Erst kürzlich beklagte ich mich hier darüber, dass ich es so schwer fände, lesenswerte Krimis zu finden. Und - Tusch - beinahe sofort dan...

Gelesen: Oktober 2016


Erst kürzlich beklagte ich mich hier darüber, dass ich es so schwer fände, lesenswerte Krimis zu finden. Und - Tusch - beinahe sofort danach fand ich einen, den ich wirklich gerne hörte, mit einer fesselnden Handlung und interessanten Figuren.

Die Hauptfigur von In The Woods von Tana French wurde als Kind gemeinsam mit zwei Freunden entführt. Während Adam wenig später mit Schuhen voller Blut und völlig verängstigt im Wald nahe seines Elternhauses in einem Dubliner Vorort gefunden wurde, wurden seine beiden Freunde nie wieder gesehen - und Adams Erinnerungen an das Geschehene sind blockiert. Vielleicht deshalb will er als Erwachsener unbedingt zur Polizei und Morde untersuchen. Von den Kollegen weiß niemand über die Vergangenheit des Ermittlers, der inzwischen seinen Vornamen geändert hat, Bescheid, nur seiner Partnerin und besten Freundin hat er sich anvertraut.

Als ein junges Mädchen im selben Wald ermordet wird, in dem damals Adams Freunde verschwanden, erscheint es unwahrscheinlich, dass die beiden Fälle nicht zusammen hängen - und Adams mühsam aufrecht erhaltene geistige Ausgeglichenheit zerbricht in Rekordzeit.

Wie gesagt, sowohl der Erzähler, der gleichzeitig die Hauptfigur ist, als auch dessen Kollegen wachsen einem beim Lesen regelrecht ans Herz, außerdem konnte ich es kaum erwarten, die Lösung beider Verbrechen zu erfahren. Das Ende ist für diese Art Roman gleichermaßen überraschend wie auch etwas frustrierend, dennoch möchte ich unbedingt mehr von Tana French lesen oder hören.

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