Sendeschluss: Honeyblood - Sea Heart

U.

Nur für den Fall, dass es jemand noch nicht bemerkt haben sollte: Heute ist Halloween. Dringend Zeit also, Kürbisse zu schnitzen, sich Gruseloutfits zu überlegen oder eine Party zu geben. Vor allem, wenn man das Glück hat, in einem der Bundesländer zu arbeiten, wo der 1. November ein Feiertag ist.

Genauso im Trend liegen natürlich Horrorfilme. Wie wäre es da mit einem Gruselvideo, in dem eine mysteriöse Figur aus dem Meer steigt und sich bei einer Party ein Opfer für seine zweifellos finsteren Machenschaften sucht?


Neulich als der Blog wieder die Tapete wechselte

U.

Wieder einmal sind wir in der Winterzeit angekommen, was ich wie jedes Jahr sehr befürworte. Keine Ahnung, warum es mir so viel ausmacht, dass uns im Frühjahr eine Stunde weggenommen wird, aber ihre Rückgabe begrüße ich immer recht begeistert. Und wer hat schon etwas gegen eine Stunde mehr Wochenende einzuwenden?

Zeitumstellung bedeutet hier auch ein neues Layout. Langsam wird es schwierig, die alten zusammen zu bekommen. Da wären:

Fleur: 2008 bis 2009


Stitch: 2009 bis 2010


Silva: 2010 bis 2011



CS5 Texturizer: 2011 bis 2012



Insomnia: 2012 bis 2013



Folify: 2013 bis 2014



Scratch: 2014 bis 2015



Time Line: 2015 bis 2016

Neulich als ich Donuts machte

U.

Mein hier kürzlich vorgestellter Cakepop-Maker gibt sich als Multitaskingtalent und hat auch Formeinsätze für Donuts und Cupcakes. Rezepte lagen hierfür nicht bei, aber natürlich musste ich zumindest probieren, Donuts zu machen. Ein Rezept hierfür fand ich bei Chefkoch. Nun bestehen Donuts, wenn man sie im Laden kauft, aus Hefeteig, und dieser wird in Fett ausgebacken. Das kann ein Waffeleisen natürlich nicht leisten, und so basieren sämtliche "Donut"-Rezepte für Donut-Maker, die ich im Netz finden konnte, auf Rührteig. Dennoch, die Kommentare unter solchen Rezepten lasen sich sehr positiv, also erschien es mit nicht undenkbar, dass auch solche Donuts gut schmecken würden.

Wiederum fabrizierte ich also einen Teig, der dieses Mal deutlich dünnflüssiger ausfiel. Ein Anhäufen in den Donut-Formen kam somit nicht in Frage, dennoch bildeten sich beim Backen annähernd perfekte Donutringe, an denen man optisch lediglich bemängeln konnte, dass das Loch in der Mitte mit einer dünnen Teigschicht gefüllt war. Daran war ich vermutlich selbst schuld: Hätte ich die Förmchen mit einem Spritzbeutel befüllt und dabei die Mitte gemieden, wäre das Ergebnis vielleicht anders gewesen.


Nach dem Backen ging es ans Dekorieren, und wiederum fabrizierte ich einen Berg niedlicher Süßigkeiten, der wohl jedes Instagram-Profil bereichert hätte. Aber der Geschmack! Während meine Cakepops weder besser noch schlechter geschmeckt hatten, als man es bei dekorierten Mini-Rührkuchen erwarten würde, waren meine Donuts seltsam schaumgummi-artig und geschmacksneutral. Das war angesichts ihres attraktiven Aussehens um so enttäuschender.


Fazit: Einen Cakepop-Maker braucht man sicherlich nicht, man kann mit ihm aber durchaus niedliche und wohlschmeckende Minikuchen herstellen. Wer sich allerdings über "Donuts" freut, die allenfalls optisch an das Original erinnern, bleibt mir ein Rätsel. Natürlich sollte es möglich sein, ein besseres Rezept zu finden, als ich es bei meinem Versuch zur Hand hatte, aber letztlich bleibt ein Rührteig-"Donut" in meinen Augen in jedem Fall eine Enttäuschung und hat mit dem Original etwa so viel gemeinsam wie Spaghetti-Eis mit echter Pasta.

Neulich im Opernhaus: Get Well Soon im Mannheimer Nationaltheater

U.

Zum Geburtstag bekam ich dieses Jahr unter anderem Konzertkarten für die Band Get Well Soon geschenkt. Das hätte mich normalerweise wenig begeistert. Get Well Soon ist zwar klasse, keine Frage, aber mittlerweile höchstwahrscheinlich die Band, die ich am häufigsten live gesehen habe. Auch die aktuelle „Love“-Tournee habe ich bereits besucht und hier darüber berichtet.

Der Auftritt in Mannheim sollte aber etwas Besonderes und auch Einmaliges werden, so dass er auch für Veteranen wie mich höchst interessant war: Das ansässige Orchester des Nationaltheaters unter Leitung von Matthew Toogood hatte die extra für diesen Abend neu arrangierten Lieder des Albums „Vexations“ eingeübt und präsentierte sie nun im Rahmen der Konzertreihe „NTM Pop“ gemeinsam mit der Band im Opernhaus.


Mit der Band? Get Well Soon ist offiziell ein Projekt von Konstantin Gropper mit ihm selbst als einzigem festen Bandmitglied. Dennoch hat man sich über die Jahre bei Liveauftritten an eine feste Bandkonstellation gewöhnt, was die Frage aufrief, was all diese Musiker wohl machen würden, wenn ihre musikalischen Aufgaben von Streichern, Bläsern und so weiter übernommen würden. Die Antwort lautet: Nichts, mit dem Orchester traten lediglich die Groppers, also Konstantin und seine Schwester Verena, auf.


Bereits beim Einlass hatten Besucher ein kleines Programmheft bekommen, dem man entnehmen konnte, dass „Vexations“ nicht von Anfang bis Ende gespielt werden würde, einige Titel (genauer gesagt „Werner Herzog Gets Shot“ und „Angry Young Man“) fehlten. Vorab hatten wir uns bereits gefragt, ob das Konzert nach einer Albumlänge, also einer knappen Stunde, enden würde – nun sah  es fast so aus, als würde der Abend noch kürzer als erwartet werden.


Pünktlich um 8 öffnete sich der Vorhang. Zunächst spielte das etwa sechzigköpfige Orchester eine, auf dem Album-Opener "Nausea" basierende, Ouvertüre. Dann betraten Konstantin und Verena Gropper, für die man am vorderen Bühnenrand Hochstühle aufgestellt hatte, die Bühne. Verena Gropper ist hauptberuflich Sängerin und hat für solche Gelegenheiten sicherlich ein ganzes Repertoire von Abendkleidern. Konstantin Gropper hatte sich ebenfalls einen Anzug und eine Krawatte angezogen, wollte aber offenbar nicht allzu konservativ erscheinen: Die Beine waren leicht hochgekrempelt, und er trug Stiefel im Dr. Martens-Stil. Es folgte das erste Lied des Albums, „Seneca’s Silence“. Verena Gropper merkte man dabei und auch bei den folgenden Liedern ihre Erfahrung als Sopranistin an: Sie sang ganz hervorragend.


Anschließend wandte sich Gropper erstmalig ans Publikum und bedankte sich zunächst beim Orchester, dem Dirigenten und den Arrangeuren Himmelfahrt Scores (Roman Vinuesa, Peter Häublein und Jan Dvořák) für die Umsetzung des Projekts. Anschließend erklärte er, das Album sei nun schon sechs Jahre alt, und er habe sich in die Lieder erst wieder hineindenken müssen, manches verstehe er auch nicht mehr (später zitierte er Werner Herzog: „Es ist alles eine große Metapher, ich weiß nur nicht, wofür.“). Es sei in jedem Fall offenbar eine düstere Phase seines Lebens gewesen (als ob Get Well Soon sonst Karnevalsmusik machen würden!).

Insgesamt wirkte er durchaus aufgeregt, wusste ohne Gitarre offenbar öfters nicht, was er mit seinen Händen anstellen sollte, und fühlte sich mit seiner, im Vergleich zu regulären Get Well Soon Konzerten ausgedehnten Sprechrolle sichtlich unwohl - so zitierte er im Laufe des Abends eine Umfrage, laut der die meisten Menschen lieber sterben würden als öffentlich eine Rede halten.


Eines wurde bei den Erläuterungen zu den Songs recht schnell klar: „Vexations“ ist gespickt von literarischen Anspielungen und Zitaten, die ich nie erahnt hätte. Eine große Rolle scheint der römische Dichter Seneca zu spielen, der quasi der Pate des Albums ist. „A Voice in the Louvre“, das Gropper selbst auf der Ukulele begleitete, bezieht sich auf ein Rilke-Gedicht (Gropper witzelte: „halb Konzert, halb Proseminar!“), „A Burial At Sea“ ist von Moby Dick beeinflusst.

Die neuen Arrangements waren stimmig und schön, und ich meinte auch bei einigen Orchestermitgliedern Freude am Spiel zu erkennen. In einem großen Orchester gibt es ja auch beinahe immer etwas zu beobachten, nur schade, dass man aus unserer Perspektive den Bereich ganz hinten, in dem unter anderem ein interessantes, Glockenspiel-artiges Instrument eingesetzt wurde, nicht richtig sehen konnte.


Nach „That Love“ verließ Verena Gropper die Bühne, „A Buriel At Sea“ und „Aureate!“ bot Konstantin allein mit dem Orchester dar. Nachdem Verena für „We Are Ghosts“, bei dem einige Orchestermitglieder auch als Chor fungierten, zurückgekehrt war, rechneten wir nach diesem Finale damit, dass der Abend zu Ende sei. Tatsächlich schloss sich der Vorhang zu tosendem Applaus, aber schon bald erschien Gropper alleine davor und sang allein „Teenage FBI“, einen ganz frühen Song von 2002, den ich auch gar nicht kannte, der aber auf der „special edition“ von „Vexations“ enthalten ist.


Als man anschließend dachte, nun sei aber wirklich alles vorbei, öffnete sich der Vorhang noch einmal. Die Groppers sangen nun, samt Orchester, doch noch „Angry Young Man“, als offenbar vorausgeplante Zugaben-Überraschung. Anschließend folgten noch etliche Verbeugungen vor dem begeisterten Publikum, auch die Arrangeure wurden auf die Bühne geholt. Ein ungewöhnlicher und sehr schöner Abend!


Setliste:

Ouvertüre (nach Nausea)
Seneca’s Silence
We Are Free
Red Nose Day
5 Steps/7 Swords
We Are Still...
A Voice in the Louvre 
That Love  
A Burial at Sea 
Aureate!
We Are Ghosts 

Teenage FBI

Angry Young Man

Neulich als ich Cakepops machte

U.

Sehr aufmerksame Leser erinnern sich vielleicht daran, dass ich beim diesjährigen A Summer's Tale-Festival einen Cakepop-Workshop besuchte. Cakepops entstehen, wie ich seitdem weiß, indem man einen fertigen Rührkuchen durch Zugabe von beispielsweise Frischkäse oder Nutella zu einer formbaren Masse vermantscht, aus dieser Kugeln formt und diese dann auf Stäbchen steckt und nach Belieben dekoriert.


Es gibt auch auch Cakepop-Geräte zu kaufen, in denen man, ähnlich wie in einem Waffeleisen, Rührteig-Bällchen gleich als Kugeln ausbacken kann. Einen solchen bekam ich vor kurzem geschenkt und musste natürlich sofort ausprobieren, wie sich nach dieser Methode Cakepops zubereiten ließen.

Der Einfachheit halber arbeitete ich mit dem Rezept, das dem Cakepop-Maker beigelegt gewesen war. Es gibt aber auch jede Menge Variationen im Internet, die es noch auszuprobieren gilt. Die Zubereitung des Teigs war ein Klacks, schon schwieriger aber die Frage, in welcher Höhe man ihn in die Formen einfüllen musste. Man möchte am Ende ja möglichst perfekte Kugeln backen, also sollte ausreichend Teig vorhanden sein. Dieser sollte aber auch nicht über den Rand hinaus treten. Die Tatsache, dass im Rezept nicht vermerkt gewesen war, wie viele Cakepops überhaupt aus den angegebenen Zutaten entstehen sollten, machte die Entscheidung auch nicht leichter (letztlich ergab die Teigmenge zirmlivh genau zwei Füllungen á 12 Kugeln).


Tatsächlich wurde meine erste Ladung Cakepops dann ein wenig flach, die zweite, für die ich den Teig höher als halbkugel-hoch auftürmte, annähernd perfekt. Für die dritte konnte ich dann mit dem Teigrest nur noch zwei Back-Kuhlen füllen, was sich als schlechte Idee entpuppte: Der Teig wanderte beim Aufgehen einfach in die benachbarte Lücke. Wir merken uns also: Im Cakepop-Maker sollten stets alle Kuhlen befüllt werden.

Das Backen ging grundsätzlich schnell und unkompliziert. Allerdings zeigte sich ein kleines Problem, das sich durch das Aufgehen des Teiges ergab: Mit der unteren Hälfte der Form kamen die Cakepops von Beginn des Backvorgangs an in Berührung, mit der oberen dagegen erst, wenn sie schon ziemlich gut aufgegangen waren. Das führte dazu, dass die Pops von unten schon ein leichte Bräunung angenommen hatten, wenn von oben noch perfekte Blässe herrschte. Das lässt sich wohl nicht vermeiden, letztlich ist es aber auch, so lange die Kugeln ganz durchgebacken sind, egal.


Bei den Cakepops im besuchten Cakepop-Workshop bestand die größte Schwierigkeit darin, die Kugeln dazu zu bekommen, an ihren Stielen zu halten. Mit den gebackenen Cakepops funktionierte das deutlich einfacher. Für einen Teil meiner Ausbeute ging ich so vor, wie ich es im Kurs gelernt hatte, und befestigte in einem ersten Arbeitsschritt die Stiele, indem ich sie zunächst in flüssige Kuvertüte tauchte, in die Cakepops steckte und dann erst nach dem Abkühlen mit dem Dekorieren weiter machte. Das erwies sich aber schnell als unnötig, die Stiele hielten auch ohne Kuvertüre gut genug.

Ich bemalte also meine Cakepops mit weißer und dunkler Schokolade und dekorierte anschließend mit bunten Zuckerstreuseln, Krokant und Zuckerherzchen. Die Ausbeute sah allerliebst aus, allerdings zeigte sich beim Probieren, dass sämtliche Esser die nichtbunten Pops bevorzugten. In Zukunft versuche ich mich also wohl eher an Cakepops mit erwachsenerer Deko, beispielsweise mit Kokosflocken, gehackten Nüssen oder Raspelschokolade.



Sendeschluss: Hundreds - Spotless

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Es gibt neues Material von Hundreds! Am 4. November erscheint das Album "Wilderness", im bereits veröffentlichten Video zu "Spotless" steht Eva Milner thematisch passend im Wald - als derangierte Prinzessin, die offenbar ausschließlich das schöne, symbolisiert durch weiße Tauben und Katzen sowie ein Pferd, um sich will, mit dieser eindimensionalen Weltsicht aber offenbar scheitert.


Ins Auge fiel mir auch, welchen Promi die Hamburger Band im Abspann als Fahrer nennt...

Sonder-Sendeschluss: Death Cab For Cutie - Million Dollar Loan

U.

Einerseits erschrecke ich angesichts der Tatsache, dass bereits in 30 Tagen entschieden werden soll, ob die USA endlich erstmalig von einer Frau regiert werden - oder aber von Donald Trump. Andererseits scheint dieser Wahlkampf auch schon seit einer Ewigkeit anzudauern.

Als Versuch, unentschlossene US-Wähler aufzurütteln und umzustimmen, haben sich Musiker zusammengeschlossen und veröffentlichen ab heute bis zur Wahl täglich einen Song. Death Cab for Cutie machten heute mit "Million Dollar Loan", einem Song über Trumps vergeblichen Versuch, sich als Selfmade-Unternehmer darzustellen, den Anfang.

Ob die Musiker-Aktion viel Einfluss auf Wahlentscheidungen haben wird, bezweifele ich: Wer sich für neue Indie-Songs interessiert, wählt ohnehin nicht Trump. Aber ich bin gespannt, was es im nächsten Monat noch an Anti-Trump-Songs zu hören geben wird.

Sendeschluss: Garbage - Magnetized

U.

Als vielleicht letzter Mensch schaue ich aktuell die Serie Breaking Bad, und in der gestern gesehenen Folge schafften es Walter und Jessie, einen von der Polizei beschlagnahmten Laptop, der unerreichbar in einer bewachten Asservatenkammer  aufbewahrt wurde, mittels eines riesigen Elektromagneten zu zerstören.

Was hat das mit dem neuen Garbage-Video zu tun? Nichts, außer dass die aktuelle Single "Magnetized" heißt. Das Video ist angeblich eine Ode an die Geheimnisse der Wissenschaft und der Liebe. Das kann ich im Video selbst nicht wirklich erkennen (zumindest nicht den Teil mit der Liebe), aber es ist doch schön, zu sehen, dass die Band nach all den Jahren noch kreativ ist.

Gekauft: September 2016

U.
Seit ich täglich eine größere Strecke zu Fuß gehen muss, um meinen Arbeitsplatz zu erreichen, hat sich mein Schuhgeschmack stark in Richtung "bequem" verändert. Natürlich kann man seine Fußwege auch in Turnschuhen zurücklegen, um dann am Ziel in schickeres Schuhwerk umzusteigen, und teils mache ich das auch. Aber Tatsache ist, dass mich meine Pumps kaum noch interessieren.


Mein September-Neuzugang in der Kategorie "Schuhe für längere Fußwege" ist das Modell "Classic Cortez" von Nike. Ich wollte gerne einen dunkelblauen Schuh, und das gesamte Retro-Sortiment von Adidas kenne ich mittlerweile in- und auswendig. So schön die Modelle "Gazelle" und "Spezial" auch sind, manchmal möchte man auch etwas anderes.


Das Original des Schuhs stammt übrigens von 1972 und spielt unter anderem im Film Forrest Gump eine kleine Rolle. Ob es die Dinger damals auch schon in blau gab, weiß ich aber nicht...

Gesehen: September 2016

U.
In der Zukunft lassen sich die Menschen bei fast allem von menschenähnlichen Robotern unterstützen: Diese arbeiten als Haushaltshilfen, in Callcentern, als Gärtner, Altenpfleger oder auch in Bordellen. Und auch, wenn diese Plastikmenschen den echten sehr ähnlich sehen, haben sie keine Gefühle und machen nur genau das, worauf sie programmiert sind. Wie praktisch!


Bis auf eine Gruppe von Robotern, die anders sind: Sie können fühlen, eigene Entscheidungen treffen, denken schneller und sind stärker als jeder Mensch. Das empfindet die echte Menschheit natürlich als Bedrohung, doch warum genau sollte man fühlenden Wesen untersagen, ein normales Leben zu führen, nur, weil sie nicht aus Fleisch und Blut bestehen?

Diesen Fragen wird eine Londoner Familie ausgesetzt, die eigentlich nur einen Hauhaltsroboter kaufen wollte, der sich jedoch schon bald als ziemlich seltsam entpuppt.

Die schwedische Originalversion dieser Serie, Real Humans, hätte man bereits vor einer Weile auf Arte sehen können. Nachdem ich das, wie so vieles auf diesem Sender, verpasst habe, sah ich nun ein englisch-amerikanisches Remake, Humans. Inwieweit Unterschiede zum Original bestehen, kann ich natürlich nicht sagen, in jedem Fall ist Humans aber spannend und wirft interessante moralische Fragen auf. Eine zweite Staffel ist bereits bestätigt.

Gelesen: September 2016

U.
Der September war lesetechnisch ein recht produktiver Monat für mich: Ich las Neil Gaimans The  Ocean at the End of the Lane sowie Emma Donoghues Room. Außerdem hörte ich noch das Hörbuch End of Watch von Stephen King, das den letzten Teil seiner Trilogie um den Rentnerdetektiv Bill Hodges darstellt, aber das würde nun wirklich zu weit führen - konzentrieren wir uns also auf die beiden "Papierbücher".



Diese haben auf den ersten Blick nicht sonderlich viel gemeinsam, außer, dass sie Bestseller sind. Tatsächlich beeindruckte mich bei beiden aber die jeweils realistische und kitschfreie Darstellung kindlicher Denkweisen und kindlichen Verhaltens.

Gaimans Geschichte ist eine Art Märchen, die aber nicht für Kinder gedacht ist. Tatsächlich schrieb er die Handlung um einen Jungen, der zufällig in Kontakt zu den mysteriösen Hepstocks gerät und beinahe zum Opfer eines Eindringlings aus einer fremden Welt wird, aber, um seiner Frau Amanda Palmer begreiflich zu machen, wie er als Kind war. Und tatsächlich weckt das Buch außerhalb seiner übersinnlichen Handlung Erinnerungen daran, wie machtlos man sich als Kind fühlte, wenn Erwachsene irgendetwas für einen beschlossen - und wie einsam das Kind-sein oftmals sein kann.

Der Ich-Erzähler von Room ist ebenfalls ein kleiner Junge, der in seinem Leben noch nichts außer dem Zimmer, in dem er lebt, kennen gelernt hat. Und auch Emma Donoghue gelingt es ganz großartig, sich in ein Kind hinein zu versetzen, das fast nichts aus der "normalen Welt" kennt, wobei sich das Grauen hier nicht in den Wahrnehmungen des Erzählers abspielt, sondern in dem, was der Leser daraus ableiten kann.

Beide Bücher sind auf ihre Art sehr lesenswert, sowohl spannend als auch anspruchsvoll. Ein schöner Lesemonat.

Sendeschluss: Beatsteaks vs. Dirk von Lowtzow - French Disko

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Die Band Stereolab wusste ich in jungen Jahren nicht so recht zu schätzen, dabei finde ich die Lieder, die ich heute gelegentlich zu hören bekomme, ausnahmslos gut. Insofern erkannte ich auch das Lied, das neulich aus meinem Laptop erklang (ausgelöst durch meinen Freund), sofort, konnte es allerdings nicht zuordnen. Ebenso offensichtlich war, dass es offensichtlich vom Tocotronic-Sänger und auf Deutsch dargeboten wurde. Den überdeutlichen, deklamierenden, "hört her, ich hab mir Mühe mit dem Text gegeben"-Gesangsstil von Lowtzows mag ich allerdings nach wie vor nicht.

Die Coverversion, in der der Beatsteaks-Sänger Arnim Teutoburg-Weiß eine zurückhaltende Rolle einnimmt (immerhin kommt er im Video vor), stammt vom Soundtrack zur Romanverfilmung Tschick, die ich eigentlich ganz gerne sehen würde. Das Buch zumindest war sehr schön.

Zwischenmeldung mit gefährlichen Haustieren

U.
Heute am Frühstückstisch:

Ich: "Sieh mal, jemand hat bei Facebook diese Bilder von Hunden verlinkt, die sich hinter "Vorsicht bissiger Hund"-Schildern befinden und so gar nicht gefährlich wirken! Sehen die nicht süß aus?"

Mein Freund: "Blog darüber! Auf deinem Blog passiert zu wenig!"

Wo er Recht hat, hat er Recht. Also zeige ich nun meine Top 5 Bilder dieser Reihe, die man bei Interesse vollständig hier betrachten kann.

Platz 5: Dieser Hund ist offenbar viel gefährlicher, als er aussieht.



Platz 4: Dieser hier ist entweder verendet oder möchte am Bauch gestreichelt werden...



Platz 3: Wie süß ist dieser hier bitte?



Platz 2: Der gefährliche Hund befindet sich offenbar bereits im Magen der noch gefährlicheren Katze.



Platz 1: Und wo wir gerade bei Katzen sind:



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