Und das geht so: Marcus Wiebusch in der Hamburger Markthalle

U.

Dieses Jahr schenkte ich meinem Freund zum Geburtstag eine Reise nach Hamburg mit Besuch des Miniatur Wunderlands. Er beschloss, die Reise in seinen Herbstferien in Anspruch zu nehmen und suchte nach passenden Konzerten, ohne die beinahe jede Reise für ihn sinnlos wäre. Bei Marcus Wiebusch wurden wir schnell enttäuscht: Es sollte ein Konzert in der Markthalle geben, aber dieses war bereits lange ausverkauft. Dann aber hatten wir Glück, denn auf Umwegen schafften wir es sogar auf die Gästeliste!

Dass Hamburg für Wiebusch ein besonderes Konzert darstellen würde, war von Anfang an klar, besonders bekam das zunächst die Vorband Pink Lint zu spüren, für deren 40-minütiges Set sich niemand so recht interessieren wollte. Nur einmal gab es richtig viel Applaus, nämlich als der Sänger ankündigte, dass nun das letzte Lied käme. Als er dann noch ausführte, dass alle am Merchandise-Stand willkommen seien, rief jemand ungeduldig von hinten "Spiel endlich das letzte Lied!"


Eine derart rüde Behandlung wünscht man natürlich keiner Band, aber auch ich war froh, als das Set vorbei war, denn musikalisch konnte mich die Band so gar nicht überzeugen. Ich bin gespannt, ob ihr Debütalbum bei Grand Hotel Van Cleef Begeisterungsstürme auslöst.

Ich hatte bereits im Vorfeld gehört, dass Marcus Wiebuschs "Soloauftritte" mit erstaunlich vielen Musikern stattfinden, deshalb war ich nicht sonderlich überrascht, als diverse Blasinstrumente inklusive einer riesigen Tuba auf die Bühne getragen wurden, zusätzlich hatte Marcus noch einen Keyboarder (Pär Lammers von Jack Beauregard) und einen Schlagzeuger dabei, während er vorne selbst, umgeben von Bassist und Gitarrist, mit der Gitarre stand.


Los ging das sofort vom Publikum umjubelte Konzert mit "Springen" vom Debüt-Soloalbum "Konfetti". Anschließend behauptete Marcus, der HSV liege gerade gegen Bayern München mit 0:4 zurück ("stimmt überhaupt nicht, aber ich muss ja Stimmung machen"). Dann erklärte er den Inhalt von "Das Böse besiegen (der Exorzismus des David R.)" - es ginge um Freunde, die einen mitten in der Nacht anrufen und erklären, sie müssten sich jetzt umbringen, weil irgendeine Frau nicht zurückruft - und den Wunsch, solche Luxusprobleme durch Exorzismus zu beseitigen.

Nach diesem Song hörte man den lauten Zwischenruf "Geile Bläser", auf den Marcus gespielt erbost reagierte: "Der Schlagzeuger spielt wie ein Uhrwerk, ich singe mir den Arsch auf, und hier kommt "Geile Bläser", das hatte ich auch noch nie. Als jemand zaghaft "Geiler Schlagzeuger!" rief, entgegnete Marcus "Was wir brauchen, sind mehr Zwischenrufe!"


Nach "Jede Zeit hat ihre Pest" erklärte der Sänger er habe das Problem, dass er zwar darauf brannte, mit dem Soloalbum auf Tour zu gehen, aber schnell feststellen musste, dass er keine abendfüllende Anzahl von Liedern hatte. Also werde er machen, was alle machten, und auch etwas von der "alten Band" spielen - "aber in einer neuen Version!"

Das nun folgende "Balkon gegenüber" wurde dann zugegebenermaßen mit den Bläsern gespielt, war aber durchaus der altbekannte Kettcar-Song. Als dieser vorbei zu sein schien, erklärte Marcus, das Besondere komme erst jetzt: Er habe eine Zusatzstrophe aus Sicht des Manns auf dem Balkon geschrieben - und diese folgte nun.


Dann kamen weitere Songs vom Soloalbum, die gerne und häufig mit "... und das geht so!" angekündigt wurden, ebenso nahm Marcus häufig Bezug auf sein "sexy dancing": Bei den drei Liedern, die er in einer Art Sprechgesang vorträgt und nicht selbst mit der Gitarre unterstützte ("Jede Zeit hat ihre Pest", "Haters Gonna Hate", "Der Tag wird kommen"), tanzte er ein wenig unbeholfen auf der Bühne herum und fühlte sich in dieser neuen Rolle noch ein wenig unwohl - weshalb er auch erklärte, dass die Hip Hop-Geste, bei der die Sänger mit dem einen Arm wedeln, sicherlich daherkommt, dass sie mit der Nicht-Mikrophon-Hand sonst nichts anzufangen wüssten.

Nach "Haters Gonna Hate", das mit seinen wummernden Beats etwas aus dem Rahmen fiel, folgte mit "Lattenmessen" ein weiterer Kettcar-Song, der vom ersten Album stammte und von der Band laut Wiebusch in den letzten zahn Jahren nicht gespielt wurde, weil er zu "emo" sei. Aber: "Emo kommt jetzt wieder! Und ich bin dann vorne dabei!"


Es ging auch noch weiter zurück in die Vergangenheit, denn Wiebusch hatte auch alte Songs der Kettcar-Vorgängerband But Alive im Programm und es folgte "Vergiss den Quatsch", so dass auch Langzeit-Fans von der Songauswahl positiv überrascht wurden.

Nun wurde mit "Der Tag wird kommen" der letzte Song angekündigt ("Das ist der letzte Song, aber die gute Nachricht ist: Er dauert sieben Minuten!"). Das wütende Lied wurde dann auch gebührend vom mit Konfetti beschossenen Publikum gefeiert und war neben "Nur einmal rächen" das Lied mit den positivsten Publikumsreaktionen.


Ganz vorbei war das Konzert nun aber (natürlich) noch nicht, die Band kehrte zurück und spielte noch "Was hätten wir denn tun sollen", das einem alten Solo-Demo aus But Alive-Zeiten entstammt, und zu dem Wiebusch anmerkte, dass er eine Gänsehaut hätte und die Bläser jeden Abend besser würden, sowie "Der Fernsehturm liebt den Mond" vom Soloalbum und, begleitet von Pogo unter den Fans ganz vorne, "Deiche" von Kettcar. Danach wäre eigentlich wirklich Schluss gewesen, aber Wiebusch ließ sich mit den Worten "Den Song haben wir auf der Tournee erst einmal gespielt und hatten ihn in Reserve, falls es mal brennt, und heute brennt es" und "Tourhöhepunkt" noch zu einer Zugabe-Zugabe überreden und spielte noch "Sie war, sie ist, sie bleibt" von But Alive.

So endete unser Besuch in der Hamburger Markthalle, zu der man sagen muss, dass sie eine gute Konzertlocation ist: Wegen der nach allen Seiten aufsteigenden Ränge hat man von beinahe überall eine gute Sicht auf die Bühne. Das Konzert mit Marcus Wiebusch in Hamburg war wie erwartet für Künstler und Publikum eine emotionale Sache, im positiven Sinne. Auch als Nicht-Hamburger war es schön, einen sichtlich glücklichen Künstler vor einem ausgesprochen begeisterten Publikum zu sehen.


Setliste:

Springen
Das Böse besiegen (der Exorzismus des David R.)
Jede Zeit hat ihre Pest
Wir waren eine Gang
Balkon gegenüber (Kettcar Cover)
Off
Schwarzes Konfetti
Nur einmal rächen
Was wir tun werden
Haters Gonna Hate
Lattenmessen (Kettcar Song)
Vergiss den Quatsch (But Alive Song)
Der Tag wird kommen

Was hätten wir denn tun sollen
Der Fernsehturm liebt den Mond
Deiche (Kettcar Song)

Sie war, sie ist, sie bleibt (But Alive Song)

Uhren umgestellt, Blog tapeziert

U.

Pünktlich zum Winterzeitbeginn hat mein Blog wieder einmal ein neues Layout bekommen. Statt Kacheln gibt es nun wieder etwas Lineares, das "Header"-Bild oben wurde übrigens vor einigen Jahren in Irland aufgenommen. Im Laufe der Monate werde ich das Headerbild sicherlich auch ändern.

Und nun folgt der mittlerweile schon traditionelle Rückblick auf die bisherigen Templates. Aus dem Kopf würde ich sie schon lange nicht mehr alle zusammen bekommen.

Fleur: 2008 bis 2009

Stitch: 2009 bis 2010

Silva: 2010 bis 2011



CS5 Texturizer: 2011 bis 2012



Insomnia: 2012 bis 2013



Folify: 2013 bis 2014

Sendeschluss: Noel Gallagher's High Flying Birds - In The Heat Of The Moment

U.

Es gibt Neuigkeiten von den Gallaghers: Während Liam vorgestern verkündete, dass sein Oasis-Anschlussprojekt Beady Eye aufgelöst wurde, hat Noel sein nächstes Album "Chasing Yesterday" angekündigt, das im März 2015 erscheinen soll. Die Single "In the Heat of the Moment" kann man bereits ab dem 17. November kaufen. Im Qualitätsvergleich zum Bruder muss man auch ganz klar sagen: Das Songschreiben beherrscht Noel einfach besser.

Der Oasis- und Gallagher-Fan in meinem Haushalt hat sich bereits Tickets für drei der ebenfalls von Noel angekündigten Europakonzerte besorgt, und in Mailand werde ich sogar mit von der Partie sein - wir nutzen dann den Geburtstag besagten Fans für ein langes Wochenende in der Metropole.





Neulich als nicht die Polizei kam: Enno Bunger in Montabaur

U.

Seit dem Auftritt der Indelicates in unserem Wohnzimmer im Juli hatten wir hinsichtlich weiterer Hauskonzerte den Ball flach gehalten. Die Sommerferien standen an, was durchaus Grund für eine Pause ist, wenn ein Großteil des potenziellen Publikums aus Lehrern und Eltern besteht. Außerdem wollten wir ja auch nicht irgendwelche Musiker engagieren, sondern solche, die wir tatsächlich toll fanden, und hierfür hat man nicht jede Woche Gelegenheit.

Dann kam aber via Facebook ein Aufruf von Enno Bunger rein: Er wolle spontan, noch vor seiner regulären Tournee im November, zur Finanzierung der Produktion seines neuen Albums eine kurze Wohnzimmertour machen, und man sollte sich bei Interesse bewerben. Das ließen wir uns natürlich nicht zweimal sagen, hatten wir den Künstler doch in den letzten eineinhalb Jahren dreimal live gesehen. Tatsächlich hatten mein Freund und ich beim letzten Konzert im Rahmen der Mannheimer Seebühnen-Regatta sogar kurz miteinander darüber gesprochen, ob Bunger wohl für Wohnzimmerkonzerte in Frage komme. Gesprächsergebnis: Nein, der ist zu erfolgreich.

Die Bewerbung wurde geschrieben und abgeschickt, große Hoffnungen machten wir uns aber nicht, denn wir hatten keine realistische Chance, die im Grunde in der Ausschreibung erbetenen 40 bis 50 Gäste zu erreichen. Tatsächlich kam aber bereits vor dem Bewerbungsschluss eine erste, vorsichtig positive Antwort, dann folgte eine feste Zusage, die hinsichtlich unserer kleinen Warnung, dass Katzenallergiker in unserem Haushalt Schwierigkeiten haben könnten, erklärte: "Hättet ihr sofort gesagt, dass ihr Katzen habt, hätten wir gleich zugesagt". Enno Bunger würde am 20. Oktober bei uns im Wohnzimmer spielen! Dieser Termin lag in den Schulferien, so dass von den bei früheren Konzerten recht zahlreich erschienenen Lehrern aus dem Bekanntenkreis dieses Mal nur ein paar Zeit hatten.


Nachdem wir das Konzert von Enno und dem ihn begleitenden Mitmusiker Onno Dreier auch über unseren Bekanntenkreis hinaus bekannt machen wollten, unternahmen wir so einiges: Die örtliche Zeitung wurde angemailt und gefragt, ob man einen Bericht mit einer Ankündigung veröffentlichen könne. Das erfolgte auch, sogar halbseitig und in der Samstagsausgabe, aber die von uns zur Verfügung gestellte E-Mailadresse für Interessenten blieb beinahe unbenutzt. Zusätzlich luden wir dieses Mal nicht nur unsere direkten Nachbarn, sondern gleich die ganze Straße ein, was immerhin drei zusätzliche Gäste einbrachte. Als am erfolgreichsten erwies sich die Ankündigung von Enno selbst via Facebook: Vier weitere Gäste meldeten sich, jeweils mit Begleitung, an.

Gemeinsam mit unseren Freunden, Verwandten und Bekannten brachten wir es so immerhin auf etwas über 30 erwartete Konzertgäste. Für diese Besucher kauften wir Getränke und Essen ein und bereiteten Gästezimmer vor, denn erstmalig wollten die Konzertgäste nach dem Auftritt auch bei uns übernachten.

Der 20. kam schnell und ebenso die Musiker, denn diese trafen bereits am frühen Nachmittag bei uns ein. Während sie auf ihrem offenbar von MC Escher konstruierten VW Bus (innen größer als außen) eine geradezu absurd erscheinende Anzahl von Musikinstrumenten in unser Wohnzimmer trugen und dort aufbauten, wurde immer klarer, dass 30 Gäste mehr als genug sein würden, um unser Wohnzimmer bis an den Rand zu füllen. Beim Soundcheck bekamen wir dann etwas Angst: Für melancholische Klavierballaden waren die Bunger-Lieder verdammt laut! Ob heute Abend wohl auch die Polizei vorbei schauen würde, weil das Geschirr auch in den Nachbarhäusern im Schrank klirrte?

Zwischen der Ankunft unserer Gäste,die zusätzlich Onnos Bruder Dirk als Trag- und Aufbauhelfer mitgebracht hatten, und dem Konzert gab es noch viel Zeit, in der wir erfuhren, dass die Spielorte und Unterkünfte stark variierten, an einem Ort habe man die angebotene Übernachtungsgelegenheit gar wegen zu großem Schmutzaufkommen ablehnen müssen. Bei einem sehr jungen Mädchen, das sich erfolglos für die Wohnzimmertour beworben hatte, hatten Enno und Onno einfach nachmittags kurz vorbei geschaut und ein paar Songs gespielt.


Nach dem schon beinahe traditionellen Abendessen mit den Musikern tauchten die Gäste dann auch bereits auf und erkämpften sich Plätze auf dem Sofa und Stühlen, während die zusätzlich besorgten und bereit gelegten Sitzkissen deutlich weniger Freunde fanden.

Und dann ging das Konzert los. Enno sagte bei der Begrüßung, dass es viele Bewerbungen für die Wohnzimmertour gegeben habe, was er gar nicht verstehe, denn seine Musik sei ja im allgemeinen eher deprimierend - für Hochzeiten und Familienfeiern also eher schlecht geeignet.

Tatsächlich bestand (natürlich) wieder ein Großteil der Setliste aus Titeln des Trennungsalbums "Wir sind vorbei", wobei die gespielten Versionen, etwa bei "Leeres Boot" (mit einem sehr langen Instrumentalteil) und "Roter Faden", teils erheblich von den uns bereits bekannten abwichen. Vor dem für diese Platte untypischen, da deutlich schnelleren Titel "Die Flucht" erzählte Eno, er kämpfe wie alle Söhne mit dem Problem, dass seine Mutter alles, was er macht, grundsätzlich gut fände. Diesen für seine Verhältnisse geradezu aggressiven Song habe er ihr in der Erwartung vorgespielt, endlich etwas produziert zu haben, das sie kritisieren würde. Und sie habe "Geil Enno, endlich mal was Fetziges!" gesagt.

Enno spielte aber auch ganz neue Titel, etwa "Am Ende des Tunnels", das wir bereits aus Frankfurt kannten, sowie sein untypisch fröhliches neues Lied mit dem (Arbeits-)Titel "Irgendwann", das ich bereits in Mannheim gehört hatte, ebenso "Scheitern". Vor "Irgendwann" erklärte er zur Beruhigung des Publikums, er schreibe stets nach aktueller Gefühlslage, es gehe ihm also mittlerweile besser.


Allerdings erzählte er vor dem älteren "Pass auf dich auf", das er einst bei Inas Nacht vortragen durfte, dass ihn die ARD zwar in einem der teuersten Hotelzimmer Hamburgs untergebracht habe, er aber nur 150 Euro Gage bekommen habe - was dazu geführt habe, dass er, als der von ihm bewunderte Mitgast Ulrich Tukur vorgeschlagen habe, nach der Sendung noch einen trinken zu gehen, vortäuschen musste, zu müde zu sein, weil er kein Geld hatte. Was doch Anlass für einen weiteren neuen, aber traurigen Song wäre.

Auch Onno, der Enno an Keyboards, Trommel, Gitarre und Akkordeon begleitete, hatte einen Soloauftritt, als er einen (angeblich den einzigen) Song seines eigenen Musikprojekts Projektor vortrug. Danach folgte eine Coverversion von Element of Crimes "Bitte bleib bei mir", die Onno auf dem Akkordeon begleitete.

Nach "Roter Faden" war der Hauptteil des Konzertes beendet, wobei uns die Zugabe bereits fest versprochen war und auch umgehend erfolgte. Davor klingelte es allerdings überraschend an der Tür und ich erinnerte mich plötzlich an meine Angst, dass lautstärkebedingt die Polizei kommen könnte. Es handelte sich dann aber zum Glück nur um einen allerletzten Konzertgast.

"Regen" kündigte Enno als Hit an, da Klaas Heufer Umlaufs Band Gloria den Song auf ihrem Debutalbum gecovert hat - was Enno gar nicht recht war, aber immerhin bei ihm für emotionalen Abstand von dem sehr persönlichen Lied gesorgt hat. Auf das neue "Scheitern" folgte noch, quasi als Zugabe der Zugabe, "Ich möchte noch bleiben, die Nacht ist noch jung", das akustisch vorgetragen wurde, erneut mit Enno am Akkordeon.


Nach diesem endgültigen Schlusspunkt des Konzerts konnte man natürlich noch Merchandise kaufen und mit Enno und Onno sprechen. Mir hatte das Konzert bei uns daheim natürlich überaus gut gefallen, und auch die Gäste machten einen sehr zufriedenen Eindruck.

Ein paar Tage später meldeten sich übrigens doch noch Interessenten über die E-Mail-Adresse, die wir in der Zeitung veröffentlicht hatten: Zwei Teams des SWR fragten unabhängig voneinander, ob sie für ihre tägliche Regionalsendung beim nächsten Konzert filmen dürfen. Es bleibt also spannend...

Setliste:

Abspann
Leeres Boot
Ein Astronaut
Blockaden
Die Flucht
Am Ende des Tunnels
Pass auf dich auf
Bear in the woods (Projektor)
Bitte bleib bei mir (Element of Crime Cover)
Herzschlag
Irgendwann
Roter Faden

Regen
Scheitern

Ich möchte noch bleiben, die Nacht ist noch jung

Sendeschluss: Enno Bunger - Regen

U.

Morgen findet bei mir Zuhause ein Wohnzimmerkonzert mit Enno Bunger statt! Wie immer zerfressen mich gerade Sorgen, ob vielleicht niemand kommt, zumal ein Artikel über den Auftritt in der gestrigen Lokalzeitung, der eigentlich weitere Konzertgäste heranschaffen sollte, bislang seine Wirkung verfehlt hat.

Nichtsdestotrotz gibt es natürlich Anmeldungen von alten und neuen Bekannten, und ich freue mich auch selbst sehr auf das Konzert. Ich verspreche auch, bei seinen gefühlvollen Klavierballaden nicht schief mitzusingen, wie einst die Gastgeberin bei Inas Nacht ... für den Sendeschluss habe ich aber ein Lied ohne Störfaktoren ausgewählt, das wir morgen sicherlich auch zu hören bekommen.

Neulich als ich Schokolade testete

U.

Vor Jahren wurde ich Mitglied bei der Plattform trnd. Dort füllt man einige Online-Fragebögen aus und wird dann früher oder später eingeladen, ein neues Produkt zu testen, beispielsweise Spülmaschinentabs, Tiefkühlpizza oder auch ein neues Handy. Die drei Projekte, an denen ich teilgenommen habe, liegen nun bereits einige Zeit zurück (wer Interesse hat, kann sie hier nachlesen).

Seitdem wurde ich gelegentlich angemailt und aufgefordert, mich für neue Projekte zu bewerben - aber entweder, das Produkt interessierte mich einfach nicht genug, oder aber, ich wurde letztlich nicht zum Test eingeladen. Als dann aber vor etwa zehn Tagen die Einladung zu einem Schokoladenprojekt kam, musste ich mich natürlich bewerben - und dieses Mal hat es auch geklappt.


Testgegenstand sind die "Schokowürfel weiß" von Ritter Sport. Ich habe per Post vier Packungen erhalten und darf diese nun natürlich selbst testen. Im Interesse meiner Gesundheit und Bewegungsfähigkeit gebe ich aber selbstverständlich auch anderen von den Süßigkeiten ab. Bislang wurden sie hauptsächlich im Büro verteilt.

Was mein eigenes Urteil angeht, finde ich die Würfel grundsätzlich gut, sie wären aber beim Einkaufen gegenüber den regulären Würfeln in Milchschokolade nicht meine erste Wahl. Erstens macht die weiße Schokoladenumhüllung die Würfel noch einen Tick süßer, als sie es ohnehin schon wären. Und zweitens gibt es von den weißen Würfeln in einer Packung drei Geschmacksrichtungen (Latte Macchiato, Karamel Nuss, Nuss Mandel Krokant), von den Milchschokoladenwürfeln aber vier (Edelnugat, Karamell, Nuss in Nugatcreme und Schoko Crisp).

Wie man dem zweiten Bild aber bereits entnehmen kann, jammere ich hier auf hohem Niveau, die Dinger verschwinden hier verdammt schnell!


Die Nacht der langen Messer: Gemma Ray im Wetzlarer Franzis

U.

Gemma Ray hatte ich vor fünf Jahren einmal als Vorband von Maximilian Hecker gesehen. Damals machte die Sängerin mit ihrem blumenlastigen Auftritt einen guten Eindruck, allerdings habe ich sie auch sofort wieder aus den Augen verloren.

Als mein Freund vorschlug, ein Konzert der Künstlerin in Wetzlar zu besuchen, las ich wieder ein wenig im Internet über sie und fand Vergleiche zu Amy Winehouse. Hm. Konnte man sich ja einmal ansehen, vor allem, wenn man noch nie in diesem Örtchen war und es fahrtechnisch schnell und gut zu erreichen war.


Wetzlar als Konzertort hat anscheinend auch nicht viel mehr Anziehungskraft als Montabaur, denn beim Warten auf den Auftritt im Lokal "Franzis" dachten wie lange Zeit, dass wir hinsichtlich der Besucherzahl Gemma auch zu uns nach Hause einladen hätten können. Aber wieder einmal wussten Lokalkundige wohl einfach, dass die Konzertbeginnzeit deutlich nach 20 Uhr sein würde, und so kamen kurz vor dem Auftritt der Band dann doch noch einige Zuhörer dazu und brachten die Gesamtbesucherzahl mit sehr hohem Männeranteil auf etwa 40.

Gemma selbst hatte wohl ursprünglich vorgehabt, ihren Auftritt früher zu beginnen, denn sie begrüßte uns mit der Entschuldigung, die Band sei in einem Haus aus dem 16. Jahrhundert bei hervorragendem Essen festgehalten worden und habe sich erst jetzt befreien können.


Band? Ja, denn neben Gemma an Mikrophon und Gitarre waren auch ein Bassist und ein Schlagzeuger mit auf der Bühne, die gemeinsam mit einem nicht anwesenden Keyboarder auch auf Gemmas neuem Album "Milk For Your Motors" zu hören sind.

Vom Blumen-Hawaii-Styling mit Kleid und einer Blumenkette am Mikrophonständer von 2009 ist Gemma Ray mittlerweile weit entfernt. Passend zum Plattencover sieht sie eher wie eine düstere Country-Sängerin aus den 60er Jahren aus, komplett in schwarz mit Jeans, einer Bluse und einer leicht toupierten Seitenscheitelfrisur. Von ihren Bein-Tattoos ist so nichts mehr zu sehen, und die Blumen, die man auf dem Cover ihres aktuellen Albums an ihrem Hals sieht, sind offensichtlich keine neuen Tätowierungen.


Los ging das Konzert mit dem neu arrangierten Traditional "900 Miles", dann folgte der Opener des neuen Albums, "The Wheel". Es folgten weitere vier Songs von "Milk For Your Motors" bis mit "100 mph (In The 2nd gear") das erste ältere Lied (von "Lights Out Zoltar!") gespielt wurde. Anschließend wurde die Setliste abwechslungsreicher und berücksichtigte auch weitere ältere Albumveröffentlichungen.

Gemma hatte bereits ganz am Anfang erklärt, sie versuche, bei Konzerten eher wenig zu sprechen, weil sie häufig Mist rede. Der Schlagzeuger hätte außerdem viel mehr Humor als sie, aber sie stünde nun einmal am Mikro. An dieser Aussage gemessen, meldete sich die Sängerin aber dann doch relativ häufig zu Wort, erklärte, worum es in einzelnen Songs ging und sagte auch, dass es ihr im Download-Zeitalter eine besondere Freude sei, dass wir alle tatsächlich aus dem Haus und zu ihren Konzert gegangen seien.


Vor "There Must Be More Than This", einem neuen Song, der es nicht aufs Album geschafft hat, steckte Gemma plötzlich ein riesiges Messer unter den Saitenhalter ihrer Gitarre. Dort passte es hin wie angegossen, aber man musste sich fragen, was sie damit vor hatte... Nachdem es einige Songs lang einfach nur dort gesteckt hatte, kam es dann am Ende von "They All Wanted A Slice" (und später noch einmal bei "Runaway") zum Einsatz und die Gitarrenseiten wurden damit malträtiert. Geigenbogen an der Gitarre macht ja mittlerweile jeder, aber das mit dem Küchenmesser ist neu!


Mit "Ghost On A Highway" von The Gun Club präsentierte Gemma Ray im Hauptteil auch eine von zwei Coverversionen des Abends. Nach "Dig Me A River" und insgesamt 17 Liedern war das offizielle Set beendet, Gemma ließ sich aber quasi sofort zurück auf die Bühne klatschen, wo sie erklärte, dass ihr dieses "Encore thing" eigentlich nicht so gut gefalle, weil man nie wisse, wie man es planen solle. Sie bot uns dann anschließend noch drei Songs ("Rescue Me", das unveröffentlichte "Go Softly, Heart" und "Desoto") allein dar, dann kehrte auch die Band zurück und man schloss das Konzert mit der Coverversion "I'm Gonna Lock My Heart" gemeinsam ab.

Anschließend konnte man Gemma und Band sofort am Merchandise-Stand wieder treffen, wo man neben Platten, T-Shirts und Stoffbeuteln auch Auto-Lufterfrischer mit dem freundlichen Hinweis "Buckle Up" erstehen konnte. Übrigens sprach die britische Sängerin, die seit Jahren in Berlin lebt, zu unserer Überraschung den ganzen Abend lang kein deutsches Wort, auch beim Merchandise-Verkauf nicht.

Wir folgten diesem Rat und machten uns im Auto sorgfältig angeschnallt auf den Weg nach Hause.


Der Retro-Stil der Sängerin gefällt mir eigentlich sehr gut, wobei der Vergleich zu Amy Winehouse natürlich etwas einfallslos ist. Viel häufiger mussten wir an Twin Peaks denken. In der Bar dieser fiktiven Stadt könnte Gemma so ziemlich jeden ihrer Songs anstimmen, während um sie herum mysteriöse Dinge passieren. Nachdem ja diese Woche bekannt gegeben wurde, dass die Serie eine dritte Staffel bekommt, sollt sich Gemma Ray unbedingt für den Soundtrack bewerben.


Setliste:

900 Miles
The Wheel
Shake Baby Shake
Buckle Up
The Right Thing Did Me Wrong
Out In The Rain
100 mph (In The 2nd Gear)
Trou De Loup
If You Want To Rock And Roll
There Must Be More Than This
You Changed Me
Ghost On The Highway (The Gun Club Cover)
They All Wanted A Slice
Flood And A Fire
Runaway
So Do I
Dig Me A River

Rescue Me
Go Softly, Heart
Desoto

I'm Gonna Lock My Heart (Billie Holiday Cover)

Sendeschluss: alt-J - Every Other Freckle

U.

Flauschige weiße Katzen Special, Teil 2

Im zweiten und letzten Teil dieser kurzen Reihe zeige ich das neue Video von alt-J, die sich ohne Zuhilfename der Flauschekatze sicherlich nicht schon wieder in diese Kategorie hätten schleichen dürfen, waren sie doch erst im August im Sendeschluss vertreten.

Das Video zu "Every Other Freckle" gibt es in einer "Boy" und einer "Girl" Version, die Katze ist glücklicherweise in beiden dabei.


An Apple a Day ...

U.
Vor drei Wochen stellte Apple das neue iPhone 6 vor, was wie immer zu übertriebenen Reaktionen in alle Richtungen führte. Ich habe mir das Telefon tatsächlich gekauft, da mein geliebtes altes 3GS doch sehr deutlich an seine Grenzen stieß, aber damit waren die Apfel-Produkteinkäufe alles andere als abgeschlossen.

Apple gab nämlich gleichzeitig etwas bekannt, das deutlich weniger Reaktionen auslöste: Der iPod Classic, das Produkt, mit dem sich Apple über die Nische hinaus einen Namen machte, wurde eingestellt.

So ganz überraschend kam das nicht, denn an den Geräten war seit vielen Jahren nichts mehr verändert worden. Sie können außerdem, anders als der weiterhin erhältliche iPod Touch, ausschließlich Musik abspeichern und spielen. Kein WLAN, keine Apps, keine Nutzung von Steamingdiensten wie Spotify, Videos nur im Miniformat ... wahrscheinlich hat sich der gute alte iPod Classic einfach kaum noch verkauft, so dass Apple es nur für logisch hielt, das Relikt aus dem Sortiment zu nehmen.

In einer Hinsicht macht aber kein anderer Player, weder von Apple noch von Konkurrenzunternehmen, dem iPod Classic etwas vor: Auf ihn passen 160 GB. Der aktuell größte iPod Touch fasst gerade einmal 64. Auch das hat sicherlich seine Gründe, denn im Streaming-Zeitalter haben viele gar kein großes Interesse mehr daran, ihre Musiksammlung komplett offline mit sich herum zu tragen.

iPods in meinem Haushalt in chronologischer Reihenfolge

Aber es gibt eben noch eine Minderheit von Menschen, die gerne von Streaming und WLAN unabhängig sein möchte und außerdem ausreichend Musik besitzt, um 160 GB zu füllen. Für diese war der 9. September ein schwarzer Tag, denn gleichzeitig mit der Einstellungsbotschaft war der iPod Classic aus dem Apple Store verschwunden, während Onlineshops ihre kleinen Restbestände spontan im Preis deutlich herauf setzten.

Mit diesem Wissen ging ich letzte Woche in eine Frankfurter Saturn-Filiale und war überrascht, dass es dort noch fünf iPod Classic gab - zum normalen Verkaufspreis von 239 Euro. Ich selbst besitze noch einen Vorgänger-iPod Classic mit 80 GB und habe so wenig Musik, dass er mir völlig ausreicht - zumal ich unterwegs mittlerweile sowieso häufiger Bücher höre. Nachdem ich aber gleich mehrere Verzweifelte kannte, denen eine Zukunft ohne 160 GB Musik in der Tasche nicht lebenswert erschien, und die deshalb dringend ein Backup-Gerät suchten, schickte ich ein paar Nachrichten herum und kaufte dann tatsächlich an aufeinander folgenden Tagen zwei der Geräte. Wenn man das bei Saturn seltsam fand, konnte man es gut verbergen.

Nun ist also, zumindest in meinem direkten Umfeld, die Apfelkrise erst einmal überwunden. Bleibt zu hoffen, dass nicht im nächsten Jahr der neue iPod Touch mit 320 GB auf den Markt kommt ...

Gelesen, gesehen, gekauft - September 2014

U.
In letzter Zeit denke ich darüber nach, diesen Blog einzustellen. Er dient ja letztlich als Ventil für meinen Schreibdrang, zu Themen, die mich beschäftigen. Aber momentan ist dieser Drang nicht sonderlich groß. Aber, ein Hoch auf die umgekehrte Psychologie, während ich mich mit dem Thema der potenziellen Einstellung beschäftigte, fielen mir Themen ein, über die ich gerne schreiben möchte. Ups.

Eine Idee, die ich hatte, ist das hier: Eine monatliche Zusammenfassung der Dinge, die ich in einem Monat gemacht habe, in Bezug auf Filme/Serien, Bücher und Konsumgüter. Ich bin wahrlich nicht die erste, die eine solche Kategorie einführt - wohl eher die letzte - aber mir erscheint die Idee plausibel, denn das, was man so gesehen und gelesen hat, beschäftigt einen ja im allgemeinen noch eine Weile - jedenfalls, wenn es nicht totale Zeitverschwendung war. Ich probiere das jetzt einfach einmal aus!

Gelesen


Im September habe ich es endlich geschafft, Wolf Hall / Bring Up The Bodies von Hilary Mantel fertig zu lesen. An den ersten beiden (jeweils Booker-Prize-gekrönten) Bänden einer Trilogie über Thomas Cromwell, deren letzter Band noch nicht veröffentlicht ist, habe ich verdammt lange geknabbert und musste zwischen den beiden Büchern eine recht lange Pause einlegen. Mantel macht es einem nicht immer einfach, der personenreichen Handlung zu folgen, und ich habe den Verdacht, dass man sich mit britischer Herkunft (in englischen Schulen wird die Abkehr der anglikanischen Kirche von der katholischen und die Sache mit den fünf Frauen Heinrichs VIII. sicher ausführlicher behandelt) leichter getan hätte. Ich jedenfalls musste öfter Wikipedia zur Hilfe nehmen.

Ganz zur Seite legen konnte ich die Bücher aber dennoch nicht, denn das, was hier geschildert wird und ja tatsächlich passiert ist, fasziniert einfach durch seine Unvorstellbarkeit. Selbst wenn man als Leser die ganze Zeit weiß, was kommen wird: Richtig glauben mag man es nicht. Zu unwahrscheinlich erscheint einem, dass eine große Zahl intelligenter Menschen davon abhängt, in wen ein gelinde gesagt unvernünftiger König diese Woche verliebt ist. Ich musste beim Lesen des öfteren an George RR Martins A Song of Ice and Fire denken - weil zumindest die Teile, die sich nicht mit Drachen und angreifenden Untoten beschäftigten, plötzlich gar nicht einmal so unrealistisch erschienen.

Gesehen



September war auch der Monat, in dem Deutschland endlich Zugriff auf den Streamingdienst Netflix bekam. Mein Haushalt traf aber eine unkonventionelle Entscheidung und abonnierte stattdessen erstmalig Sky. Diese Entscheidung hat (natürlich) mit der Bundesliga zu tun, allerdings weiß ich mittlerweile, dass Sky mit dem Onlineportal Sky Go ebenfalls über ein beeindruckendes Streamingangebot verfügt. Leider zeigte sich beim Ausprobieren aber auch, dass Streaming mit unserem Internet längst nicht immer funktioniert, nicht selten brechen die Filme einfach ab oder frieren ein.

Dennoch habe ich im September eine Serienstaffel komplett auf Sky Go gesehen, nämlich die erste von The Bridge - America. Die Serie ist das Remake einer dänischen Serie, die im ZDF bereits lief, es gibt anscheinend auch noch viele weitere Remakes. Die US-amerikanische Version spielt in den Orten El Paso (USA) und Juarez (Mexiko), die durch eine Brücke miteinander verbunden beziehungsweise voneinander getrennt sind. Während das Leben in El Paso recht beschaulich ist, herrscht ein paar Kilometer weiter in Juarez das organisierte Verbrechen. Die Handlung beginnt, als eine Leiche mitten auf der Grenzbrücke gefunden wird und Polizisten aus beiden Orten gemeinsam versuchen, das Verbrechen aufzuklären.

Die Serie ist so stark von den bekannten Grenzproblemen zwischen Mexiko und den USA geprägt, dass ich mich frage, wie das im dänischen Original funktionieren mag, dort ist die betroffene Grenze nämlich die zum ja nicht gerade als Verbrechenshochburg bekannten Schweden. The Bridge - America zumindest war sehr spannend und in seiner Sozialkritik glaubwürdig. Und dass Diane Krüger mittlerweile eine richtige Schauspielerin ist, habe ich bei der Gelegenheit auch entdeckt.

Gekauft


Nachdem ich viele Jahre mit meinem iPhone 3GS zufrieden genug war, um kein neues zu wollen, wurde im Laufe des vergangenen Jahres immer deutlicher, dass mein armes kleines Telefon an seine Leistungsgrenzen stieß. Technisch ist es nach wie vor völlig in Ordnung, der Akku hielt nach wie vor etwa einen Tag lang, aber viele Funktionen waren geradezu quälend langsam geworden. Dass das Gerät gezwungenermaßen mit dem Betriebssystem IOS 6 lief, sämtliche Apps aber erst für IOS 7 und dann IOS 8 optimiert wurden, half auch nicht gerade.

Mein neues iPhone 6 (die nicht ganz so riesige Version) habe ich, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit, direkt nach der Ankündigung vorbestellt und am Montag nach dem Erscheinungstag erhalten. An die Größe des Geräts und die mit dessen Dünnheit einhergehende subjektive Zerbrechlichkeit musste ich mich erst gewöhnen, aber: Alles ist so schnell!


Tatsächlich komme ich nun auch in den Genuss von Neuerungen, die andere bereits seit einem Jahr gewöhnt sind: Sehr praktisch ist es, auf viele Bedienelemente via Control Center zuzugreifen und hier beispielsweise schnell auf "nicht stören" umzuschalten oder die Kamera zu benutzen. Dass ich jemals via Facetime telefonieren werde, sehe ich eher nicht kommen, aber dass Siri neuerdings Lieder erkennt, ist zumindest ein lustiges Feature, und der Fingerabdrucksensor spart viel Zeit.

Ich bin also zufrieden, wobei ich keineswegs sicher bin, ob man rechtfertigen kann, dass dieser Spaß 700 Euro kostet. Meine Treue zum System iPhone hat aber immerhin dazu geführt, dass sich das Neugerät sehr leicht aus dem Backup des alten einrichten ließ und ich Kontakte und Notizen zwischen iPhone, Macbook und iPad problemlos synchronisieren kann.

Sendeschluss: The Tins - If You Want To Navigate

U.


Flauschige weiße Katzen Special, Teil 1

The Tins kannte ich vor diesem Video überhaupt nicht. Das Trio aus Buffalo hat Ende Juli seine zweite EP "Young Blame" veröffentlicht und nennt als Einflüsse The Kinks und Peter Bjorn and John, wobei im Video vor allem Freddie Mercury als Vorbild gezeigt wird.

Das allein würde mich nicht hinter dem Ofen hervorlocken, aber dass der Sänger im Video einen Straßenmusiker verkörpert, dessen Katzenkollegin ihn irgendwann, sicherlich berechtigt, verlässt, ließ mich dann doch aufhorchen - zumal die Katze weiß und flauschig ist und ich so eine auch Zuhause habe. Meine hat aber natürlich nicht dieses platte Persergesicht.

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