Sendeschluss: Get Well Soon - Staying Home

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Am Mittwoch gab Konstantin Gropper, alias Get Well Soon eine neue Musikveröffentlichung der anderen Art bekannt: Im November erscheinen an drei verschiedenen Tagen drei neue EPs des Projektes, und zwar ausschließlich und limitiert auf 10-Zoll-Vinyl.

Zuerst erscheint am 7. November "The Lufthansa Heist", von der auch das neue Video stammt. Am 14. November folgt Henry – the infinite desire of Heinrich Zeppelin Alfred von Nullmeyer. Und eine Woche später kommt dann mit "Greatest Hits" eine Sammlung von Cover Songs (darunter "Careless Whisper"!) auf den Markt.

Begleitend wird es im Januar eine kurze Tournee geben, wobei innerhalb eines Auftritts jeweils drei verschiedene Sets gespielt werden. Man kann gespannt sein. Weitere Informationen zu den EPs und die Tourtermine gibt es hier.

Was genau Get Well Soon nun mit Wrestling zu tun hat - denn darum dreht sich das stimmungsvolle Schwarzweiß-Video - hat sich mir noch nicht ganz erschlossen.


Sendeschluss: Farin Urlaub - Herz? Verloren

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Schon wieder Sonntag! Wenn man sich das neue Video von Farin Urlaub Racing Team (kurz nun: FURT) ansieht, bekommt man den Eindruck, dass die Macher in letzter Zeit Hannibal gesehen haben. Auch hier also Mord und Totschlag im Kontext der Psycholog(inn)encouch.

Die Single ist übrigens die erste Veröffentlichung seit sechs Jahren, demnächst folgt ein neues Album mit dem Titel "Faszination Weltraum". Die Single klingt zumindest besser als alles auf dem letzten Ärzte-Album.

Neulich als ich wieder den Tatort verpasste: Pelle Carlberg im Duisburger Zum Hübi

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Der Musiker Pelle Carlberg wurde auf diesem Blog bereits so ausführlich vorgestellt, dass dieser schon beinahe "Neulich als ich an Pelle dachte" heißen könnte. Anfang des Jahre berichtete ich hier über den Besuch eines Konzerts des Schweden in Köln, einen Abend später trat er sogar bei uns Zuhause auf. Eigentlich ist das Jahr 2014 Pelle Carlberg-technisch also bereits ganz gut abgedeckt, aber als wir von einer weiteren Solo-Kurztournee erfuhren, konnten wir uns dann doch nicht fernhalten - selbst, als der einzige für uns passende Konzerttermin die Anreise nach Duisburg erforderlich machte.

Duisburg also. Kenne ich nicht wirklich, und der Konzertabend hat das auch nicht verändert, denn die Kneipe "Zum Hübi", in der das Konzert stattfinden sollte, lag zwar stilecht in der Horst-Schimanski-Gasse, aber ansonsten lauschig und abseits des Zentrums am Kanalufer.


Das Konzert fand draußen statt - die "Bühne" befand sich direkt vor dem Geländer Richtung Kanal, während die Zuschauer an den Freitischen der Kneipe saßen. Nicht recht klar war, ob irgendjemand von ihnen wegen des Konzerts anwesend war, oder ob man nur einfach den Abend in der Stammkneipe genießen wollte. Pelle selbst, der uns durchaus freudig begrüßte, war jedenfalls der Meinung, dass ihn hier außer unserer Vierergruppe und einem weiteren angereisten Fan niemand gezielt sehen wollte. Das kann schon sein.

Um so besser, dass wir gekommen waren. Das musikalische Programm inklusive Geschichten erinnerte natürlich größtenteils an Köln und Montabaur, aber zu "Pelle Carlsberg" haben wir es mit unserer Strategie, uns den Song mit Hilfe des Getränkeangebots zu wünschen, mittlerweile selbst in den Geschichtenfundus geschafft. Nach dem Konzert erzählte uns der Künstler, dass er zwar in etwa im Kopf habe, was er spielen wolle, aber keine feste Liste habe, weshalb er während des Spielens manchmal regelrecht panisch werde und nicht wüsste, was er als nächstes spielen könne. So gab es an diesem Abend kein "Pamplona", weil er schlicht nicht daran gedacht hatte. Stattdessen präsentierte er bekannte Lieblingslieder ("Go to hell, Miss Rydell", "Clever girls like clever boys ..."), neue unveröffentlichte Songs ("Salt", "Loser of the century"), einen alten Edson-Song ("I didn't mean to be mean") sowie als Zugabe eine Elton John-Coverversion ("Rocket Man").


Das Publikum bei Hübi war gewissermaßen ein Festivalpublikum: Es musste erspielt werden, was bei ca. 50 Prozent funktionierte, der Rest war irgendwann zumindest ruhig. Nicht so die eifrige Bedienung, die sich auch bei den leisesten Songstellen nicht davon abhalten ließ, an allen Tischen lautstark nach neuen Bestellungen zu fragen - aber irgendwie war das auch amüsant. Ebenso der Radfahrer, der zwischen Publikum und Pelle durchradelte und dabei auf Englisch kommentierte, dass ihm die Musik gefalle.

Wieder einmal erwies es sich als gute Entscheidung, den Sonntagabend-Tatort links liegen zu lassen und zu Pelle zu gehen, zumal dieser perfekte Fanpflege betrieb und sich bei allen bekannten Gesichtern mehrfach fürs Kommen bedankte.



Setliste:

Oh no! It's happening again
Musikbyrån makes me wanna smoke crack
Fly me to the moon
1983 (Pelle & Sebastian)
Go to hell, Miss Rydell
I didn't mean to be mean
Loser of the century
I love you, you imbecile
Metal to metal
Salt
Pelle Carlsberg
Because I'm worth it
Clever girls like clever boys much more than clever boys like clever girls

Rocket man

Sendeschluss: Marcus Wiebusch - Der Tag wird kommen

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Marcus Wiebusch hat sein Video zum Anti-Homophobie-im-Fußball-Song "Der Tag wird kommen" via Crowdfunding finanziert. 30 000 Euro wollte er einsammeln, 54 000 hat er bekommen. Der zehnminütige Film setzt im Grunde "nur" die Geschichte des Songs in Bilder um: Ein Junge erweist sich früh als Fußballtalent, und während die Freunde im Heimatort von seiner Homosexualität wissen und diese akzeptieren, muss diese für die Profikarriere verheimlicht werden, weil man das Management und auch der Spieler selbst Angst vor negativen Konsequenzen haben. Die Zerrissenheit eines Menschen, der tagein tagaus einen wichtigen Teil seiner Persönlichkeit verbergen muss, wird hier sehr berührend gezeigt.

Zum Ende des Clips kommen die Fans verschiedener Bundesligavereine ins Bild, sicher in der Hoffnung, dass durch ihren Einfluss der besagte Tag, an dem auch im Profifußball gilt: "jeder liebt, wen er will und der Rest bleibt still" nun wirklich bald kommt.

Fleischeslust: Ćevapčići

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Vegetaria, die Fleischersatzmarke des Fleischkonzerns Vion, baut seine Produktpalette immer weiter aus. Eigentlich sind die Erzeugnisse auch immer sehr gut, was fast ein bisschen schade ist - man möchte ja durchaus lieber kleinen, mit Bioprodukten arbeitenden Firmen den Vorzug geben, die nicht neben der Fleischersatzproduktion massenweise Schweine schlachten. Aber wie gesagt: Die Qualität stimmt eben meistens, wenn man nicht gerade die Fertiglasagne kauft.


Als Neuzugang im Real-Regal (dessen Lieblosigkeit ein Thema für sich wäre) fielen dieses Mal Ćevapčići auf. Das Konkurrenzprodukt von Viana gibt es hier regelmäßig, ansonsten kenne ich keine vegetarischen Ćevapčići - klar, die Vegetaria-Teile mussten mit.


Beim Auspacken gab es eine Überraschung, die Teile sahen nämlich genau wie Fischstäbchen aus. Nach dem Anbraten wirkten sie immer noch nicht gerade ähnlich zum Original, dafür waren sie einfach zu quaderförmig - echte Ćevapčići sind doch eher würstchenartig in der Form.


Was nun das viel wichtigere Geschmacksurteil betrifft: Im Grunde waren die Quader nicht schlecht, aber sehr, sehr trocken. Richtige Begeisterung wollte sich deshalb nicht einstellen, nur großer Durst. Meine liebsten "Ćevapčići" bleiben die selbstgemachten auf Basis von Sojamedaillons, gefolgt von den genannten Viana-Produkten. Kein Totalflop, aber eben auch nicht richtig gut.

Sendeschluss: Woods of Birnam - The Healer

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Woods of Birnam sind eine Band, die aus dem Schauspieler Christian Friedel und vier Musikern von Polarkreis 18 besteht. Ich hatte sie letzten November im Vorprogramm von Enno Bunger gesehen und für gut befunden. Das damals bereits geplante Debütalbum ist nun komplett, die erste Veröffentlichung daraus ist allerdings ein alter Bekannter: "The Healer" gab es bereits 2012 als Maxisingle. Das komplette Album soll im November erscheinen.

Was das Video betrifft, sieht man schon recht deutlich, dass Friedel Schauspieler ist, es wurde gestisch und mimish ein bisschen tief in die Melodramatikkiste gegriffen. Aber das war sicher so gedacht.

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