Gelesen: Dezember 2016

U.

Ich frage mich gerade, ob ich schon einmal einen Monatsrückblick derart spät veröffentlicht habe. Es gäbe natürlich eine leichte Methode, das via Blogstatistik herauszufinden, aber so wahnsinnig interessant ist es ja eigentlich nicht. Ich vermute, dass dies nicht der späteste Rückblick aller Zeiten ist - wahrscheinlich kommt er mir nur so vor, weil zwischendurch Weihnachten und der Jahreswechsel stattgefunden haben.

In jedem Fall weiß ich noch gut, was ich in der Weihnachtszeit gelesen habe, nämlich den "achten Band" von Harry Potter, Harry Potter and the Cursed Child. Zu dem Buch muss gesagt werden, dass es sich erstens um keinen Roman sondern um ein Drama handelt, das aktuell in London aufgeführt wird. Zweitens basiert die Geschichte zwar auf einer Idee von JK Rowling, geschrieben wurde das Stück aber von Jack Thorne.

Dennoch spielt die Geschichte zeitlich nach den sieben Harry Potter-Bänden, insofern ist sie auch irgendwie eine Fortsetzung. Die Hauptfiguren stammen aus der im Epilog des letzten Harry Potter-Bandes kurz vorgestellten nächsten Generation: Harry Sohn Albus und Draco Malfoys Sprössling Scorpius werden unwahrscheinliche beste Freunde. Da sie beide in Hogwarts Außenseiter sind - Albus leidet sehr darunter, nicht so begabt und bemerkenswert wie sein berühmter Vater zu sein und erntet viel Spott dafür - geraten sie auf der Suche nach einer Bewährungsprobe in eine gefährliche Zeitreisegeschichte, die die Leser beziehungsweise Zuschauer zurück in die Handlung des vierten Harry Potter-Bandes um da trimagische Turnier transportiert.

Mehr soll hier gar nicht verraten werden, weil es den Lesegenuss trüben könnte. Was schade ist, denn nur zu gerne würde ich auf eine eher schlecht ausgedachte "Anschlussstelle" zu den Vorgängergeschichten verweisen, was aber nicht möglich ist, ohne eines der Hauptereignisse zu enthüllen.

Deshalb nur ganz allgemein: Als eigenständige Geschichte, die den Leser zurück in JK Rowlings Universum führt, macht Harry Potter and the Cursed Child durchaus Freude, zumal Albus und insbesondere Scorpius hochsympathisch sind. Über die Logik der Handlung innerhalb der größeren Zusammenhänge der bekannten Geschichten sollte man nicht allzu tief nachdenken.

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