My Year In Lists (7)

U.

Die Sache mit mir und den Filmen wird immer schwieriger. Ich gehe kaum ins Kino, und wenn doch, löst das, was ich sehe, selten riesige Begeisterung aus. Vieles, was mir gefallen könnte, verpasse ich vermutlich aus Ignoranz. Und wenn es dann doch einmal einen Film gibt, über den ich Bescheid weiß, und den ich gerne sehen möchte, verpasse ich ihn aus Zeit- und Organisationsgründen. Und so sehe ich heutzutage hauptsächlich Marvel-Filme, die sicherlich qualitativ nicht schlecht sind - aber mir ist doch bewusst, dass es Besseres geben muss.

Immerhin: Die immer wieder komplett daneben gehenden Versuche von DC-Comics, ein eigenes Kino-Universum zu erschaffen (dieses Jahr mit Batman v Superman und Suicide Squad) zeigen, dass Marvel dann doch vieles richtig macht.

5. The Jungle Book


Das Dschungelbuch im Original von 1967 war der erste Film, den ich im Kino gesehen habe - eine klassische und gute Wahl. Mein Bedürfnis nach einem CGI-Remake der Geschichte um den Jungen im Dschungel war nicht wirklich vorhanden, lediglich die sehr guten Kritiken ließen mich bei Sky einschalten. Und man muss sagen: Besser hätte man eine Neuverfilmung wohl nicht angehen können. Sehr schön umgesetzt, teilweise deutlich düsterer als das Original und aufgrund der kleinen Änderungen auch spannend.

4. Zoomania (Original: Zootopia)


Auch hier war mein Interesse am Film eigentlich gleich null. Ich habe weder etwas gegen Animationsfilme noch gegen solche, die sich an andere Altersgruppen richten. Aber mittlerweile gibt es in dieser Kategorie doch zu viel Massenware, und diese Geschichte um wie Menschen agierende Großstadttiere schien für mich dazu zu gehören. Lediglich die Tatsache, dass der Film bei Rotten Tomatoes sagenhafte 98 % positive Kritiken aufweist, ließ mich bei Sky einschalten.

Tatsächlich ist Zoomania eine recht konventionelle, aber sympathische Geschichte nach dem Muster "Hauptfigur entscheidet sich für ein quasi unmögliches Ziel und beißt sich durch" mit extrem viel Humor, der zumindest bei mir sehr gut funktionierte. Diese Faultiere...!

3. Die Insel der besonderen Kinder (Original: Miss Peregrine's Home For Peculiar Children)


Wenn mich dann doch einmal etwas ins Kino treibt und kein Marvel-Film ist, handelt es sich nicht selten um einen neuen Tim Burton. Die Geschichte um Kinder mit außergewöhnlichen Begabungen, die von bösen Mächten bedroht werden und sich vor ihnen außerhalb der Zeit verstecken, passt perfekt zum typischen Burton-Stil. Allerdings hätte die Geschichte von "innerlich" interessanteren Figuren profitiert.

2. Deadpool


Und hier haben wir den Marvel-Film. Neben Deadpool sah ich dieses Jahr auch X-Men: Apocalypse, Captain America: Civil War und Doctor Strange. Schlecht war keiner der Filme, aber richtig begeistern konnten sie mich auch nicht. Deadpool hatte hier das Glück, sich nicht auf tausend vorausgegangene Geschichten stützen zu müssen, und war schlicht und ergreifend lustig. Manchmal ist weniger eben mehr.

1. Raum (Original: Room)


Schon die Romanvorlage schaffte es in meine Jahrescharts. Zum Film kann man nicht viel mehr sagen, als dass er eine ideale Verfilmung darstellt - im allgemeinen ist es ja recht schwierig, von Filmen zufriedengestellt zu werden, wenn man die Buchvorlage bereits kennt. Aber die Geschichte um die junge Frau, die mit ihrem kleinen Sohn in einem winzigen Gartenhäuschen eingesperrt ist, und diesem aufgrund der Notsituation eine etwas modifizierte Weltsicht beibringt, funktioniert als Film ebenso wie als Buch - insbesondere, da beide Versionen klarstellen, dass mit der "Befreiung" bei weitem nicht alle Probleme gelöst sind. Nur das Filmplakat hätte ruhig weniger kitschig ausfallen können!

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