der Besuch des Spektakels mit einer Gondelfahrt mit Aussicht über den nächtlichen Rhein zur 118 Meter über der Stadt liegenden Anlage begann. Dass das Ganze am Gründonnerstagabend im Schneeregen stattfand, hatten sich die Planer sicher ursprünglich nicht so vorgestellt, aber trotz des eher abschreckenden Wetters war die Festung recht gut besucht.


Was bedeutet Festungsleuchten denn nun eigentlich? Letztlich läuft man im relativ Dunkeln in den Außenanlagen der Festung umher und entdeckt dabei zum Beispiel an die Wand projizierte Schauspieler, die von den Stationen der Geschichte der Anlage etwa im Dreißigjährigen Krieg erzählen. Man geht weiter und begegnet einer anscheinend unsichtbaren Blaskapelle, geht durch einen lila Nebeltunnel, betrachtet große, leuchtende Lichtbälle und hört immer wieder dazu passende Geräusche wie knirschende Schritte oder auch Ambient-Musik.


Quasi als Abschluss folgt dann die "360 Grad Panorama-Show" im inneren Schlosshof, bei der passend zu Musik verschiedene Fassaden und Bäume unterschiedlich angestrahlt werden, plötzlich reihenweise Flammen auflodern und wieder verschwinden, im Rahmen einer Videoprojektion ein Torbogen von einer riesigen Hand zum Schein bemalt wird, sich mit Wasser füllt, Goldfische darin herumschwimmen und so weiter. Dadurch, dass das Ganze offensichtlich detailliert geplant und zur Musik abgestimmt wurde, ist es tatsächlich ein schönes und beeindruckendes Erlebnis.


Für den relativ hohen Eintrittspreis von 11,80 Euro inklusive Seilbahnfahrt hätte man auch die Gelegenheit gehabt, die verschiedenen Ausstellungen auf dem Gelände zu besuchen, zum Beispiel die "Stationen der Festungsgeschichte" oder das Haus der Archäologie. Nachdem dort aber nichts leuchtete und es mit der Zeit doch recht kalt wurde, zog ich es vor, nach etwa eineinhalb Stunden Aufenthalt wieder in die Seilbahn nach unten zu steigen.


Das Festungsleuchten der Festung Ehrenbreitstein kann noch bis zum Ostermontag besucht werden, es dauert jeweils von 18 Uhr bis Mitternacht.


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Juhu! Sigur Rós veröffentlichen im Juni ein neues Album und kommen - nochmals Juhu! - im Herbst nach Frankfurt (24. November, Jahrhundert...

Sendeschluss: Sigur Rós - Brennisteinn


Juhu! Sigur Rós veröffentlichen im Juni ein neues Album und kommen - nochmals Juhu! - im Herbst nach Frankfurt (24. November, Jahrhunderthalle). Da beruhigt sich auch mein schlechtes Gewissen hinsichtlich der Tatsache, dass ich die Band nicht, wie ursprünglich geplant, im Februar in München besucht habe.

Nachdem der Vorgänger "Valtari" die Mehrheit der Hörer eher unbeeindruckt zurückließ, bleibt zu hoffen, dass der Nachfolger "Kveikur" wieder mehr Begeisterung hervorruft. In der Vorabsingle "Brennisteinn" geht es schon einmal sehr lebhaft zu.

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Es gibt einen Witz, so richtig bekomme ich ihn nicht zusammen, in dem jemand behauptet, dass er seit fünfzig Jahren denselben Hammer benutzt...

Die neuen alten Sugababes

Es gibt einen Witz, so richtig bekomme ich ihn nicht zusammen, in dem jemand behauptet, dass er seit fünfzig Jahren denselben Hammer benutzt, um dann einzuräumen, dass er aber den Stiel fünfmal und den Kopf dreimal ausgetauscht hat. So ähnlich ist das bei der Band Sugababes, die schon seit ihrer Gründung Ende des letzten Jahrtausends zu meinen musikalischen "guilty pleasures" zählen. Gut, sonst höre ich eher Indiemusik, aber waren Singles wie das Debüt "Overload" oder das spätere "Freak Like Me" nicht schlichtergreifend phantastisch?


Gründungsmitglied Siobhán Donaghy wurde bereits kurz nach Veröffentlichung des Debütalbums von ihren beiden Kolleginnen Mutya Buena und Keisha Buchanan aus der Band gemobbt (alle Beteiligten waren zu diesem Zeitpunkt etwa fünfzehn Jahre alt), Heidi Range ersetzte sie. Dann verließ auch Mutya 2005 die Band, wurde wiederum ersetzt, und 2009 wurde mit Keisha das letzte Gründungsmitglied der Sugababes aus der Band gefeuert.

Für die Gruppe, die nun dem eingangs erwähnten "alten" Hammer ähnelt, wollte sich dann niemand mehr sonderlich interessieren (ich auch nicht), aber vor kurzem las ich, was eigentlich nahe lag: Nachdem jetzt keine von ihnen mehr Mitglied der Sugababes ist, haben sich Mutya, Keisha und Siobhán versöhnt und eine eigene Band gegründet. Wie sie heißt? Nun, Mutya Keisha Siobhan, oder abgekürzt MKS.

Eine Liveauftritt gab es bereits, gerüchteweise existieren auch Studioaufnahmen, hören kann man aber bislang nur einen Song, nämlich eine Coverversion von Kendrick Lamarrs "Lay Down in Swimming Pools". Ich zumindest bin auf das gespannt, was noch kommt.

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Die amerikanische Indie-Band The Postal Service hat ihr bislang einziges Album 2003 veröffentlicht, seit 2007 wird an einem zweiten gearb...

Sendeschluss: The Postal Service - Auditions


Die amerikanische Indie-Band The Postal Service hat ihr bislang einziges Album 2003 veröffentlicht, seit 2007 wird an einem zweiten gearbeitet. Sonderlich fortgeschritten scheinen die Bemühungen bislang nicht zu sein, denn zum zehnjährigen Jubiläum des Debütalbums wird nun erst einmal dieses neu veröffentlicht. Immerhin gibt es dazu eine Tournee.

Anlässlich der Wiederveröffentlichung wurden auch bislang unbekannte Videoaufnahmen des Castings veröffentlicht, das letztlich zur Aufnahme von Death Cab for Cutie-Sänger Ben Gibbard in de Band führte. Und wer sich damals nicht alles beworben hat! Unter anderem sieht man eine völlig neue Seite von Moby.





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Vor Ewigkeiten, als mein Blog noch Kommentare bekam, schrieb ich hier einmal über mein einigermaßen zwiespältiges Gefühl gegenüber der ...

Sendeschluss: Hurts - Miracle



Vor Ewigkeiten, als mein Blog noch Kommentare bekam, schrieb ich hier einmal über mein einigermaßen zwiespältiges Gefühl gegenüber der Band Hurts. Zwischenzeitlich wurde es ruhig um die Briten, nun gibt es ein zweites Album. Selbiges scheint wie das erste direkt aus den Achtzigern zu stammen und weist noch engere Parallelen zu den frühen Depeche Mode auf als das erste.

Gleich geblieben ist offenbar die Vorliebe der Band - oder ihres Videoregisseurs - für weibliche, sich verrenkende Tänzerinnen.

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Die Überschrift bedeutet (hoffentlich) "Neulich beim Konzert" auf Isländisch. Aber beginnen wir am Anfang: Mein Freund las vor ein...

Nýlega á tónleikum: Pascal Pinon im Offenbacher Hafen 2

Die Überschrift bedeutet (hoffentlich) "Neulich beim Konzert" auf Isländisch. Aber beginnen wir am Anfang: Mein Freund las vor einigen Wochen aus dem Internet vor: "Oh, Pascal Pinon an einem Freitagabend im Hafen 2, dazu noch umsonst, da können wir hin!" Ich las ebenfalls und ergänzte: "Vorher zeigen die Argo für 5 Euro, da könnten wir wirklich hin!"

Zwischenzeitlich bekam Argo den Oscar als bester Film, weshalb wir uns gestern um ein zeitiges Eintreffen am Veranstaltungsort bemühten: So ein Oscar erhöht das Interesse an einem Film, der die Kinos eigentlich bereits wieder verlassen hat, ja sicher immens. Tatsächlich hatten sich bei unserer Ankunft bereits etliche studentisch wirkende Zuschauer eingefunden, und wir konnten nur noch Plätze ganz hinten im "Kinosaal" (irgendeinem langen Hafengebäude) ergattern. Nachdem der Raum auch ungeheizt war (bei Bedarf gab es Decken) und die Leinwand aus unserer Perspektive eher winzig wirkte, fragte ich mich kurz, ob der Filmabend so eine gute Idee gewesen war. Tatsächlich war es aber auch unter diesen Bedingungen möglich, sich in der Handlung zu versenken, zumal Bild und Ton wunderbar funktionierten und die anderen Besucher sehr still waren. Dass der Film ausgesprochen spannend ist, hatte hier sicher ebenfalls einen positiven Einfluss.


Nach dem Abspann begaben wir uns unverzüglich in die Kneipe nebenan, wo eigentlich um 22 Uhr das Konzert hätte beginnen sollen. Tatsächlich hatte der Film aber deutlich später als geplant angefangen und sich das komplette Programm verschoben, wir mussten also trotz verspäteter Ankunft noch etwa 20 Minuten warten.

Die Kneipe des Hafen 2 ist an und für sich gemütlich, eignet sich aber nur bedingt für Konzerte. Die beiden jungen Mitglieder von Pascal Pignon, die isländischen Zwillinge Jófrídur und Ásthildur Ákadóttir, nahmen samt Equipment (2 Keyboards, kleines Schlagzeug, zwei Gitarren) sehr wenig Platz weg, mehr hätte es auch nicht in der für sie vorgesehenen Ecke gegeben. Die Zuschauer versammelten sich auf gleicher Höhe direkt vor ihnen, was bedeutete, dass die Sicht von "weiter hinten als ganz vorne" schlecht war.

Das entpuppte sich schon bald als Problem, beim ersten Song der beiden Isländerinnen, "Bloom", teilte sich die Kneipe nämlich in etwa 50 %, die andächtig zuhörten, und die andere Hälfte, die an dem Umsonstkonzert kein Interesse hatte und sich munter weiter unterhielt. Dazu wurde noch hinter der Theke munter abgespült. Bei den eher leisen Songs von Pascal Pinon stört Lärm im Hintergrund aber schon gewaltig, offenbar auch die Interpretinnen selbst.


Jófrídur machte aber einen konstruktiven Vorschlag: Die Zuschauer weiter vorne sollten sich auf den Boden setzen, dann hätten die desinteressierten weiter hinten freie Sicht und würden folglich weniger reden. Das funktionierte auch zumindest ein bisschen, so dass der Rest des Konzerts zumindest genießbar wurde.

Jófrídur und Ásthildur hatten die Aufgaben so unter sich aufgeteilt, dass insgesamt fast nur die blonde Jófrídur mit dem Publikum kommunizierte, das aber reichlich. Jedes Lied wurde mit ausführlichen Erläuterungen angesagt. So erfuhren wir zum Beispiel, dass sich "Fernando" um die Liebe eine Freundin zu Fernando Torres dreht. Das Liebeslied ist auf Schwedisch, obwohl es die Schwestern eigentlich nicht sprechen, und enthält eine Zeile, die "Wenn du das Meer bist, bin ich die Umweltverschmutzung" bedeutet, also: "Ich bin nicht gut für dich, aber du wirst mich nicht los". Ein anderer Song beschäftigt sich mit dem Sterben, ein weiterer mit Kanye West.

Zusätzlich bekamen wir erzählt, dass Offenbach die letzte Station der Tournee der beiden war, heute geht es zurück nach Island und zur Schule - oder wohl doch eher an die Uni, denn obwohl die Schwestern sehr jung wirkten und auch bereits seit ihrer Kindheit gemeinsam musizieren, dürften sie ja doch über 18 sein.


Das Set enthielt hauptsächlich Lieder vom zweiten Album "Twosomeness", einzig "I Worte a Song" wurde vom Debütalbum berücksichtigt, dazu kam noch das unveröffentlichte "53".
Nach Þerney (One Thing) war das Konzert eigentlich zu Ende, aber das Publikum erklatschte sich noch zwei einzelne Zugaben. Die zweite, Moi, war ein Zuschauerwunsch, für den das eigentlich bereits weggepackte Keyboard wieder hervorgekramt werden musste.

Nachdem es keine sichtbare Setliste gegeben hatte, nutzte ich die Anwesenheit der beiden Mädchen nach dem Konzert, um ihnen mein iPhone mit einer älteren Liste unter die Nase zu halten: Hatten sie in etwa dasselbe gespielt? Netterweise korrigierte Jófrídur die doch recht falsche Liste detailliert.

Setliste:

Bloom
Ekki Vanmeta
Fernando
I wrote a song
Somewhere
Evgeny kissin
En þú varst Ævintyri
53
Þerney (One Thing)

Annar Logi

Moi


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Das Städel ist sicherlich das bekannteste Museum Frankfurts, dennoch war ich hier bislang vergleichsweise selten zu Besuch. Seit dem ...

Schönheit und Revolution


Das Städel ist sicherlich das bekannteste Museum Frankfurts, dennoch war ich hier bislang vergleichsweise selten zu Besuch. Seit dem letzten Jahr gibt es zusätzlich zur ohnehin recht schwergewichtigen Dauerausstellung, die Werke von Botticelli, Rembrandt, Rubens, Holbein oder auch Vermeer umfasst, ein ganzes Stockwerk für Gegenwartskunst, das ebenfalls große Namen (Gursky, Uecker, Klein, Richter) aufweisen kann.

Ausstellungsansicht Foto: Norbert Miguletz
Dazu kommen noch die meist ebenfalls hochkarätigen Wechselausstellungen, und eine solche habe ich am vergangenen Wochenende aufgesucht: Unter dem Titel "Schönheit und Revolution, Klassizismus 1770-1820" werden Bilder und Skulpturen aus der Zeit gezeigt, in der ganz Europa plötzlich wieder brennendes Interesse an der Antike bekam.

Jacques-Louis David (1748–1825) Patroklus, 1780 Öl auf Leinwand, 122 x 170 cm Cherbourg-Octeville, Musée d'art Thomas-Henry © Daniel Sohier

Als ehemalige Literaturwissenschaftlerin kenne ich die Klassik eher als Epoche, in der Dramen wie Goethes Iphigenie auf Tauris entstehen ließ - und das ist ehrlich gesagt auch schon ziemlich lange her.  Richtig nachvollziehen kann ich das riesige Interesse einer ganzen Generation an Athene, Odysseus und Co. ebenfalls nicht - die griechische Mythologie hat natürlich bis heute ihre Faszination, aber was genau man daraus für sein eigenes Leben ziehen sollte, ist mir nicht wirklich klar. "Stille Einfalt, edle Größe" - ich kapiere es, fürchte ich, nicht. Meinen Drang, bei einer Darstellung des Achilles, "Hey, das ist ja Brad Pitt!" auszurufen, konnte ich immerhin unterdrücken.

Ausstellungsansicht Foto: Norbert Miguletz

Die Frankfurter Ausstellung zeigt einige weltbekannte Kunstwerke, etwa Davids "Tod des Marat" und "Schwur der Horatier" sowie zwei Versionen von Skulpturen der Göttin Hebe (von Thorvaldsen und Canova - anscheinend oft miteinander verglichen, aber nun erstmals gemeinsam zu sehen. Viele der sonstigen gezeigten Skulpturen waren allerdings Gipsabgüsse.

Ausstellungsansicht Foto: Norbert Miguletz

Die üppigen 14 Euro Eintritt ins Museum ermöglichten zusätzlich den Besuch in der Dauerausstellung, die wie eingangs erwähnt Großartiges zu bieten hat - dennoch fände ich es schön, wenn die Eintrittspreise in irgendeiner Weise ermöglichen würden, zwischen Sonderausstellung und dem Gesamtgebäude zu wählen und so je nach Bedarf weniger zu bezahlen - in anderen Museen ist das durchaus möglich.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 26. Mai 2013 und kostet wochentags 12, am Wochenende 14 Euro Eintritt.

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Das Frankfurter Museum für Kommunikation hat mich im Laufe der Jahre mit vielen erinnerungswürdigen Ausstellungserlebnissen beglück...

Zettelwirtschaft


Das Frankfurter Museum für Kommunikation hat mich im Laufe der Jahre mit vielen erinnerungswürdigen Ausstellungserlebnissen beglückt. Ich denke da zum Beispiel zurück an Ausstellungen über Lügen in den Massenmedien, zu Musikvideos, Kommunikation für Gehörlose oder Missverständnisse.


Aktuell widmet sich das Museum unter dem Titel "Willst du mit mir gehen? Botschaften unter der Schulbank" der Kommunikation von Schülern während des Unterrichts - mittels Zettelchen. In Kooperation mit dem Schulmuseum Nürnberg werden etliche solcher Briefe aus diversen Jahrzehnten ausgestellt, und man muss erkennen: Außer den typischen Kindernamen und den angebeteten Popstars hat sich im Lauf der Zeit nicht allzu viel verändert.


Diese Erkenntnis ist aber fast schon alles, was man aus der recht kleinen Ausstellung mitnehmen kann. Das Lesen der Notizen zu Themen wie Langeweile, doofen Lehrern, Schwärmereien oder Verabredungen lässt einen manchmal schmunzeln ("Warum bin ich abwesend? Ich sitz doch hier!") und mit Sicherheit an die eigene Schulzeit zurückdenken. Dennoch blieb die große Begeisterung dieses Mal aus - eben weil man die Ausstellungsinhalte im Grunde bereits kannte.

Die Ausstellung läuft noch bis zum 7. April 2013 und kostet 3 Euro Eintritt.


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Als ich zum ersten Mal das Video "I Love You" des französischen Musikers Woodkid (Yoann Lemoine) sah, kapierte ich zwar wenig v...

Sendeschluss: Woodkid - I Love You


Als ich zum ersten Mal das Video "I Love You" des französischen Musikers Woodkid (Yoann Lemoine) sah, kapierte ich zwar wenig von der Geschichte, hörte aber ein sehr schönes Lied, sah ästhetische Bilder und fühlte mich ansonsten visuell angenehm an Depeche Modes "Enjoy The Silence" erinnert. Erst als ich das Video für diesen Beitrag heraussuchen wollte, las ich, dass "I Love You" bereits den dritten Teil einer Videoserie darstellt - kein Wunder also, dass die Handlung so unverständlich gewesen war!

Nun kenne ich auch die Singles und Videos zu den beiden Vorgängersongs "Iron" (2011) und "Run Boy Run" (2012) - wer der Geschichte von Anfang an folgte, musste also ziemlich lange warten. Und was kann ich sagen? Ich verstehe immer noch nichts! Alle drei Videos sind toll gemacht und erinnern in ihrer Ästhetik an Anton Corbijn. Was uns darin aber für eine Geschichte erzählt werden soll, bleibt mir nach wie vor unklar.

Herr Woodkid, der hauptberuflich übrigens Musikvideos für Sängerinnen wie Katy Perry oder Lana del Rey sowie Werbespots dreht, bringt im März sein erstes Album "The Golden Age" heraus.

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