Sendeschluss: Massive Attack - Voodoo in my Blood

U.

Rosamund Pike bemerkte ich zum ersten Mal, als sie in Gone Girl die Hauptrolle spielte - dabei war die Schauspielerin bereits 2002 ein Bond Girl!

Im neuen Massive Attack-Video geht sie durch eine Unterführung (was in Filmen ja eigentlich nie eine gute Idee ist), begegnet einer seltsamen schwebenden Kugel, wird von dieser ins Auge gepiekt und anschließend ferngesteuert. Das alles ist ziemlich gruselig und überzeugend gespielt. Ich gehe so bald sicher durch keine Unterführung mehr!

Ms. John Soda im Kölner Gebäude 9

U.

Weniger vorbereitet bin ich wohl selten zu einem Konzert gegangen. Mein Freund hatte im Vorfeld einige Maler erwähnt, dass er diese Band mit dem seltsamen Namen wirklich sehr gerne live sehen würde, also erklärte ich mich am Donnerstag bereit, nach dem Büro nach Köln zu fahren. Erst als wir nach der halben Strecke zusammen im Auto saßen, erinnerte mich mein Freund daran, dass es sich bei der Band mit dem seltsamen Namen um eine Art Abkömmling von The Notwist handelte (Micha Acher ist Mitglied beider Bands), ähnlich wie Lali Puna (die ich bereits einmal gesehen hatte). Die Lieder, die er mir noch schnell im Auto vorspielte, bestätigten diese Vergleiche.


Leider werden wir, was die Konzertanfangszeiten im Gebäude 9 betrifft, mit der Zeit nicht unbedingt klüger. Bereits bei den beiden ersten besuchen in diesem Jahr hatte sich die offiziell bekannt gegebene Anfangszeit als reine Phantasie heraus gestellt, und die meisten Gäste schienen das auch zu wissen, wenn der kleine Vorraum mit der Bar, in dem man warten muss, bevor man in den eigentlichen Konzertraum darf, füllte sich jedes Mal erst, als das Konzert eigentlich längst hätte laufen sollen.

So also auch dieses Mal, statt um 20.30 ging es eine halbe Stunde später los, was mich normalerweise angesichts des am nächsten Morgen folgenden Arbeitstags geärgert hätte - da Ms. John Soda keine Vorband hatten, blieb ich aber relativ entspannt.


Erst hinterher las ich bei Wikipedia, dass Ms. John Soda offiziell zwei Bandmitglieder hat, nämlich Stefanie Böhm, die allein die Texte schreibt, und eben Micha Acher, der gemeinsam mit ihr für die musikalische Umsetzung sorgt. In Köln trat man aber zu viert auf, mit einem Keyboarder und einem höchst gut gelaunten Schlagzeuger, der den Großteil des Konzertes entweder lächelte oder lachte. Ob sie ebenfalls ins Notwist-Universum gehören, kann ich aber nicht sagen. Laut Facebook heißen sie Thomas Geltinger und Cico Beck. Verraten wurde uns das aber nicht, so, wie an diesem Abend auf der Bühne generell wenig gesprochen wurde.

Die Sängerin Stefanie Böhm überraschte mich beim Hereinkommen dadurch, dass sie eine riesige Handtasche dabei hatte und erst einmal hinter einem Lautsprecher ablegte (was bei mir auch die Frage aufwarf, was denn andere Sängerinnen so mit ihren Wertsachen machen, während sie auf der Bühne stehen). Eröffnet wurde das Set mit "A Nod on Hold", bei dem Stefanie ein "Soundkästchen", dessen korrekten Namen ich nicht kenne, bediente, obwohl sie in ihrer anderen Band Couch eigentlich Keyboarderin ist. Beim zweiten Song "Go Check" griff sie zu unserer Überraschung zu einem weiteren Bass, so dass sie und Micha Acher den Abend über gemeinsam Bass spielten und Knöpfchen drehten.


Musikalisch erinnerte Ms. John Soda durchaus an The Notwist und Lali Puna. Wie bei den beiden anderen Bands ist der Sound elektronisch-schön, während die Singstimme, nun ja, nicht von einem geborenen Sänger / einer geborenen Sängerin stammt, aber irgendwie ist das so im Ordnung. Welches Piepsen und Knarzen von welchem Musiker kommt, ließ sich dadurch, das meistens alle außer dem Schlagzeuger an etwas drehten, häufig gar nicht zuordnen.

Die Band hat soeben mit "Loom" nach neun Jahren Pause ein neues Album veröffentlicht, und Köln stellte das zweite Konzert der aktuellen Deutschlandtournee dar. Gewisse Unsicherheiten konnte man den Musikern angesichts dieser Debüt-Situation anmerken, aber sie schienen auch Spaß zu haben - ebenso das Publikum, auch wenn der Raum bei weitem nicht voll war. Insgesamt bestand der Hauptteil aus 14 Titeln aus ihren drei veröffentlichten Alben. Ältere Titel wie "Hiding / Fading" oder "No One" wurden in deutlich längeren Versionen dargeboten beziehungsweise waren live wesentlich rockiger als auf Platte.


Da Stefanie beim Abgang ihre Handtasche zurückgelassen hatte, war ich mir sicher, dass wir noch eine Zugabe erhalten sollten. Tatsächlich ließ man sich noch zu zwei Songs überreden. Dann war wirklich Schluss, auch wenn der Zugabenindikator "Handtasche" am Ende zunächst auf der Bühne vergessen wurde.

Mein Freund war bei der Rückfahrt sehr glücklich, die Band endlich einmal live gesehen zu haben, für mich als Ms. John Soda-Neuling war das Konzert zumindest eine gelungene Einführung.


Setliste:

A nod on hold
Go Check
Hands
Millions
Scan the ways
Hi fool
Hero whales
The Light
Solid ground
Oh Seven
Hiding / Fading
No One

Sirens
In my arms

Sendeschluss: Lush - Out Of Control

U.

Hier und hier berichtete ich bereits darüber, dass ich im Mai in London die wieder vereinten Lush sehen werde. Mittlerweile ist der Termin näher gerückt, und die Band hat für April eine neue EP angekündigt. Das erste Lied, "Out Of Control", kann man bereits hören und sehen. Es klingt durchaus Lush-ig, und ich bin gespannt, was da noch kommt.

Sendeschluss: OK Go - Upside Down & Inside Out

U.

OK Go haben in den letzten Jahren einige der tollsten und beeindruckendsten Musikvideos überhaupt veröffentlicht. Um so schwerer muss es der Band fallen, für jedes neue Videoprojekt eine noch verrücktere Idee zu haben und umzusetzen.

Mit der aktuellen Veröffentlichung ist das auf jeden Fall gelungen, denn die Band agiert in der Schwerelosigkeit: Wie man das eben so macht. Tatsächlich kann man per Flugzeug immer nur etwa 27 Sekunden Schwerelosigkeit am Stück erreichen - wie die Band es dennoch schaffte, ein komplettes Video abzudrehen, kann bei Interesse hier nachgelesen werden. Der Text gibt auch einen kleinen Einblick in die Schwierigkeiten des Video-Drehs und die zahlreichen Proben, die erforderlich waren - und erwähnt, dass beim Wechsel zwischen normaler Schwerkraft und Schwerelosigkeit anscheinend extreme Übelkeit unvermeidlich ist.

Hier haben wir also eine Band, die bereit ist, für ihre verrückten Ideen zu leiden.

OK Go - Upside Down & Inside OutHello, Dear Ones. Please enjoy our new video for "Upside Down & Inside Out".  A million thanks to S7 Airlines. #GravitysJustAHabit
Posted by OK Go on Donnerstag, 11. Februar 2016

Gekauft: Januar 2016

U.
Hat jemand schon einmal von Jodhpur Boots gehört? Ich bis vor kurzem nicht. Ein paar Stiefeletten, das ich seit Ewigkeiten bei & other Stories anschmachte, und das einfach nie den Weg in den Sale schaffte, trägt diesen Namen. Aber Schuhe heißen ja immer irgendwie, weshalb ich dem keine Beachtung schenkte.


Ein gewisser Trotz ließ mich darauf beharren, dass die Stiefeletten weniger als ihren Normalpreis von 145 Euro kosten müssten, bevor ich sie kaufe, deshalb zögerte ich immer weiter. Dann sah ich eines Abends beim täglichen Heimweg durchs Fashion Outlet Montabaur bei Melvin & Hamilton ganz ähnliche Stiefeletten. Dort war aktuell alles um 30 % reduziert, und letztlich trug ich meine neuen Schuhe für 85 Euro nach Hause. Auf dem Kassenzettel las ich verwundert, dass diese Schuhe zwar "Elaine 8" hießen, aber zusätzlich ebenfalls als Jodhpur Boots bezeichnet wurden.

Wie so häufig hatte Wikipedia die Antwort: Jodhpur-Stiefel sind ein "überknöchelhohes Stiefelmodell mit flachem Absatz, das einen den Schaft in Knöchelhöhe umfassenden, verstellbaren Riemen hat und keine weiteren Verzierungen zeigt". Anscheinend gehören diese Schuhe seit den 50er Jahren zu den klassischen Stiefelmodellen für Herren. Meine Exemplare sind aber natürlich Damenschuhe.

An den Schuhen von Melvin & Hamilton nervt mich gelegentlich, dass sie in ihren Designs zu viele Stilrichtungen auf einmal aufgreifen und dann auffällige Farbverläufe mit Budapester-Stil und überflüssigen Schnallen kombinieren, aber diese für ihre Verhältnisse schlichten Stiefeletten gefallen mir wirklich ausnehmend gut.

Gesehen: Januar 2016

U.
Letzte Woche sah ich die erste neue Folge von Akte X, aber auch andere Serien, die ich für längst abgeschlossen hielt, gibt es plötzlich wieder: Ich spreche von Heroes Reborn.


Die Serie Heroes begann eigentlich 2006 und endete 2010. Inhaltlich lag sie recht nahe bei den X-Men und hatte das Finale ihrer ersten Staffel von Watchmen geklaut. Dennoch mochte ich insbesondere die erste Staffel recht gerne, zumal einige der "Helden" wahrhaft originelle Superkräfte hatten. Und Figuren wie der meist begeisterte, zeitreisende Hiro Nakamura oder die mit ihrer Unsterblichkeit experimentierende Cheerleaderin Claire Bennet machten einfach Spaß. Mit der Zeit verlor sich die Serie aber immer mehr in einzelnen Handlungssträngen, die viel zu langsam vorwärts kamen, weshalb ich die vierte Staffel auch überhaupt nicht kenne.

Dafür kenne ich aber nun die meisten Folgen der Miniserie Heroes Reborn vom letzten Jahr, die viele der bekannten Figuren wieder aufspürt und die Geschichte weiter erzählt. Wie in der ersten Staffel droht der Welt eine Katastrophe, bei der es so aussieht, als könnten nur Superhelden sie verhindern. Statt des Superhelden ermordenden Gegners Sylar will nun die gesamte Menschheit den Helden ans Leder (was wiederum an die X-Men erinnert), weil die Öffentlichkeit gezielt falsch informiert wurde.

Lohnt sich der zweite Aufguss? Ich bin mir nicht sicher. Tatsächlich erfreute mich vor allem das Wiedersehen mit bekannten Figuren aus den vorherigen Staffeln, während viele der neuen Charaktere für mich seltsam uninteressant blieben. Ich schätze, Heroes Reborn ist allenfalls für große Fans der Originalserie ein Muss.

Gelesen: Januar 2016

U.
Erst Katzen krank, dann Freund krank, dann ich krank: Irgendwie läuft das Jahr noch nicht so besonders für mich. Vielleicht deshalb habe ich den Monatsrückblick auf den Januar auch gleich einmal vergessen! Dabei habe ich büchertechnisch so viel Auswahl wie selten, drei Romane und ein Sachbuch habe ich beendet.


Für den Blog wähle ich daraus The Girl on the Train, einen Thriller von Paula Hawkins. Das Buch lacht mich aktuell aus sämtlichen Buchhandlungen an und ist offenbar ausgesprochen erfolgreich (ein Film wird ebenfalls gedreht) - was mich ein wenig skeptisch stimmte, denn häufig finde ich gerade sehr erfolgreiche Krimis/Thriller nicht besonders gut (ich sage nur Simon Beckett). Mich als Berufspendlerin reizte aber die mir vertraute Grundsituation: Eine Frau fährt Tag für Tag mit dem Zug nach London, sieht dabei stets dieselben Häuser und erkennt einige der Bewohner - und sieht eines Tages etwas Auffälliges.

Dass hier einmal das Pendeln aus der Vorstadt als Romangrundlage genommen wurde, gefällt sicherlich vielen Lesern, gerade auch in London, und es dürfte auch einen Teil des Erfolges erklären. Tatsächlich fand ich den Roman aber auch sonst ziemlich gut. Man muss als Leser damit leben können, dass weder die Protagonistin noch die anderen Figuren des Romans sonderlich sympathisch sind - das wird in Leser-Rezensionen vielfach bemängelt, aber mich hat es nicht gestört. Dass der Roman von insgesamt drei Frauen erzählt wird, überraschte mich beim ersten Perspektivenwechsel, gibt der Geschichte aber zusätzlichen Reiz. Im Hörbuch werden die drei "Rollen" auch von unterschiedlichen Schauspielerinnen (Clare Corbett, Louise Brealey und India Fisher) vorgelesen, und sie schafften es alle, ihre Figuren glaubwürdig zu repräsentieren.

Wenn man Krimis mag, eine gute Wahl - ob das Buch, das doch sehr von seinen unzuverlässigen Erzählerinnen lebt, als Film funktionieren kann, bezweifele ich aber.

Mach uns den Mikrophon-Propeller: Suede im Hamburger CCH

U.

Bei manchen Konzertbesuchen jammere ich ja ein bisschen, dass ich die besagte Band nun eigentlich oft genug gesehen hätte. Bei Suede kann man das wirklich nicht behaupten, denn bis Freitag hatte ich die Band genau zweimal gesehen: 1993 in London und, wenn ich Google glauben kann, 1994 in München. Höchste Zeit also für ein Wiedersehen nach über 20 Jahren, was auch eine Hamburgreise für das einzige Deutschlandkonzert der aktuellen Tour rechtfertigte. Dass sowohl mein Freund als auch ich im Grunde zu krank für die Fahrt sein würden, konnten wir ja beim Planen nicht wissen...

Nichtsdestotrotz flogen wir also am Freitagmorgen mit Halsschmerzen, Husten und verstopften Nasen nach Hamburg, um uns recht zeitig zum mir vorher nicht bekannten CCH Kongresszentrum zu begeben. Die Veranstaltungshalle ist normalerweise eher für Kongresse gedacht, liegt aber gut erreichbar direkt am Bahnhof Dammtor. Innen hatte man den seltenen Luxus, per Rolltreppe zum korrekten Inneneingang gefahren zu werden. Das Ambiente lässt sich wohl am besten mit „Retro-Charme“ beschreiben, eine Renovierung steht wohl bevor. Es gab ausschließlich Sitzplätze.


Sehr früh saßen wir bereits auf unseren Plätzen und konnten so in Ruhe die anderen Konzertbesucher beobachten. Zu etwa 100 Prozent hatten sie wohl auch in den 90ern bereits Suede-Konzerte gesehen, es handelte sich alterstechnisch um eine recht homogene Gruppe.

Das aktuelle Suede-Tourset ist zweiteilig. Zunächst spielt die Band ihr komplettes aktuelles Album „Night Thoughts“, wozu ein extra produzierter Film gezeigt wird. Im Internet hatte man unterschiedliche Versionen lesen können, wie die Film-Konzert-Kombination funktionieren sollte: Band vor oder hinter der Leinwand. In Hamburg war letzteres der Fall, man sah also im Wesentlichen den Film und hörte dessen Musikbegleitung. Hin und wieder erkannte man jedoch auch die Band, insbesondere Brett Anderson, wenn ein Scheinwerfer auf sie gerichtet wurde.


Bei dem Film handelt es sich eher um eine Aneinanderreihung von Musikvideos zum aktuellen Album als um eine kontinuierliche Geschichte, zwei der Clips (die zu „Like Kids“ und „No Tomorow“) hatte ich auch – eben als Musikvideos – bereits gesehen. In den meisten Videos kamen aber dieselben Schauspieler vor, und grob ging es um eine gescheiterte Beziehung, Tod, Verlust und das generelle Vor-die-Hunde-gehen des männlichen Protagonisten.


Die Entscheidung, einfach mal das neue Album komplett zu spielen, konnte ich so gut nachvollziehen, dass ich mich wunderte, warum das nicht mehr Bands so machen. Schließlich tourt man ja, um neues Material zu spielen, also warum nicht, wenn man denn vom aktuellen Werk überzeugt ist, gleich alles? Sich dabei hinter einer Leinwand zu verstecken, fand ich viel weniger verständlich, denn vom Liveerlebnis blieb so natürlich fast nichts übrig. Beinahe vergaß man manchmal, dass die Band ja auch anwesend war, und durch die fließenden Übergänge zwischen den Songs gab es wenig Zeit, zu applaudieren. Wenn man dann aber einmal einen Blick auf Brett erhaschen konnte, war er genauso theatralisch wie immer.


Zum Glück folgte anschließend aber eine Pause und dann ein weiterer Konzertteil. Die recht lange Unterbrechung nutzten viele Publikumsmitglieder, um den eigenen Sitzplatz zu verlassen und sich einen Stehplatz direkt vor der Bühne zu sichern. Dort wurden sie von den Ordnern prompt auf ihre Plätze zurückgeschickt. Doch als das Licht ausging und Suede, nun ohne Sicht versperrende Leinwand, wieder auf die Bühne gingen, rannten wiederum alle nach vorne, und die Ordner konnten nichts mehr ausrichten.


Er zweite Teil des Sets hieß „Hits & Treats“, und speist sich aus einem Pool von ca. 25 Songs, die Suede all abendlich variieren. Nachdem der erste Song „Painted People“ gleich einmal eine obskure B-Seite war, scheint es sich wohl um ein „Treat“ gehandelt zu haben. Die Hits kamen aber auch noch, und ich, die ich nach dem zweiten Suede-Album die Band kaum noch verfolgt hatte, war angenehm darüber überrascht, wie viele Lieder ich kannte und mochte.


Brett stand natürlich klar im Mittelpunkt, während Keyboarder Neil Codling gelegentlich wirkte, als könne er sich kaum etwas Langweiligeres vorstellen als dieses Konzert. Die anderen Bandmitglieder wirkten zumindest auf eine neutrale Art freundlich. Herr Anderson sprach nun auch erstmalig mit dem Publikum, sprang immer wieder mit Anlauf auf die Monitorboxen, hielt von diesen aus das Mikrophon in die Menge, ging auch mehrmals ins Publikum und zeigte einmal die Choreographie „Mikrophonkabelpropeller“.


Besonders freute mich, dass auch die B-Seite „My Dark Star“ gespielt wurde, und zwar von Brett allein, nur vom Gitarristen Richard Oakes (der seit 1994 bei der Band ist und dennoch für mich und viele andere nach wie vor „der neue Gitarrist“ ist) begleitet. Andere besonders geliebte Hits waren für mich natürlich „Animal Nitrate“ und „Metal Mickey“, aber eigentlich fand ich in diesem Konzertteil alles toll – aber er ging auch recht schnell, nach nur 10 Songs, vorbei.

Eine Zugabe bekamen wir dann auch noch – Brett kehrte auf die Bühne zurück, kündigte „Everything Will Flow“ als „one of our good songs from one of our disliked albums“ an und trug es nur zur Gitarrenbegleitung vor. Es gab auch einen Singalong des Publikums, der ihn ausgesprochen erfreute und ihm Entzückensschreie entlockte. Mit „Hit Me“ waren wir dann bereits beim Rausschmeißer des Abends angelangt, was durchaus schade war. Aber bei 24 gespielten Liedern darf man wahrscheinlich nicht meckern.


Setliste:

Night Thoughts
When You Are Young
Outsiders
No Tomorrow
Pale Snow
I Don't Know How to Reach You
What I'm Trying to Tell You
Tightrope
Learning to Be
Like Kids
I Can't Give Her What She Wants
When You Were Young
The Fur and the Feathers

Hits & Treats
Painted People
Trash
Animal Nitrate
Killing of a flashboy
Heroine
Sleeping pills
My dark star
So Young
Metal Mickey
Beautiful ones

Everything will flow
Hit me

Sendeschluss: Jochen Distelmeyer - Video Games

U.

Jochen Distelmeyer hat ein Coveralbum veröffentlicht. "Songs From The Bottom Vol.1" erschien am 2. Februar und enthält unter anderem auch sein Cover von Britney Spears "Toxic", das ich letztes Jahr live beim A Summer's Tale Festival hörte - als Distelmeyer eigentlich anwesend war, um aus seinem Roman "Otis" vorzulesen.

Die beiden Cover gefallen mir sehr gut, also werde ich dieses Album möglicherweise mehr mögen als so manches von Blumfeld.

Das Video, bei dem übrigens Kim Frank Regie geführt hat, ist in seiner Schlichtheit ebenfalls sehr schön und zeigt, wie Distelmeyer sich in einer fremden Stadt vom Hotel zum Auftrittsort bewegt. Welche Stadt ist das nur?

Fleischeslust: Falafel (3) - mit Weltkulturerbe!

U.
Nachdem auf diesem Blog bereits zweimal Fertig-Falafel vorgestellt wurden (hier und hier), sind diese in meinem Haushalt zu einer Art Standard-Abendessen geworden: Geht schnell, ist (gerade bei Zugabe von frischem Salat, Tomaten und Paprika) halbwegs gesund und schmeckt in Allgemeinen hervorragend.


Nachdem hier bereits die Fertig-Falafel von Edeka und Garden Gourmet gezeigt wurden, gab es letzte Woche ein Konkurrenzprodukt von Vegafit. Diese Falafel sind etwas größer als die von Edeka und haben, wenn man die Packung umdreht, ein deutlich sympathischeres Zutatenverzeichnis: Anders als bei Edeka wird weder auf Gluten und Sojabohnen (ich habe nichts gegen Gluten und Soja, aber was haben sie in Falafeln zu suchen?) noch auf Aroma verwiesen.


Eine weitere Neuerung war dieses Mal, dass wir anstelle von Fertig-Wraps (Fertig-)"Lavash" benutzten, ein ungesäuertes Fladenbrot, das, wie wir via Wikipedia erfuhren, ein immaterielles UNESCO Weltkulturerbe darstellt. Der Unterschied zu regulären Wraps ist nicht riesig, die Lavash-Brotfladen sind aber eckig.


Das Einrollen der eckigen Fladen ist durchaus schwieriger als bei runden, immerhin konnten wir uns dabei mit der Weltkulturerbe-Sache trösten... Ansonsten verlief die Verarbeitung wie immer: Die Lavash wurden kurz im Ofen erhitzt, die Falafel in der Pfanne angebraten. Dann wurde Hummus auf die Brote gestrichen, für die Schärfe ein wenig Sambal Oelek verteilt und darauf die Falafel leicht zerdrückt. Dann musste man nur noch Salat, Tomaten und Paprikastückchen dazuwerfen und alles schnell aufrollen.


Mein zweiter Lavash zerbrach übrigens beim Aufrollen in zwei Hälften (ich hatte ihn wohl zu lange im Ofen gelassen), weshalb er zusätzlich noch eine Alufolienverpackung bekam. Mit dieser ließ er sich dann recht gut genießen.

Was nun die Vegafit-Falafel betrifft: Die schmecken sehr gut, einen wesentlichen geschmacklichen Unterschied zu den bereits getesteten Produkten konnte ich nicht wahrnehmen.




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