Der Januar war bei mir ein recht konsumarmer Monat. In den letzten Tagen bestellte ich mir die rote Version dieser Schuhe, da sie quasi...

Gekauft: Januar 2017



Der Januar war bei mir ein recht konsumarmer Monat. In den letzten Tagen bestellte ich mir die rote Version dieser Schuhe, da sie quasi wegreduziert war, aber man kann hier ja nicht ständig die gleichen Schuhe vorzeigen...

Konsumiert habe ich im Januar allerdings nicht weniger als 31 kostenlose Youtube-Yoga-Videos. Die texanische Schauspielerin und Yogalehrerin Adriene Mishler veröffentlicht schon seit mehreren Jahren im Januar eine Yogaserie, bei der von den Abonnenten jeden Tag ein neues Video nachgeturnt werden soll. Dieses Mal bekam ich es zufällig am 31. Dezember mit und beschloss spontan, mitzumachen.

Tatsächlich besteht kein echter Zwang, sämtliche Videos genau am Veröffentlichungstag umzusetzen - sie bleiben ohne Verfallsdatum online verfügbar und auch die Serien der Vorjahre könnte man aktuell noch jederzeit abonnieren und bekäme dann täglich eine automatische E-Mail mit dem Link zum Video des Tages. Dennoch ist es aber sehr motivierend, zu wissen, dass man gerade das Video "von heute" sieht. Obwohl ich so manches Mal im Januar unter Zeitdruck stand oder keine rechte Lust hatte, habe ich den Yogamonat durchgehalten. Nur an einem Tag hatte ich Migräne, was Bewegung jeder Art ausschloss, an einem anderen kam ich nach Büro und Konzert erst nach Mitternacht nach Hause. Beide versäumte Tage holte ich dann jeweils an einem Wochenende nach, indem ich an einem Tag zweimal Yoga praktizierte.

Die meisten Videos dauerten etwa eine halbe Stunde - das längste war 43 Minuten lang, etwa drei waren wesentlich kürzer. Jeder Yogatag hatte einen vorab angekündigten Schwerpunkt (etwa Authentizität), wobei sich die Serie eher mit den "innerlichen" Vorgängen beim Yoga beschäftigt als damit, besonders komplexe Übungen zu vermitteln. Tatsächlich versucht Adriene ihren Schülern nahe zubringen, dass die tollsten Yogaposen wenig bringen, wenn das Innere nicht mitmacht - einer ihrer Lieblingssprüche lautet "No Yoga Robots!"


Mit dem seelischen und meditativen Aspekt von Yoga habe ich durchaus meine Probleme, tatsächlich geht es mir für mich selbst beim Üben hauptsächlich darum, ein wenig Kraft aufzubauen, Rückenschmerzen zu vermeiden und erfolgreich zu entspannen, mehr erwarte ich gar nicht. Insofern konnte ich mich mit den begeisterten Video-Kommentatoren, die an mehreren Tagen schrieben, sie hätten beim Lesen der Tages-E-Mail oder dem Ausführen der Übungen vor emotionaler Überwältigung weinen müssen, nur bedingt identifizieren. Dennoch ist Adriene an sich sehr sympathisch und auch aus der Ferne eine gute Lehrerin. Ich denke, ich habe im Januar tatsächlich viel Neues zum Thema Yoga gelernt und erwäge bereits, eine der vorausgegangenen Serien zu abonnieren. Vielleicht muss ich dann ja nicht jeden Tag mitmachen...

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